Marketing im Pott – der Marketing-Blog für das Ruhrgebiet

Welche Arten von Radiospots gibt es?

Veröffentlicht am 20.04.2015 in Werbung

arten-von-radiospotsEs begleitet uns jeden Tag über mehrere Stunden hinweg: Das Radio. 57 Millionen Deutsche (78 Prozent) nutzen es täglich - und zwar im Mittel etwa 4 Stunden lang.

Das so genannte Parallel-Medium ist für uns alle so selbstverständlich und doch trauen sich viele Marketingentscheider nicht so richtig an die Radiowerbung ran.

Das liegt zu einem großen Teil daran, dass trotz der "Alltäglichkeit" eine recht große Unsicherheit darüber besteht, wie Werbung im Hörfunk eigentlich aussehen kann.

In diesem Blogpost gebe ich einen Überblick über die verschiedenen Arten von Radiospots und zeige auf, was Sie als Marketer von den einzelnen Formen für Ihr eigenes Werbevorhaben erwarten können.

Der klassische Werbespot

Er ist der gängigste seiner Art: Der klassische Werbespot ist 20 bis 30 Sekunden lang und wird im Werbeblock zusammen mit anderen Radiospots gesendet.

Der Tandem-Spot

Der Tandem-Spot setzt sich aus zwei zueinander gehörenden Teilen zusammen, die durch ein anderes Element (ein Werbespot für ein fremdes Produkt) voneinander getrennt sind.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten einen Tandem-Spot zu gestalten:

  1. Kurzer Teaser mit anschließendem Hauptspot
  2. Hauptspot mit anschließendem Reminder

Der Teaser schneidet die Botschaft des Spots kurz und knapp an (und bereitet damit den Rezipienten schon mal vor bzw. schärft bzw. die Aufmerksamkeit für das Thema). Der folgende Hauptspot fällt dadurch auf besonders "fruchtbaren Boden".

Die zweite Möglichkeit arbeitet sozusagen "verkehrt herum": Zuerst wird der Hauptspot gesendet und der darauffolgende Reminder beinhaltet ein so genanntes "zweites Branding". Das heißt, er wiederholt die Botschaft des Hauptspots noch einmal.

Dadurch wird Aussage des Spots in der Wahrnehmung des Rezipienten verfestigt.

Der Doppel-Spot

Der Doppel-Spot ähnelt dem Tandem-Spot. Auch hier gibt es zwei Teile innerhalb eines Werbeblocks, die durch einen anderen Radiospot voneinander getrennt sind.

Allerdings sind diese beiden Teile - anders als beim Tandem-Spot - identisch. Der Werbetreibende macht sich damit die Tatsache zunutze, dass das menschliche Gehirn Dinge besser aufnimmt, wenn sie wiederholt werden.

Der Allonge-Spot

Auch ein Allonge-Spot besteht aus zwei Teilen - allerdings sind diese nicht durch einen anderen Spot getrennt wie das beim Doppel- oder Tandem-Spot der Fall ist. Hier steht ein gleichbleibender Basisspot im Vordergrund, dem sich unmittelbar eine Allonge (Anhang mit wechselnden aktuellen Informationen) anschließt.

Durch die Allonge bietet sich für den Werbetreibenden also die Möglichkeit, viele zusätzliche Informationen unterzubringen, die im Hauptspot keinen Platz finden.

Der Kurz- oder Mini-Spot

Wie der Name schon sagt, zeichnet sich dieser Spot durch seine Kürze aus. Er hat lediglich eine Länge von 5 bis 10 Sekunden.

"In der Kürze liegt die Würze". Das gilt in punkto Radiowerbung nicht unbedingt - außer es sind richtige Profis am Werk. Denn es ist nicht leicht, hier tatsächlich die gewollte Botschaft an den Kunden unterzubringen.

Der Single-Spot

Merkmal des Single-Spots ist, dass er nicht als Teil des Werbeblocks gesendet wird, sondern isoliert im laufenden Programm. Diese Platzierung garantiert ihm eine dementsprechende Wirkung auf den Rezipienten, da er nicht Gefahr läuft, im Meer der anderen Spots "unterzugehen".

Er genießt noch einen weiteren Vorteil: Dadurch, dass er im laufenden Programm gesendet wird, identifizierten ihn die Hörer sehr stark mit dem Sender. Dieses Phänomen nennt man "Image-Transfer".

Der Live-Reader

Ein Live-Reader wird von einem Mitglied der Redaktion (z.B. dem Moderator) vorgelesen. Was hat das für Vorteile?

Zum einen geht es auch hier wieder um Image-Transfer. Radiomoderatoren sind in der überwältigenden Mehrheit starke Sympathieträger. Wird die Werbebotschaft von diesem verlesen, übertragen sich Teile von dessen positivem Image automatisch auf das beworbene Produkt.

Zum anderen hebt sich der Live-Reader stark von den anderen Radiospots ab und generiert auf diese Weise eine erhöhte Aufmerksamkeit.

Wichtig ist allerdings, dass hierbei die gesetzlichen Regelungen zur Trennung von Werbung und Programm berücksichtigt werden.

Der Content-Spot

Beim Content-Spot handelt es sich um einen zweiteiligen Spot innerhalb eines Werbeblocks, dessen beiden Teile durch einen redaktionellen Einschub (Content) voneinander getrennt sind.

Auch dies generiert durch die Bereitstellung von Inhalten, die vorrangig nichts mit Werbung zu tun haben, ein Plus an Aufmerksamkeit.

Der Cover-Spot

Auch der Cover-Spot ist ein zweiteiliger Spot, der innerhalb eines Werbeblocks gesendet wird. Allerdings ist er nicht wie beispielsweise der Tandem-Spot durch einen anderen Spot gesplittet, sondern legt seine beiden Bestandteile unmittelbar an den Anfang und das Ende des Werbeblocks.

Damit bildet dieser Spot also direkt den Übergang zum redaktionellen Programm.

Von vielen Fachleuten wird der Cover-Spot als besonders erfolgversprechend angesehen. Der Grund: Die Aufnahmefähigkeit des Hörers ist direkt nach und vor den redaktionellen Anteilen - (vor allem vor /nach den Nachrichten) besonders hoch.

Zudem hören unmittelbar zu diesem Zeitpunkt besonders viele Menschen Radio, die Reichweite ist zu diesem Zeitpunkt also besonders hoch.

Fazit: Vielseitigkeit

Die genauere Beschäftigung mit dem Thema Funkspots zeigt eines: Radiowerbung kann sehr vielseitig sein. Haben Sie gedacht, dass es so viele verschiedene Wege gibt, Radiowerbung umzusetzen?

Welche Gedanken haben Sie zu den einzelnen Formen der Radiowerbung? Ich würde mich freuen, in den Kommentaren von Ihnen zu lesen!

Das kleine 1x1 der Radiowerbung - Jetzt kostenloses Whitepaper downloaden 

verwendete Bilder: © Dmitry Koksharov - Fotolia.com

  Das kleine 1x1 der Radiowerbung - Jetzt kostenloses Whitepaper downloaden
  • Kommentare zu diesem Artikel öffnen