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Webinare im Trend: 3 Gründe für Online-Weiterbildung

Veröffentlicht am 12.07.2017 in Digital & Management

Webinare werden als digitales Angebot immer beliebter. Trotzdem schrecken gerade Erstnutzer vor Google Meet, Adobe Connect und Go2Webinar zurück. Zu Unrecht! Foto: Marketing im Pott/Pixabay

Es ist wie beim ewigen Wettbewerb Vinylplatte gegen MP3: Die einen schwören auf die Qualität des Originals, die anderen genießen die Vorteile der digitalen Entwicklung. Webinare, gewissermaßen die digitale Entwicklung des klassischen Seminars, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Trotzdem schrecken gerade erstmalige Nutzer vor Begriffen wie Google Meet, Adobe Connect und Go2Webinar zurück.

Das E-Learning für sich entdecken

Knapp zwei Drittel der deutschen Firmen kombinieren laut Kölnischer Rundschau inzwischen klassische Präsenz-Seminare mit digitalen Lerntechnologien. Als wichtigste Voraussetzung wird dazu „eine gewisse Offenheit“ genannt. Keine Frage: E-Learning stellt neue Anforderungen an die Teilnehmer. Gesprächspartner und Referenten sind nicht direkt greifbar und Emotionen, Mimik und Gestik lassen sich nur eingeschränkt transportieren. Man muss sich auf etwas Neues einlassen, es ausprobieren und für sich entdecken.

Dabei laufen Webinare in der Regel ganz unkompliziert ab: Der Referent zeigt sich über eine Webcam und vermittelt das Thema. Auch Präsentationen lassen sich auf die Bildschirmfläche einblenden – quasi als virtuelles Whiteboard. Von Vorteil ist das besonders, wenn die Bedienung einer neuen Software erklärt wird. Ergänzend dazu kann der Referent die Audiofunktion aktivieren, sodass alle Teilnehmer über Telefon oder Headset Fragen stellen können. Alternativ werden Fragen einfach in ein Chatfenster eingetippt. Ist die Veranstaltung beendet, lässt sich eine Kopie der Unterlagen oder sogar ein kompletter Mitschnitt herunterladen.

Drei Gründe fürs Web

Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile von Webinaren. Vielleicht auch, weil man mich der Generation Y zuordnet, die von Grund auf als online-affin eingestuft wird. In Zeiten von Diversity Management bestehen Unternehmen aus immer mehr Standorten. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass es zeitlich einfacher zu managen ist, kurz ein Online-Meeting oder Webinar anzusetzen, als ein komplettes Seminar zu organisieren. Besonders diese drei Gründe sprechen für Webinare:

  1. Passende Ausstattung steht schon auf dem Schreibtisch
    Die Mittel zum Teilnehmen an Webinaren sind ohnehin in jeder Standard-Büroausstattung vorhanden. Benötigt wird nur ein einfacher Computer mit Internetzugang – sogar zusätzliche Software ist meist nicht nötig, da die Teilnahme überwiegend im Browser abgewickelt wird. Nach der Anmeldung am Webinar bekommen Sie in der Regel persönliche Zugangsdaten, mit denen Sie sich zum festgelegten Termin einfach einloggen – genau so einfach wie bei Ihrem E-Mail-Postfach.

  2. Entspannt Zeit gewinnen
    Webinare können effizienter sein als klassische Seminare. Allein die Anfahrt plus eine eventuelle Parkplatzsuche kosten nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Das alles entfällt beim Webinar: Egal, ob Sie direkt aus dem vertrauten Büro oder vom Home-Office aus teilnehmen – Staus, Wege und Stressfaktoren sind erheblich geringer. Sie gehen entspannt und konzentriert in die Weiterbildung und können die gewonnene Zeit nutzen, um für sich selbst markante Punkte nachzubereiten.

  3. Attraktive Bepreisung bei vielen Angeboten
    Effizient sind Webinare besonders, wenn man ein Augenmerk auf das Preis-Leistungsverhältnis legt. Aus Sicht des Veranstalters entfallen Kosten für die Buchung der Räumlichkeiten, Mittagsmenüs und Ausdrucke. Die Zahl der Teilnehmer ist theoretisch unbegrenzt. Diese Ersparnis spiegelt sich oft im Angebotspreis wider – wobei der Inhalt der Schulung im Wesentlichen identisch bleibt.

Die passende Ausstattung für die Teilnahme am Webinar steht bereits auf dem Schreibtisch: Mehr als einen Computer mit Internetzugang braucht es nicht. Foto: Marketing im Pott/Pixabay

Die zeitliche Einteilung ist ebenfalls ein entscheidender Faktor. Während Seminare meist ganztägig, zumindest aber mehrere Stunden andauern, ist die Handhabe bei der digitalen Version deutlich komfortabler: Online-Meetings sind in der Regel nicht länger als 90 Minuten, weil sie dann unproduktiv werden. Dementsprechend gliedert man ein Thema und bietet es in zwei oder mehreren Teilen à 60 Minuten an. Das verspricht deutlich mehr Aufmerksamkeit und somit mehr Effizienz.

Fazit: Das Thema bestimmt, wie es transportiert werden sollte

Und am Ende stellt sich keine „Entweder-oder“-Frage. Die Wahl fällt auf die Variante, die zur Situation am besten passt. Genau wie MP3 fürs Musikhören unterwegs einfach praktischer ist als die analoge Schallplatte, können digitale Webinare mit Vorteilen gegenüber Seminaren punkten. Zu bestimmten Themen, bei denen es beispielsweise stark auf Emotionen ankommt, sind ortsgebundene Seminare besser geeignet. Fest steht: Jeder sollte für sich selbst testen, inwiefern ihm die digitale Entwicklung als Vorteil behilflich sein kann.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Webinaren gemacht? Lassen Sie es mich über die Kommentarfunktion wissen. Ein Tipp: Im Downloadbereich können Sie bereits abgeschlossene Webinare kostenlos ansehen.

verwendete Bilder: Pixabay/Marketing im Pott

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