Werbewaffe Post Mailing

Werbewaffe Post Mailing

Bild: destina - Fotolia.com

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Sie wollen mit Ihrer Werbung eine große Wirkung bei gleichzeitig geringem Kostenaufwand erzielen?

Dann ist das Post Mailing nach wie vor eine clevere Möglichkeit.

Dieses auch unter den Bezeichnungen Direct Mailings bzw. Werbebriefe bekannte Marketinginstrument ist trotz elektronischer Konkurrenz weiterhin höchst attraktiv.

Bereits seit vielen Jahren international im Einsatz hat das Post Mailing noch nicht ausgedient.

Der gute alte Werbebrief eignet sich, um die Aufmerksamkeit der Kunden auf eine bestimmte Veranstaltung zu lenken oder um eine Produktneuheit öffentlich vorzustellen.

Die Vorteile, die diese Werbewaffe Marketern bietet, liegen praktisch auf der Hand. So lässt sich Post Mailing, verglichen mit anderen Marketingmaßnahmen, bereits vergleichsweise günstig realisieren, was vor allen Dingen kleineren und mittleren Betrieben entgegen kommt.

Mit einem guten und griffigen Text, Kuverts und Briefmarken ist es in aller Regel bereits getan.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Flexibilität, die Ihnen Post Mailing bietet.

Im Gegensatz zur Anzeigenschaltung brauchen Sie keine Rücksicht auf vorgegebene Termine zu nehmen, sondern bestimmen ganz allein, wann Ihre Aktion startet.

Darüber hinaus obliegt auch die Entscheidung, wer Ihre Reklame zu sehen bekommt, ganz alleine Ihnen.

Zugegeben: Das alles kann eine Aussendung von Werbe-E-Mails auch, zumal das Budget hierbei noch einem deutlich geringer strapaziert wird. Außerdem ist der elektronische Versand noch zeitsparender und flexibler handhabbar.

Doch der klassische Werbebrief hat noch weitere Trümpfe auf Lager.

Gefühl der Wertigkeit

Im Gegensatz zur E-Mail bleibt Ihr Post Mailing nicht einmal schnell im Spamfilter hängen und verpufft.

Als Brief verschickt, landet Ihre Werbung selbst in Postkästen, auf denen der Aufkleber „Keine Werbung einwerfen“ prangt.

Dieser Vorteil kann sich bei manchem Kunden jedoch ins Gegenteil umkehren. Schließlich empfinden einige Menschen eine steigende Papierflut als eine Belästigung.

Daher sollte die Methode des Post Mailings niemals überstrapaziert werden. Nichtsdestotrotz wirkt ein klassischer Brief mit Frankierung und Unterschrift selbst im digitalen Zeitalter wertiger als eine E-Mail und wird daher meist auch eher ernst genommen.

Apropos Wertigkeit. Ihren Werbebrief wird jeder Adressat im Gegensatz zur E-Mail einmal in die Hand nehmen. Und nicht umsonst wissen gute Verkäufer, dass Menschen lieber Produkte kaufen, die sie auch anfassen können als solche, die sie lediglich ansehen dürfen.

Zu guter Letzt bedarf es beim Versenden und Empfangen von Post Mailings keines Internetanschlusses.

Ein Umstand, der gerade Firmen mit einer eher älteren Zielgruppe, die das World Wide Web gar nicht oder nur wenig nutzt, entgegen kommt.

Möglichkeit zur Kaltakquise

Auch in Sachen Kaltakquise ist das Post Mailing eine interessante Option, da es anders als Werbung per E-Mail auch an Privatpersonen gerichtet werden kann, zu denen bislang kein Kontakt besteht.

Aber Vorsicht: Das gilt nur, so lange die Adressen der Empfänger öffentlich zugänglich sind, da sie beispielsweise im Telefonbuch stehen. Ferner muss der Empfänger im Schreiben selbst darüber informiert werden, dass die Möglichkeit besteht, der Werbemaßnahme zu widersprechen.

Dazu möchte ich noch auf die geringen Streuverluste hinweisen, die Post Mailing mit sich bringt. Hier können Sie bei der Auswahl der Adressaten den passgenauen Zuschnitt vornehmen, den Sie für Ihre Kampagne möchten. Überflüssige Portokosten entfallen.

Tipps für Ihren Werbebrief

Wie Sie sehen, bietet der klassische Werbebrief auch heute noch viele Vorteile, die einen festen Platz im Marketing Mix rechtfertigen.

Durch das Beachten einiger Grundregeln, lässt sich die Durchschlagskraft Ihres Post Mailings weiter erhöhen. Da Ihr Post Mailing ja nur Personen Ihrer Zielgruppe erreicht, sollten Sie deren Wünsche und Bedürfnisse genau kennen, um mit Ihrer Ansprache exakt ins Schwarze zu treffen.

Nichts ist ärgerlicher als ein Text, der die eigene Zielgruppe nicht erreicht.

Eine gründliche Analyse im Vorfeld schafft Sicherheit.

Welchen Vorteil bringt Ihr Angebot?

Versäumen Sie es darüber hinaus nicht, die Vorteile Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung in den Fokus Ihres Post Mailings zu rücken. Die Leser wollen schließlich wissen, warum sie bei Ihnen kaufen sollen.

So ist es zielführender für warme Hände im Winter zu werben, anstatt einfach nur die dicken Wollhandschuhe anzupreisen.

Achten Sie dabei vor allem darauf, die Emotionen Ihrer Kunden zu berühren. Bringen Sie Erfahrung, welches Lebensmotiv die potenziellen Käufer antreibt.

Ein Familienvater, der nach Sicherheit strebt, wird ein anderes Auto in Erwägung ziehen als der gut verdienende sportlich dynamische Junggeselle auf Brautschau.

Keine Fragen offen lassen

Im Idealfall schaffen Sie es, einen Werbebrief zu formulieren, der alle wichtigen Fragen bereits beantworten kann. Schließlich führt zu große Unsicherheit nur zu einer ablehnenden Haltung, die Sie in jedem Fall vermeiden möchten.

Versetzen Sie sich also in die Situation des Lesers um herauszufinden, was dieser von Ihnen wissen möchte. Das reicht von „wer schreibt mir diesen Brief“ über „mit welchen Lieferzeiten muss ich rechnen“ bis zu „ist das Produkt überhaupt mit meinem Image kompatibel“.

Widerstehen Sie dabei der Versuchung, zu hochgestochen zu formulieren.

Als Faustregel gilt: Bei Privathaushalten sollte das Schreiben problemlos von einem Zwölfjähren verstanden werden. Handelt es sich mehrheitlich um Akademikerhaushalte, kann das Sprachniveau eines Teenagers angesetzt werden.

Werbebriefe an eine ausgewählte Berufsgruppe setzen im Regelfall das Fachwissen von Azubis oder frühen Studiensemestern voraus. Jetzt noch eine knackige Überschrift und Absätze zur Erleichterung der allgemeinen Lesbarkeit und schon kann es los gehen!

Fazit: Auch im digitalen Zeitalter hat Post Mailing lange noch nicht ausgedient.

Der Werbebrief bietet gerade kleineren und mittleren Betrieben sowie Freelancern einfach zu viele Vorteile, um ignoriert werden zu können. Attraktiv sind vor allem die geringen Kosten und die Möglichkeit des passgenauen Zuschnitts auf die eigene Zielgruppe.

Darüber hinaus landet er im Gegensatz zur elektronischen Post nicht versehentlich im Spam und verfügt im Vergleich zu seinem elektronischen Pendant auch insgesamt gesehen über das wertigere Erscheinungsbild.

Vanessa Lehmkuhl

Von Vanessa Lehmkuhl

Seit 2008 ist die Marketing- und Kommunikationswirtin im B2B-Vertrieb eines regionalen Medienunternehmens gegenüber Werbetreibenden beratend tätig.

Von | 2017-07-20T12:25:27+00:00 23. November 2015|Werbung|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Thomas Schuster 17. Dezember 2015 um 12:20 Uhr- Antworten

    Prima Beitrag. Wir haben dieses Jahr auch festgestellt, das gute alte per Post Mailing hat noch lange nicht ausgedient. Haben gerade auf b2b Ebene ein vierstufiges Mail für einen Kunden in der Pipeline.

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