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Werbemedien im Vergleich: Out-of-Home

Veröffentlicht am 09.02.2015 in Werbung & Werben im Pott

werbemedienWelches Werbemittel eignet sich für Ihr Produkt und Ihre Kampagnen am besten, um promotet zu werden?

Die Bandbreite an möglichen Werbemedien ist groß, daher hilft es immer wieder, sich einen Überblick über die einzelnen Vor- und Nachteile beziehungsweise über die passenden Werbemöglichkeiten für Ihr ganz spezielles Produkt zu verschaffen.

In dieser Blogpost-Serie habe ich Ihnen bereits Werbestärken und -schwächen von TV, Tageszeitungen sowie Zeitschriften vorgestellt.

Dieser Teil soll Out-of-Home – also Werbung, die im öffentlichen Raum präsentiert wird – und seine individuellen Eigenheiten näher beleuchten.

Variantenreiches Werbemittel

Out-of-Home-Werbung ist äußerst vielseitig. Dazu gehören unter anderem:

  • Nasenschilder (Werbeschild, das rechtwinklig aus einer Hauswand herausragt)
  • Litfaß-Säulen
  • Großflächenplakate
  • City-Light-Postern (hinterleuchtete Vitrinenwerbung)
  • Inflatables (aufblasbare Werbeträger)
  • Sandwich-Man (menschliche Werbeträger, an deren ein Plakat/Pfeil/etc. befestigt ist)
  • mobile Flächen auf Verkehrsmitteln

Die Out-of-Home-Werbung lässt sich also in viele Varianten unterteilen, zu denen sich durch die Digitalisierung und den damit einhergehenden LED-Plakaten nun noch neue Werbemöglichkeiten hinzugesellen. Out of Home wird in den einzelnen Ländern zudem auf unterschiedliche Weise realisiert.

Kennen Sie beispielsweise die Strohballen-Werbung in Österreich? Hier sind Plakate auf Strohballen, die sich vorzugsweise an hochfrequentierten Straßen befinden, angebracht.

Integration in den Alltag

Out-of-Home-Werbung ist recht passgenau in unseren Alltag eingebettet. Das führt dazu, dass der Konsument diese nicht so sehr als störenden Faktor wahrnimmt, wie es beispielsweise bei der Fernsehwerbung der Fall ist.

Wir sehen die Out-of-Home-Werbung in Alltagssituationen und nehmen sie auf. Besonders intensiv geschieht dies während Wartezeiten wie an Bushaltestellen oder am U-Bahn-Gleis.

Die Einbettung in den ganz normalen Alltag hat auch den gewünschten Effekt, dass Out-of-Home sehr viele Menschen erreicht. Man kann also relativ schnell eine hohe Reichweite aufbauen - vor allem in urbanen Gebieten.

In den Bann ziehen

Zudem ermöglichen Plakat, City-Light-Poster oder sonstige Out-of-Home-Werbeflächen eine gute regionale bzw. lokale Aussteuerung.

Und dies bei niedrigen Kontaktkosten, da es viele Wiederholungskontakte mit ein und derselben Werbefläche gibt.

Die Out-of-Home-Werbung kann – wenn sie gut gemacht ist – die Blicke der Konsumenten quasi magisch anziehen. Sicher haben auch Sie schon von diversen Unfällen gehört, die auf das Konto des einen oder anderen Dessous-Models in Plakatgröße gehen, nicht wahr…?

Kreativität bei der Gestaltung und originelle Aktionen sind hier natürlich ein Muss: Werbemacher arbeiten auch im Out-of-Home-Bereich mittlerweile mit 3D-Effekten oder fordern die Konsumenten zur interaktiven Teilnahme mit ihren Smartphones auf.

Ein guter Teil der Out-of-Home-Werbung wird mittlerweile auf digitalen Außenstellen realisiert. Wie wunderbar digitale Out-of-Home-Werbung funktionieren kann, kann man beispielsweise regelmäßig am Picadilly Circus in London sehen. Schauen Sie sich die beiden folgenden Beispiele von British Airways (#lookup) und McDonalds („Little Picadilly“) an:

 

  

 

Keine bewusste Wahrnehmung

Die Tatsache, dass Out-of-Home als Begleitmedium tagtäglich im Leben vieler Menschen unterschiedlicher Zielgruppen auftritt, ist zeitgleich Stärke als auch Schwäche dieses Werbeträgers: Out-of-Home ist alltäglich und massig vorhanden.

Das kann auch chaotisch und reizüberflutend auf den Konsumenten wirken (hoher Clutter in Großstädten/Stadtzentren).

Werbung dieser Art wird oft ncht mehr bewusst wahrgenommen. Die Folge ist, dass Konsumenten viele Werbeflächen und ihre Botschaften schlichtweg übersehen.

Akzeptanz von Out-of-Home?

Ebenso kann die Out-of-Home-Werbung gerade auch durch die – überspitzt gesagt – Penetranz zu wenig Akzeptanz seitens der Konsumenten führen. Außerdem besteht keine aktive Nachfrage der Inhalte wie es beispielsweise beim Fernsehen oder Radio der Fall ist. Hier entscheidet sich der potenzielle Konsument bewusst für die Nutzung des Mediums (und den damit einhergehenden Werbeschaltungen) durch das Einschalten von eben diesem.

Auch für die Übermittlung von komplexen Botschaften ist Out-of-Home eher ungeeignet.

Weitere Nachteile der Out-of-Home-Werbung sind die nur begrenzten Möglichkeiten der Zielgruppensteuerung trotz Mikromarketing, die sehr hohen Kosten für nationale Kampagnen und die schwächere Präsenz der Werbeschaltungen in ländlichen Gebieten.

Kreativität ist gefragt

Werbung im öffentlichen Bereich ist nach wie vor ein guter Weg, um auf sich aufmerksam zu machen.

Wichtig dabei ist aber, dass man aus dem Clutter an Out-of-Home-Werbung mit seiner Kampagne auch heraussticht. Andernfalls ist es bei diesem Medium schneller möglich als bei anderen, dass der Konsument einen glatt übersieht.

Der gute und kreative Einsatz von neuen digitalen Möglichkeiten, die Interaktionsformen mit den (potentiellen) Kunden antreiben oder Bezug auf tagesaktuelle Themen, den Alltag oder die geographischen Lage nehmen, können dagegen für sehr hohe Aufmerksamkeit sorgen.

Haben Sie ein starkes Kreativteam an Ihrer Seite und ein ausreichend hohes Budget, kann Out-of-Home ein sehr gutes Werbemittel sein, um Ihr Produkt erfolgreich verkaufen zu können.

Werbemedien im Vergleich

verwendete Bilder: © tayyab886 - Fotolia.com

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