Videomarketing: Wie unterstützt ein Image-Film Ihre Unternehmensziele?

Videomarketing: Wie unterstützt ein Image-Film Ihre Unternehmensziele?

Ein Foto der Linse einer Kamera.Für Unternehmen ist es heute nahezu verpflichtend, ihr Leistungsportfolio auch im Internet mittels einer professionell gestalteten Webpräsenz anzubieten.

Die Größe des Unternehmens spielt dabei keine Rolle. Sinnvoll kann es hier sein, durch einen prägnanten Image-Film die Aufmerksamkeit auf das Unternehmen zu lenken.

Lesen Sie hier, wie Sie mittels Videomarketing Ihre Ziele hervorheben und stärken können.

Die Website audiovisuell ergänzen

Kleine Unternehmen stehen in der Pflicht, durch ihre Webpräsenz Zielgruppen adäquat anzusprechen und ihre Stärken überzeugend darzustellen.

Für große, traditionelle Unternehmen spielen zusätzlich noch andere, nicht weniger wichtige Gründe eine Rolle, nämlich ihr Image zu stärken und ihre Position auf dem Markt hervorzuheben. Dies gelingt meist besser, wenn Kunden die Informationen häppchenweise präsentiert bekommen und nicht selbst aktiv danach suchen oder sie sich erarbeiten müssen.

Nicht nur bei Kreativ-Unternehmen und Start-ups ist es daher bereits seit längerer Zeit Usus, die eigene Website mit Bildern, grafischen Elementen und kleinen Image-Filmen zu gestalten. Dadurch wird die Rezeption einer Website audiovisuell ergänzt und ein Erlebnis – und der Event-Charakter ist dabei wichtiger, als man meint.

Der Imagefilm: Was zählt!

Image-Filme präsentieren das Unternehmen, seine Leistungen und Produkte, aber auch die Werte, für die das Unternehmen steht und nicht zuletzt auch die Personen, die es verkörpern. Sie dauern meist nicht länger als wenige Minuten, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer nicht zu früh wieder zu verlieren.

Oft sind sie musikalisch hinterlegt und von einem Sprecher mit einer ausdrucksstarken Stimme begleitet. Die Kombination von Inhalt und Bild, Ton und Musik, angereichert durch Farben und Effekte wie Zeitlupe oder Zeitraffer, zielt darauf ab, eine emotionale Bindung zum Zuschauer herzustellen.

Dass diese Filmsequenzen also nicht nur rein informativ sind, sondern vor allem zu Werbezwecken produziert werden, erklärt sich dabei von selbst.

5 Leitfragen

Es ist empfehlenswert, sich dabei über bestimmte Leitfragen im Klaren zu sein und verbindliche Vereinbarungen darüber zu treffen:

  1. Wen will ich mit dem Image-Film erreichen?
  2. Welche Inhalte will ich präsentieren?
  3. Wie möchte ich das Unternehmen nach außen präsentieren?
  4. Welche Werte will ich vermitteln?
  5. Welche Kernaussagen sind mir wichtig?

Diese konkreten Überlegungen bilden das stabile Fundament der Projektplanung.

Eines sollte dabei aber keinesfalls verloren gehen: Die Authentizität. Unechte, aufgesetzte Werbung, die vorgibt, etwas zu sein, das man nicht ist, wirkt lächerlich und im schlimmsten Fall imageschädigend.

Dies schließt nicht aus, etwas Neues auszuprobieren, anders zu sein, der Kreativität freien Lauf zu lassen und Aufmerksamkeit zu erregen. Bis zu einem gewissen Grad kann sogar ein kritischer Blick auf sich selbst förderlich sein und zur Verbreitung des Image-Films beitragen.

Preise und Kosten

Die Kosten für ein solches Videomarketing schwanken sehr, sind aber bei einer qualitativen Produktion entsprechend hoch anzusetzen.

Sollten Sie sich als Unternehmer dazu entscheiden, Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Ihr Leistungsportfolio in einem Image-Film zu porträtieren, muss dieses Marketinginstrument – ebenso wie jede klassische Marketingmaßnahme – gut kalkuliert werden.

„Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen weiteren bereithalten, um das bekannt zu machen.“ Henry Ford

Auch wenn Henry Ford, Begründer des gleichnamigen Automobilherstellers, von den Möglichkeiten des Videomarketing der Zukunft noch nichts ahnen konnte, wusste er bereits damals, dass es notwendig ist, Geld in effizientes Marketing zu investieren.

Für viele Unternehmen ist Videomarketing als innovative Form der Werbung noch eine unbekannte Größe und es fehlen verlässliche Kennzahlen und Erfahrungen.

Die Budgetierung für solche Projekte ist daher mit einigen unbekannten Variablen aufzustellen, was nicht selten dazu führt, dass die Kosten aus dem Ruder laufen und nahezu unkontrolliert in die Höhe schnellen. Doch warum tun sie das? Etwaige Zusatzkosten entstehen bei solchen Filmdrehs ziemlich unerwartet und müssen in jedem Fall gedeckt werden, um nicht das ganze Projekt zu gefährden.

Dies kann ein kurzfristiger Drehortwechsel sein, Requisitenschäden oder auch die GEMA-Gebühr für ein Lied, das im Hintergrund eingespielt wird.

Zu guter Letzt hängt die Kostenhöhe sehr stark davon ab, ob das Video inhouse gestemmt wird oder ob ein externes Unternehmen, die Produktion übernimmt.

Inhouse oder nicht?

Abgeben oder selber machen? Das ist eine der ersten Fragen, die Sie als Unternehmer klären müssen.

Haben Sie Mitarbeiter, die Erfahrung in Sachen Videodreh haben und auch die nötige Zeit mitbringen, um das Projekt durchzuführen? Besitzen Sie das nötige Equipment oder müsste das Handwerkszeug für die Filmproduktion ausgeliehen bzw. angeschafft werden? Kennen Sie sich in den rechtlichen Bestimmungen bezüglich Videomarketing ausreichend aus?

Je nachdem wie Sie diese Fragen beantworten, wird klar werden, ob eine Inhouse-Produktion möglich ist oder ob es sinnvoll ist, einen professionellen Dienstleister zu engagieren.

Bedenken Sie aber auf jeden Fall: Amateurhafte Filme gehen unter, ohne wahrgenommen zu werden (im schlimmsten Fall wirken sie aufgrund mangelnder Qualität image-schädigend). Darüber hinaus ist die Wahl des Sprechers oder der Sprecherin wichtig, denn die Stimme ist maßgeblich für die Identifikation und die Akzeptanz bei der Zielgruppe.

Auch über die Einbindung von Kundenstimmen in den Image-Film sollte nachgedacht werden.

Deutscher Webvideopreis 2014

Abschließend möchte ich Ihnen einen kleinen Image-Film mit auf den Weg geben, der sich nach Veröffentlichung im Netz rasend schnell verbreitete. Er kann als ein Lehrstück in Sachen Videomarketing verstanden werden, das die Kunst des Image-Films par excellence verkörpert und gleichzeitig mit einem ironischen Augenzwinkern ad absurdum führt: Obststandl Didi.

verwendete Bilder: © vkara – Fotolia.com

Vanessa Lehmkuhl

Von Vanessa Lehmkuhl

Seit 2008 ist die Marketing- und Kommunikationswirtin im B2B-Vertrieb eines regionalen Medienunternehmens gegenüber Werbetreibenden beratend tätig.

Von | 2017-05-14T12:22:17+00:00 10. Juli 2015|Marketing|0 Kommentare

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