Verlässlichkeit und Stabilität sind die Werte, die sich jeder in seinem Geschäftsumfeld wünscht. „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“, das gilt vor allem für das außergewöhnliche Jahr 2020! 

Wie, schon wieder Weihnachten? Dann geht das mit der Schenkerei ja wieder los… Was im privaten Bereich bereits Kopfzerbrechen auslöst, ist im Berufsumfeld mitunter eine ziemlich lästige Pflicht. Zumal wir uns zum Jahresende 2020 aufgrund des erneuten Einsetzens der Corona-Welle in einer Zeit befinden, die von höchster Unsicherheit geprägt ist. Dabei muss es nicht immer etwas Materielles sein. Manchmal reicht auch schon ein kurzes Lebenszeichen und ein bisschen Empathie aus, um die richtigen Signale zu senden.

Wir haben hier ein paar Tipps zusammengestellt, wie man die lästige Pflicht „Weihnachten“ positiv umsetzen und zur Beziehungspflege nutzen kann. Dass dies von Beziehung zu Beziehung, von Betrieb zu Betrieb, höchst unterschiedlich sein kann, ist dabei die Grundvoraussetzung. Aber vielleicht ist ja ein guter Tipp für Sie dabei. Unser Tipp: Tun Sie etwas!

Tipp 1: Tun Sie etwas!

Das von Corona geprägte Jahr 2020 war für alle eine einschneidende Zeit voller Unwägbarkeiten, häufig gepaart mit handfesten wirtschaftlichen Sorgen und mitunter Existenzängsten. Nie waren stabile Partnerschaften im Geschäftsleben und die Werte Treue und Loyalität so wichtig wie derzeit, selten war man für ein wenig Empathie so empfänglich wie jetzt.

Ein freundliches und persönliches Wort mit einem Rückblick auf die schweren vergangenen Monate ist allein deshalb zum Jahresende 2020 ein Gebot der Schicklichkeit. Ihre Kunden werden ziemlich sicher für jedes Signal dankbar sein.

Tipp 2: Schreiben Sie ein paar Zeilen!

Zunächst einmal vorneweg: Wie Sie Kontakt zu Ihrem Geschäftspartner aufnehmen, ist letztlich zweitrangig. Dass Sie es überhaupt tun, ist der wichtige Punkt. Doch natürlich gibt es Unterschiede: Je persönlicher, desto besser, ist da die Devise. Bedanken Sie sich für die gemeinsame Zeit, die gegenseitige Loyalität oder was sonst den Kern Ihrer Beziehung ausmacht.

E-Mail:

  • Wenn es sich vom Zeitmanagement einrichten lässt, nehmen Sie Abstand von Sammelmails an große Empfängergruppen.
  • Je individueller Sie Ihren Ansprechpartner persönlich kontaktieren und auf seine oder Ihre gemeinsame Situation abheben, desto besser.
  • Festzuhalten ist jedoch, dass eine E-Mail nicht zu den persönlichsten Medien gehört und sich durch die tägliche „Flut“ von elektronischen Briefen ein starker Gewöhnungsfaktor und ein laxer Umgang damit ausgebildet hat.

Brief / Karte:

  • Warum nicht den „altmodischen“ Weg gehen und richtiges Papier über eine richtige „Post“ verschicken? Nach all den Jahren der Digitalisierung ist dies schon wieder zur Seltenheit geworden und erregt beim Empfänger durchaus Aufmerksamkeit.
  • Wichtig dabei ist auch hier, keine vorgefertigte Massenware in den Umschlag zu stecken.
  • Sowohl auf der Weihnachtskarte als auch einem kurzen Kundenbrief sollte mindestens die Unterschrift von Hand geschrieben sein.
  • Je wichtiger der Kunde für Ihr Unternehmen ist, desto stärker empfiehlt sich auch hier der persönliche Inhalt, das Erwähnen gemeinsam bewältigter Schwierigkeiten oder die individuelle Situation im Kundenbetrieb.

Haben Sie dermaßen viele Kunden, dass Brief oder Grußkarte nur schwer umsetzbar sind, spannen Sie Ihre Mitarbeiter ein und lassen Sie jeden zehn oder mehr solcher Sendungen fertigstellen. So bekommen Sie wenigstens Ihre wichtigsten Kunden abgedeckt.

Geben Sie dann den Inhalt vor aber tragen Sie Sorge, dass von Hand geschrieben wird. Auch das wird Eindruck beim Empfänger hinterlassen.

Tipp 3: Drehen Sie den Spieß um!

Auf die Herausforderung der B2B-Kommunikation zur Weihnachtszeit haben sich sehr viele Dienstleister mit den unterschiedlichsten Angeboten eingestellt. Eine clevere Idee hat die Firma EchtPost entwickelt. Warum nicht den Kunden bei der Pflege seiner eigenen Kontakte unterstützen?

Über EchtPost können Ihre Kunden online Weihnachtsgrüße schreiben, die dann als echte Postkarten per Post verschickt werden. Sie entscheiden, was auf den Weihnachtskarten zu sehen ist, welche Ihrer Kunden Karten verschicken dürfen und wie viele. Ihre Kunden wiederum entscheiden, wem sie ganz persönliche Weihnachtsgrüße schicken.

Tipp 4: Schenken Sie mit Bedacht!

Hört man sich in der Szene um, so scheint die Zeit der gebrandeten Giveaways aus billiger Massenproduktion oder der edle Wein und die kalorienreichen Pralinen im hübsch verpackten Paket vorbei zu sein.

Hohe Kosten, viel Aufwand und vor allem der Zeitgeist mit seinen ökologischen und nachhaltigen Prämissen lassen viele Firmen davon absehen, in unsicheren Corona-Zeiten wahrscheinlich umso mehr.

Demgegenüber stehen aber unzählige Anbieter, die diese Produkte immer noch vertreiben – es mag also ein Bedarf bestehen und für manche Kontakte wichtig zu sein.

Tipp 5: Schenken Sie etwas Nachhaltiges!

Gehört eine materielle Aufmerksamkeit einfach zum guten Ton in ihrer Kundenbeziehung, dann werfen Sie doch einmal einen Blick auf Geschenke, die dem Zeitgeist mehr entsprechen als Plastik- oder Elektronikware aus einem Billiglohn-Land. Diese Nische haben verschiedene Anbieter besetzt und bieten eine Palette von Gifts, die nur aus natürlichen Materialien hergestellt sind über fair gehandelte Schokolade und Bio-Honig bis hin zum Meisenknödel.

Zunehmend auf Interesse stößt auch das Baumpflanzen: Verschenken Sie doch eine Baumpatenschaft. Auch hierzu gibt es verschiedene Anbieter; mitunter kann man so ein Projekt in einem Entwicklungsland unterstützen. Oder Sie verschenken direkt einen ganzen Weihnachtsbaum an einen Partnerbetrieb.

Tipp 6: Schenken Sie Glück!

„Gutes Tun und Gutes gewinnen“: Mit diesem Slogan wirbt die „Aktion Mensch“ für ihre „Glückslose“ und hat auch besondere Angebote für Mitarbeiter- und Geschäftspartnergeschenke mit entsprechender Aufmachung im Portfolio. Unterstützen kann man so zahllose Projekte, die sich um Inklusion und anderweitige Hilfen drehen, vom Carepaket für Obdachlose bis hin zum barrierefreien Baumhaus.

Dies ist nur ein Beispiel für zahlreiche weitere: Die Szene der gemeinnützigen Organisationen, neudeutsch NGOs, hat das Feld der Geschäftskunden längst als Einnahmequelle erkannt und bietet viele maßgeschneiderte Angebote. Im Austausch „erhält“ der Schenkende dafür ein Stückchen positives Image und stärkt das Profil als Betrieb oder Person, der oder die gesellschaftliche Verantwortung übernimmt – und tut tatsächlich auch etwas Gutes.

Tipp 7: Tun Sie selbst etwas Gutes!

Nicht nur im privaten Bereich gehen immer mehr Menschen dazu über, Spenden statt Geschenke auf die Wunschliste zu schreiben. Dies hat sich auch bei vielen Firmen mit etwas anderen Vorzeichen durchgesetzt. Sie informieren ihre Geschäftspartner, dass sie komplett auf Weihnachtspräsente verzichten und stattdessen das Geld einer gemeinnützigen Organisation oder einem Projekt zur Verfügung stellen.

Haben Sie die personellen Ressourcen, einen aufwendigeren Prozess zu begleiten, bietet es sich an, selbst ein Projekt zu begleiten. Warum nicht den heruntergekommenen Spielplatz um die Ecke aufhübschen oder den Mädchen und Jungen in einem selbstgewählten Kinderheim etwas unter den Weihnachtsbaum legen?

Dies kann man medial begleiten, über Newsletter kommunizieren, mit kleinen Filmen auf den sozialen Kanälen flankieren. Der Umstand, Geld nicht einer Organisation mit Verwaltung zur Verfügung zu stellen, sondern direkt etwas zu bewirken, hat durchaus Charme. Dies strahlt bis zu den Geschäftspartnern und kann auch sehr positive Auswirkungen auf das innerbetriebliche Klima haben.

Fazit:

Kontaktpflege ist in den unsicheren Corona-Zeiten wichtig, womöglich wichtiger denn je. Das bevorstehende Weihnachtsfest ist eine gute Gelegenheit, positive Signale an Geschäftspartner zu senden, wie auch immer das geschieht. Sind die klassischen Giveaways mit Firmenbranding vielleicht nicht mehr in jedem Sinn dem Zeitgeist entsprechend, so gibt es mittlerweile einige clevere Alternativen. Aber selbst wenn es „nur“ eine E-Mail oder ein Brief mit ein paar netten Worten ist: Ihr Kunde oder Partner wird sich darüber sehr freuen.

Markus Grenz

Von Markus Grenz

Als Journalist ein Exot bei der Funke Media Sales. Hat sich in der Serviceredaktion das große Herz für die oftmals gar nicht so „kleinen Dinge“ vor der eigenen Haustür erhalten.