, Werben im Pott, WerbungWie die Stadt Essen mit den Lichtwochen neuen Glanz zaubert
  • View Larger Image Die Lichtwochen in Essen werden 2017 zum besonderen Hingucker. Foto: Kirsten Neumann

    Die Lichtwochen in Essen werden 2017 zum besonderen Hingucker. Foto: Kirsten Neumann

Wie die Stadt Essen mit den Lichtwochen neuen Glanz zaubert

Zur Weihnachtszeit verwandelt die Innenstadt von Essen ihre Ausstrahlung: Sie wird weihnachtlich. Dahinter stehen die Essener Lichtwochen, organisiert von der EMG – Essen Marketing GmbH. In diesem Jahr gibt es einschneidende Änderungen, die das Vorzeigeprojekt noch mehr strahlen lassen.

Wer zur Weihnachtszeit einen der zahlreichen Weihnachtsmärkte besucht, kommt schnell in Stimmung. So auch in Essen, wo der Budenzauber seit Jahren von den Lichtwochen begleitet wird. Diese sollen der Veranstaltung einen besonderen Rahmen geben und das Event im Ruhrgebiet einzigartig machen. Dazu holt sich die EMG – Essen Marketing GmbH als Organisatorin der Veranstaltung in diesem Jahr eine Errungenschaft ins Stadtbild. Martina Rudziok, Leiterin des Geschäftsbereichs Stadtwerbung und Kommunikation der EMG – Essen Marketing GmbH, erklärt die Hintergründe zu Idee und Marketingstrategie im Marketing im Pott-Interview.

Martina Rudziok ist Leiterin des Geschäftsbereichs Stadtwerbung und Kommunikation der EMG – Essen Marketing GmbH. Foto: EMG – Essen Marketing GmbH.

Martina Rudziok ist Leiterin des Geschäftsbereichs Stadtwerbung und Kommunikation der
EMG – Essen Marketing GmbH. Foto: EMG – Essen Marketing GmbH.

Frau Rudziok, in den Lichtwochen der letzten Jahre galt stets das Motto „Europa zu Gast in Essen“ – zuletzt war Dänemark als Gastland im Fokus. Warum rücken Sie vom etablierten Konzept ab?

Martina Rudziok: „Wir haben uns 16 Jahre lang den europäischen Gastländern gewidmet und wollten uns nicht wiederholen. Zudem fanden wir, dass die Auszeichnung zur „Grünen Hauptstadt Europas 2017“ ein angemessenes Motto für die 68. Auflage der Essener Lichtwochen sei. Wir können übrigens schon verraten, dass der Ausstieg aus dem Bergbau die Lichtwochen 2018 bestimmen wird. Ein weiterer Grund war, dass wir im Rahmen des innerstädtischen Wettbewerbs mit der Zeit gehen und somit mit einem innovativen, neuen und modernen Konzept punkten wollen, um die bestehenden Besucher zu behalten, aber auch neue zu gewinnen und zu begeistern.“

Welche Neuheiten erwarten uns?

Martina Rudziok: „Wir wollen mit den Lichtwochen 2017 den Fokus ein wenig von den klassischen, statischen Themenbildern nehmen, von denen in diesem Jahr noch vier – zu der bischöflichen Aktion Adveniat, der Europäischen Kulturhauptstadt 2017 Aarhus, dem Jubiläum der Sparkasse Essen sowie zu den Grünen Hauptstädten Europas Kopenhagen und Essen – in der Innenstadt hängen werden. Vielmehr liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf neuen Lichtinstallationen, deren LEDs einzeln angespielt werden können. Darüber hinaus erstrahlen in diesem Jahr auf dem Kopstadtplatz sowie an der Fontänengasse zwei neue Lichtkunstwerke, die dort dauerhaft bleiben werden und einen leuchtenden Eingang zum Kreativquartier City.Nord Essen darstellen. Zudem fand im Rahmen der Essener Lichtwochen in den ersten zwei Veranstaltungswochen das Essen Light Festival statt, das nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, dieses Mal mit noch mehr spektakulären Lichtkunstwerken überzeugen konnte.“

Umgesetzt wurde auch ein gigantischer LED-Vorhang, der den Willy-Brandt-Platz illuminiert. Der „Curtain of Light“ kann mittels 30.000 LEDs Bildmotive anzeigen. Wie fügt sich das ins Gesamtkonzept ein?

Martina Rudziok: „Wir sprachen bereits von Neuerungen und dass wir den Lichtwochen eine neue Ausrichtung geben. Dies geschieht unter anderem mit dem Curtain of Light, der mit einer Größe von 6 x 16 Metern einmalig in ganz Europa ist. Zugleich knüpfen wir mit dem Fokus auf innovative Lichtkunst an die Anfänge der Lichtwochen Anfang der 1920er Jahre an. Die Besucher können sich auf Motive zu den Themenblöcken „Internationaler Weihnachtsmarkt Essen“ sowie „Silvester/Neujahr“ freuen. Zudem wird es einen Film mit einem „Best of Lichtwochen“ geben.“

Die Station "Angels of Freedom". Foto: Ralph Lueger

Die Station „Angels of Freedom“. Foto: Ralph Lueger

Auch die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 soll ja thematisiert werden. Auf welche Art und Weise?

Martina Rudziok: „Auf dem „Curtain of Light“ wird ein rund dreiminütiger Film mit Highlights der Grünen Hauptstadt Europas gezeigt. Zudem gab es während des Light Festivals nachhaltige Lichtinstallationen wie den Baum „Hikarinoki“ im Limbecker Einkaufszentrum, dessen Krone aus zig Eimern, Plastikschüsseln und auch einem Töpfchen besteht. Darüber hinaus leistet auch die EMG einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit, da sie bei den Lichtwochen ausschließlich stromsparende LEDs und grünen Strom verwendet und die neuen Lichtinstallationen jedes Jahr aufs Neue wieder eingesetzt werden können und somit nicht nach einem Jahr der Nutzung weggeschmissen werden.“

Wie passt das Thema Grüne Hauptstadt in die vorweihnachtliche Zeit?

Martina Rudziok: „Die Auszeichnung zur Grünen Hauptstadt Europas war für die Stadt Essen von großer Bedeutung und hat das ganze Veranstaltungsjahr geprägt. Daher finden wir, dass es auch in der Vorweihnachtszeit eine Rolle spielen sollte. Darüber hinaus wird auch auf dem Internationalen Weihnachtsmarkt Essen durch den Verzicht von Plastiktüten und den Einsatz von grünem Strom ein Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet.“

Mit welchen Werbeformen machen Sie auf die Lichtwochen aufmerksam? Nutzen Sie auch digitale Kanäle?

Martina Rudziok: „Wir bewerben die Essener Lichtwochen durch vielseitig aufeinander abgestimmte Kommunikationsmittel. Dazu gehören Out-Of-Home- Maßnahmen wie Plakate und Radiowerbung in und um Essen, eine intensive Pressearbeit, eine Broschüre zu den Lichtwochen und das Essen Light Festival sowie Artikel in der Oktober-Ausgabe des Magazins ESSEN.ERLEBEN., das der WAZ und NRZ, im Verbreitungsgebiet Essen, Mülheim, Velbert und Hattingen beigelegt wurde. Darüber hinaus machen wir auch digital Werbung und zwar in Form von Beiträgen im EMG-Newsletter ESSEN.2017, durch eine eigene Webpräsenz, sowie durch Beiträge auf der EMG-Facebook-Seite und bei Instagram sowie Videos bei YouTube.“

Ein Bestandteil der Gesamtveranstaltung war auch das Essen Light Festival. Was zeichnete dieses aus und wie haben Sie dafür geworben?

Das Kampagnenmotiv der Lichtwochen 2017. Motiv: © EMG – Essen Marketing GmbH.

Das Kampagnenmotiv der Lichtwochen 2017. Motiv: © EMG – Essen Marketing GmbH.

Martina Rudziok: „Das Essen Light Festival bildete – wie schon 2016 – den Auftakt der Essener Lichtwochen. Aufgrund der positiven Resonanz im vergangenen Jahr lief das Festival nun über zwei Wochen, bis zum 11. November. Das Essen Light Festival zeichnete sich durch imposante, eindrucksvolle und innovative Lichtkunst aus, die u. a. durch Social Light Installationen die Besucher auch dazu eingeladen hat, sich aktiv einzubringen. Da mit dem Essen Light Festival verstärkt ein neues, jüngeres Publikum angesprochen werden sollte, sind auch die Werbemaßnahmen darauf abgestimmt worden. So haben wir verstärkt über Social Media-Kanäle Werbung gemacht, haben Gratis-Postkarten produziert, die in Bars und Kneipen ausgelegt und haben die Besucher unter dem Hashtag #MeinLichtMoment aufgefordert, Impressionen vom Essen Light Festival und den Essener Lichtwochen zu posten. Mehr Informationen über diese Kooperation mit innogy SE und dem Einkaufszentrum Limbecker Platz finden Interessierte auf der Seite www.meinlichtmoment.de.“

Die Lichtwochen sind gerade für Touristen ein attraktives Event. Wie erreichen Sie die Zielgruppe über das Essener Stadtgebiet hinaus?

Martina Rudziok: „Bei dieser Frage kann ich mich auf meine Antwort drei Fragen zuvor berufen. So werben wir, um die Besucher über die Stadtgrenzen hinaus für die Lichtwochen zu begeistern, mit Radiospots, die neben Essen auch in den umliegenden Städten ausgestrahlt werden, mit unserer FUNKE Beilage ESSEN.ERLEBEN., mit 8/1-Plakaten, mit Presseinformationen sowie mit digitalen Kanälen. Darüber hinaus haben wir bereits zu Beginn des Jahres während unserer Messepräsenzen für die Essener Lichtwochen geworben.“

Zuletzt noch eine persönliche Frage: Was ist Ihr Favorit der Veranstaltung? Gibt’s einen Geheimtipp, den Sie sich nicht entgehen lassen?

Martina Rudziok: „Bei all den schönen und eindrucksvollen Installationen fällt es mir schwer, eine hervorzuheben. Was mich viel mehr interessiert ist, wie die Neuerungen bei den Besuchern ankommen werden. Wenn ich mich aber für ein Kunstwerk entscheiden müsste, wäre es der imposante „Curtain of Light“auf dem Willy-Brandt-Platz.“

Vielen Dank für das Interview!

68. Essener Lichtwochen: 29. Oktober bis 7. Januar 2018. Mit dem „Curtain Of Light“ am Willy- Brandt-Platz und weiteren Lichtinstallationen.

 

Hendrik Weyers

Von Hendrik Weyers

Journalismus, Mediendesign und Tech Enthusiast. Arbeitet als Mediengestalter für das Portal Marketing im Pott.

Von | 2017-12-08T15:30:19+00:00 15. November 2017|Marketing, Werben im Pott, Werbung|0 Kommentare

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