, MarketingWhatsApp Marketing: Wie ein Messenger das Marketing revolutioniert
  • View Larger Image WhatsApp-Marketing nimmt in der Messenger-Welt einen immer höheren Stellenwert ein. Foto: Pixabay

    WhatsApp-Marketing nimmt in der Messenger-Welt einen immer höheren Stellenwert ein. Foto: Pixabay

WhatsApp Marketing: Wie ein Messenger das Marketing revolutioniert

WhatsApp ist aus der privaten Kommunikation kaum mehr wegzudenken. Weltweit nutzen mehr als eine Milliarden Menschen den Dienst. Ob Hochzeitsplanung, Treffen auf dem Weihnachtsmarkt, Fußballrunden oder einfach die Familie: Mittels eigener Chat-Gruppen lässt sich vieles in WhatApp abbilden. Für einige Nutzer ist es zudem auch die bessere Alternative zur SMS.

Weltweit mehr als eine Milliarde Nutzer

Kein Wunder, dass Facebook die Stärken dieses Tools früh erkannte und den Dienst kurzerhand aufkaufte. Das langfristige Ziel ist auch hier natürlich Geld zu verdienen mit diesem Messenger und selbigen als Kommunikationskanal auch der Werbeindustrie zur Verfügung zu stellen.

WhatsApp als Kommunikationskanal für Unternehmen

Dabei gibt es bereits einige Firmen, die Facebook zuvor gekommen sind und ihren Kunden mittels WhatsApp einen Mehrwert bieten. Ob die Airline, welche so über Flugverspätungen informiert oder die Apotheke um die Ecke, die eine kurze WhatsApp-Nachricht schickt, wenn das benötigte Medikament da ist.

Die Möglichkeiten sind unendlich und mit neuen Tools für Marketing-Experten, die diesen Kanal professionell bespielen wollen, nimmt WhatsApp-Marketing erst richtig Fahrt auf: So lassen sich über Dienste wie WhatsBroadcast oder WhatsATool auch ohne Smartphone verschiedene Chats und Darstellungsformen von Unternehmen über WhatsApp managen – inklusive umfangreicher Auswertungsmöglichkeiten.

Double-Opt-In und Opt-Out auch bei WhatsApp

Doch es ist Vorsicht geboten. Auch bei WhatsApp gilt es, sich über ein Double-Opt-In-Verfahren – wie beim Newsletterversand – rechtlich abzusichern und dem Nutzer auch die Gelegenheit zu geben, über Opt-Out den Informationskanal zu kündigen. Vereinfacht heißt das: Nachdem der Empfänger die Handynummer des Werbetreibenden auf dem Smartphone gespeichert hat und seine Handynummer dem Werbetreibenden mitteilt, erhält er eine Bestätigungsnachricht per WhatsApp, welche er entsprechend noch einmal bestätigen muss.

Dem Nachrichtenempfänger muss mitgeteilt werden wie er sich zudem auch wieder vom Service abmelden kann (normalerweise durch direkte Nachricht an den Werbetreibenden).

Was bisher nicht möglich ist, sind offene Chat-Gruppen, welche von einem Unternehmen indiziert werden. Solche Aktionen verbietet WhatsApp in den eigenen AGB. Hier wird sich noch zeigen, ob es demnächst entsprechende Änderungen geben wird. Bislang ist dieser Kommunikationskanal also zu vergleichen mit einem Newsletter – die Empfänger sehen sich nicht untereinander, können aber direkt mit dem Versender kommunizieren.

Der beliebte Kommunikationskanal bietet einen direkten Draht zum Kunden – und zurück. Foto: Pixabay

Der beliebte Kommunikationskanal bietet einen direkten Draht zum Kunden – und zurück. Foto: Pixabay

Rückfragen und damit zu erwartender Mehraufwand

Im Unterschied zum Newsletter sollte man als Unternehmen bei der Kommunikation mit WhatsApp verstärkt damit rechnen, dass der Empfänger auch auf Nachrichten antwortet und auf eigene Fragen Antworten haben möchte. Es handelt sich um einen Chat und nicht um einen reinen Sender-Empfänger-Informationskanal. Zwar lassen sich über Dienste wie WhatsBroadcast bereits ChatBots für eine automatisierte Beantwortung einzelner Fragen einrichten, jedoch zählt in der Kundenkommunikation natürlich auch die persönliche Note und man sollte wohl dosiert mit diesen Möglichkeiten umgehen.

Kann man die zu erwartenden Rückfragen als Unternehmen nicht ausreichend und zeitnah beantworten, so kann es schnell zu Unzufriedenheiten in der Kundschaft führen. Es muss also genügend Manpower und Zeit vorhanden sein, um den Kunden auf WhatsApp zufriedenzustellen.

Chance für KMU mit lokalem Kundenstamm

Für lokale Unternehmen mit kleinem Kundenstamm kann WhatsApp der Unterschied zum Wettbewerb sein. Beispielsweise die Buchhandlung, die auf interessante Neuerscheinungen hinweisen. Praktikabel ist auch der Anwendungsfall Reisebüro, das über WhatsApp die Reiseberatung fortführt, weil der Kunde keine Zeit für einen persönlichen Gesprächstermin hat. Wichtig ist immer im direkten Kundenkontakt auf diesen neuen Service hinzuweisen und dem Kunden den Mehrwert zu verdeutlichen.

Machen Sie Ihren neuen WhatsApp-Service über die üblichen Kommunikationskanäle bekannt! Nur so wird Ihre Klientel diesen neuen Service für sich entdecken. Haben Sie bereits Anzeigen auf Facebook platziert, lässt sich hier sehr einfach eine direkte Verbindung zu Ihrem WhatsApp-Kanal herstellen. Der Kunde landet über die Anzeige nicht auf einer Landingpage oder im Facebook Messenger – welcher sich ebenfalls ansteuern lässt – sondern in WhatsApp. Sehr gut lassen sich auch eigene Werbecharaktere auf diesem Kanal darstellen um eine Persona zu imitieren: Der Bücherwurm schickt die Buchempfehlung, der Reise-Bär die Urlaubstipps – so oder so ähnlich bekommt Ihre Dienstleistung mehr Persönlichkeit.

So lange WhatsApp noch nicht für unverlangt zugesendete Werbung offen ist – wie zum Beispiel Facebook oder das Newsletterpostfach – so lange kann man mit WhatsApp sehr gute Öffnungsraten und hohe Aufmerksamkeit erwarten.

Sebastian Brinckmeyer

Von Sebastian Brinckmeyer

Sebastian Brinckmeyer ist staatlich geprüfter Medienfachwirt und Online-Marketing-Manager.

2018-01-31T13:24:31+00:00

Ein Kommentar

  1. Ralph Scholze 25. Januar 2018 um 22:46 Uhr - Antworten

    Sehr interessanter Artikel zum Thema WhatsApp für Unternehmen. Persönlich halte ich dieses Thema für Unternehmen extrem spannend und man sollte WhatsApp definitiv „auf dem Radar haben“: Deswegen schrieb ich zu diesem Thema auch einen Artikel: https://www.webpixelkonsum.de/whatsapp-fuer-dein-unternehmen/. Infolgedessen erhielt ich weitere spannende Artikel zu WhatsApp im unternehmerischen Umfeld.

    Beste Grüße. Ralph

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