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Was ist eigentlich Retargeting?

Veröffentlicht am 14.10.2014 in Werbung

Hat sich nicht jeder Internetnutzer schon mal gewundert, warum tags zuvor angesehene Produkte eines Onlineshops plötzlich immer wieder in Werbebannern auf dem Bildschirm auftauchen?

Anfangs fand ich diese Werbung etwas gespenstisch, weil sie natürlich bedeutet, dass jemand meinen Besuch im Shop zurückverfolgt hat. Inzwischen allerdings schätze ich diese Banner sogar. Schließlich sind sie so „nett“, mich an Produkte zu erinnern, für die ich mich zuvor interessiert habe.retargeting

Sie glauben gar nicht, wie oft ich aufgrund dieser Erinnerung via Onlinebanner auf das Angebot zurückgreife, weil meine Kaufabsicht mittlerweile gereift ist.

Als Inhaber eines Onlineshops können sie dieses sogenannte “Retargeting” (oft auch als “Remarketing” bezeichnet) nutzen, um Ihre Erstkontakte zu Käufern zu veredeln sowie Ihre Bestandskunden an sich zu erinnern.

Dabei ist es egal, ob Ihr ganzes Geschäftsmodell auf dem Onlinehandel basiert oder Sie den Onlineshop lediglich zusätzlich zu einem stationären Geschäft betreiben.

Wie funktioniert Retargeting?

Als Shop-Inhaber wissen Sie: Häufig stöbern potentielle Kunden in Ihrem Online-Sortiment, rufen Detailseiten zu bestimmten Waren auf und verlassen die Webseite dann wieder, ohne einen Kauf getätigt zu haben.

Um das Interesse solcher Besucher wieder einzufangen bzw. anzuregen, gibt es die geschilderten Erinnerungsbanner.

Dahinter steckt ein Verfolgungsverfahren, das Besucher eines Shops mit Cookies markiert. Mit gezielter Werbung auf später besuchten Seiten werden diese dann erneut auf die Produkte des zuvor angesehenen Shops aufmerksam macht.

Personifizierte Banner dank Cookies

Den Begriff “Cookies” haben viele von Ihnen sicher schon mal gehört.

Es handelt sich dabei natürlich nicht um Kekse, sondern um eine kleine Textdatei, die durch einen Webseitenbesuch erzeugt wird und der Webseite des Onlineshops ermöglicht, einen Internetnutzer mit seinem Browser nach dem ersten Besuch wiederzuerkennen.

Erkennt der Browser einen Internetnutzer wieder, werden diesem Nutzer personifizierte Onlinebanner angezeigt.

Störend oder clever gelöst?

Retargeting ist eine Methode, um die Präsenz und die Bekanntheit eines Händlers im Internet zu vergrößern sowie die Kundenbindung, die Anzahl der Kunden und somit auch den Umsatz zu steigern.

Allerdings empfiehlt es sich, die entsprechenden Werbebanner mit Bedacht einzusetzen und den Besucher nicht penetrant damit zu verfolgen, ansonsten können die gewünschten positiven Effekte ausbleiben oder sogar ins Negative umschlagen.

Besonders störend empfinde ich persönlich z. B. Pop-up-Banner, die sich über meine besuchte Webseite legen und meine Aktivitäten dort vorübergehend stilllegen.

Auch die Gestaltung des Banners ist wichtig für eine positive Kundenresonanz auf Retargeting-Kampagnen. Bei der Ausarbeitung dieser Details kann Ihnen eine Agentur helfen, die auf Onlinemarketing spezialisiert ist. Eine zuverlässige innovative Agentur kann ich Ihnen persönlich empfehlen: www.kreativbutze.de.

Kosten einer Retargeting-Kampagne

Retargeting ist eine internetbasierte Vertriebslösung mit angeschlossenem Provisionssystem.

Onlineshops zahlen dabei also Provisionen an Webseiten-Betreiber, die Kunden mittels gezielter Retargeting-Werbung zum Shop weiterleiten. Als Onlinehändler stellen Sie dabei die entsprechenden Werbemittel zur Verfügung, die der Vertriebspartner auf seinen Seiten verwendet.

Es existieren hierfür verschiedene Konditionsmodelle. Häufig erfolgt die Abrechnung nach der Methode „Cost per Click“, es wird also pro erfolgtem Klick auf das Werbemittel eine bestimmte Provisionssumme an den Webseitenbetreiber gezahlt.

Kaufabbrecher und Bestandskunden zurückholen

Im Vergleich zu generell höheren Kosten einer Neukundengewinnung ist Retargeting kostengünstiger und für geringere Werbebudgets geeignet.

Solche Kampagnen können zwar Ihre Aktivitäten zur Neukundengewinnung nicht ersetzen. Allerdings setzt Retargeting als ergänzende Maßnahme hohe Klickraten um und wandelt oftmals Zielgruppen in einen neuen Status um, z. B. vom Interessenten zum Kunden.

Retargeting ermöglicht es Ihnen, inaktive Bestandskunden sowie interessierte Neukunden, die ihren Kauf abgebrochen haben, erneut anzusprechen. Durch die Ansprache der richtigen Zielgruppe werden Streuverluste vermieden.

Retargeting ist daher auch für kleine und mittelständische Unternehmen ein erfolgsversprechendes Instrument. Zudem ist die Methode nahezu risikolos, da der Werbetreibende durch Provisionsmodelle wie Cost per Click erst zahlt, wenn der Interessent tatsächlich auf seine Seite zurückgekehrt ist.

Voraussetzungen für eine gute Kampagne

Voraussetzung für eine erfolgreiche Kampagne ist ein gewisser Traffic auf den Partnerseiten, die Ihre Onlinebanner ausspielen.

Des Weiteren funktionieren Retargeting-Kampagnen nicht kurzfristig, sondern benötigen einige Tage oder Wochen, um ein relevantes Volumen an Webseitenbesucher zu markieren, wiederzuerkennen und zu bewerben.

Wie wichtig ist Retargeting für Ihren Onlineshop?

Im Rahmen vom Onlinemarketing allgemein wird auch die Bedeutung von Retargeting weiter zunehmen, da die Verbreitung und Akzeptanz von E-Commerce stetig steigt.

Die Technologien und Methoden des Retargeting werden hinsichtlich dieser Entwicklung angepasst, weiterentwickelt und verbessert werden. Tatsache ist, dass Kunden sich vor einem Kauf oft in diversen Onlineshops über Produkte und Preise informieren und dies immer verstärkter per Smartphone in Situationen tun, in denen ein spontaner Abbruch ohne Kauf wahrscheinlich ist - beispielsweise beim Warten auf den Bus oder in einer kurzen Kaffeepause.

Angesichts der Vielfalt des online verfügbaren Warenangebots kann man sich manchmal schlichtweg nicht erinnern, bei welchem Anbieter man welches Produkt gesehen hat.

Diese Faktoren verdeutlichen, dass es sich für jeden Onlinehändler lohnt, Retargeting für sich zu testen.

Wie können Sie eine Retargeting-Kampagne buchen?

Professionelle Retargeting-Kampagnen werden z. B. von den beiden Marktmächten Google sowie Facebook angeboten.

Mehr Infos dazu finden Sie unter:


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verwendete Bilder: © Serghei Velusceac - Fotolia.com

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