Video Marketing für Unternehmen – Tipps aus der Praxis

Video Marketing für Unternehmen – Tipps aus der Praxis

Eine leere Regieklappe.

Bild: Onigiri – Fotolia.com

Video Marketing – ein Trend, dem Sie sich als Unternehmer zukünftig nicht mehr entziehen können, wenn Sie Ihre Zielgruppe nicht aus den Augen verlieren wollen.

In der letzten Woche war ich bereits Interviewpartnerin für Marketing im Pott zum Thema Video Marketing. Was Ihnen dieses Marketinginstrument bringt, lesen Sie hier.

In meinem heutigen Gastbeitrag möchte ich Ihnen näher bringen, wie Video Marketing funktioniert, was Sie als Unternehmer tun müssen, um Video Marketing umzusetzen, auf was Sie bei Videos achten müssen und wie eine Videoproduktion überhaupt abläuft.

YouTube revolutionierte den Videomarkt

Bis vor einigen Jahren wurden Videos von Unternehmen hauptsächlich für die hauseigene Image-DVD zum Versand an Kunden oder bei ausreichendem Budget für TV-Werbung oder für die Kinoleinwand produziert. Diese Form des audiovisuellen Marketings wurde durch die  Einführung des Videointernetportals YouTube und den damit verbunden Werbemöglichkeiten revolutioniert. Der Grund: Fast jeder Internetnutzer schaut seine Videos heutzutage online und möchte interessante oder witzige Bewegtbildinhalte mit seinen Freunden und Bekannten in den sozialen Netzwerken teilen.

Auch für Marketingstrategien gewinnt diese Entwicklung zunehmend an Bedeutung, da das Internet den Unternehmen nicht nur eine kostengünstigere und vor allem effektivere Plattform bietet, um seine Videoinhalte zu verbreiten, sondern auch, im Gegensatz zur TV- und Kinowerbung, die Streuverluste minimiert und eine zielgruppenorientiertere Platzierung ermöglicht.

Video Marketing wird Ihrer Zielgruppe gerecht

Trotz dieser Möglichkeiten trauen sich viele Unternehmen noch nicht zu, Video Marketing für ihre Zwecke zu nutzen. Dabei müssen sie sich nur über das Verhalten ihrer Zielgruppe bewusst werden und die Trendentwicklung im Bereich Bewegtbild erkennen. Ihnen muss bewusst werden, dass Ihre Zielgruppe sich weiterentwickelt. Die Zielgruppe fordert Unternehmen, die mit der Zeit gehen und sich modern präsentieren. Der Konsument „fordert“ audiovisuelle Darstellungen zur schnelleren Verarbeitung.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“

Hat das Unternehmen sich mit der Trendentwicklung auseinandergesetzt, ist der erste Schritt in die richtige Richtung getan.

Bevor ein Unternehmen sich nun mit der Produktion eines Videos beschäftigt, sollten zuvor die zu erreichenden Ziele definiert werden:

  • Soll das Video der Imageförderung dienen?
  • Soll der Bekanntheitsgrad gesteigert werden?
  • Soll das produzierte Video ein Produkt oder eine Dienstleistung bewerben?

Ist das Ziel festgelegt, folgt als nächster Schritt die Wahl der Gestaltungsart des Videos. Hier gilt es alle projektspezifischen Belange mit der entsprechenden filmischen Professionalität in Einklang zu bringen. Durch Bewegtbildinhalte werden dem Zuschauer viele Informationen schnell und in kurzer Zeit vermittelt. Beim Abrufen dieser Informationen möchte der Zuschauer zusätzlich auf emotionaler Art und Weise unterhalten werden.

„Emotionen zeigen!“

Wer kennt sie nicht, die Videos „Supergeil“ von Edeka, den aktuellen VW-Spot der Volkswagen Club & Lounge Sondermodelle oder NIVEAS „Danke Mama“-Spot. All diese Spots transportieren Emotionen an uns heran und tragen zu unserer Unterhaltung bei. Der Zuschauer erwartet nicht gleich, dass Sie für Ihr nächstes Video Robbie Williams engagieren, jedoch möchte er in der Zeit, in der er Ihnen seine Aufmerksamkeit schenkt, auf ganzer Linie unterhalten werden.

Das Unternehmen sollte daher auf Emotionen setzen. Dies kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen. Lustig, provokant, mutig oder schockierend. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, so lange diese mit den zu erreichenden Zielen zu vereinbaren ist.

Lustige Videos sind meist kurz und dienen vorrangig der Unterhaltung des Zuschauers. Hat man ein erklärungsbedürftiges Produkt oder möchte einen komplexen Ablauf visualisieren, kann man dies durch eine geschickte Mischung aus Informationen und unterhaltenden, emotionalen Inhalten transportieren, sodass der Zuschauer sich dabei nicht langweilt. Die optimale Länge eines Videos lässt sich übrigens nicht pauschalisieren, da diese letztendlich immer von den Inhalten abhängt.

„In der Kürze liegt die Würze!“

Kann beispielsweise ein komplexer Ablauf in weniger als 90 Sekunden erklärt werden, muss nicht gleich ein 10-Minuten-Video daraus gemacht werden. Im Idealfall sollte der Zuschauer in den ersten fünf Sekunden davon überzeugt werden dran zu bleiben und das Video bis zum Ende sehen zu wollen. Schlussendlich hängt die Qualität nicht von der Dauer des Videos ab, sondern viel mehr davon ob das Endprodukt in sich stimmig ist.

Zu guter Letzt sollte das Unternehmen darauf achten, dass es in seinen Videos Authentizität und Vertrauen an den Zuschauer transportiert. Nur so wird dieser überzeugt und die Kundenbindung gefördert.

Alle vorgenannten Punkte können in Eigenregie vom Unternehmen selbst erarbeitet werden. Sind die zu erreichenden Ziele definiert, kann sich das Unternehmen der Videoproduktion widmen. Theoretisch könnte es das Video auch selbst erstellen, oder?

Für eine Videoproduktion empfiehlt sich eine fachliche Unterstützung

In der Praxis würden die meisten dabei jedoch schnell an Ihre fachlichen Grenzen stoßen. Die Qualität des Videos misst sich nicht ausschließlich am Equipment was benutzt wird, sondern hauptsächlich an der Umsetzung der Ziele und Konzepte. Aus diesem Grund sollte hierbei unbedingt auf professionelle Unterstützung gesetzt werden.

Beim Video Marketing unterteilt sich die Videoproduktion in fünf Phasen:

  • Konzeptfindung
  • Vorproduktion
  • Produktion
  • Postproduktion
  • Distribution

Die Konzeptfindung befasst sich mit Themen wie der Ideenfindung und der Drehbuchplanung. Dabei sollte stets darauf geachtet werden, ob das passende Format auch zu dem jeweiligen Vorhaben passt. Soll es beispielsweise eine Animation oder ein Real-Dreh werden? Die Videoagentur/-produktion kann dem Unternehmen direkt mitteilen, ob die Anforderungen, die es an das Video stellt auch realistisch in der Umsetzung sind.

Steht das Konzept fest, widmet man sich der Vorproduktion. Hierbei wird alles rund um den Dreh organisiert, der Drehplan erstellt, die Darsteller gecastet und die Location ausgesucht. Dann geht es los:

„Ton an, Kamera läuft und Action!“

Im Anschluss an die Dreharbeiten wird in der Postproduktion das Medium durch Schnitt und Ton fertiggestellt. Nun wird es Zeit das finalisierte Video dem Publikum vorzustellen.

Die Videodistribution kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Sollte das Video auf die unternehmenseigene Homepage eingebunden werden, würde dies das Google-Ranking um ein Vielfaches verbessern. Positiver Nebeneffekt: Der Traffic und die Verweildauer auf der Homepage erhöhen sich.

Der fertige Film kann aber auch auf dem eigenen YouTube Kanal oder auf Facebook veröffentlicht und dort zielgruppenorientiert verbreitet werden. Um die Aufmerksamkeit auf das Video und das Unternehmen zu fördern, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Welche Maßnahme die richtige ist, hängt ganz von den zu erreichenden Zielen und Videoinhalten ab und sollte daher ebenfalls in enger Absprache mit Ihrer Videoagentur erfolgen.

Mein Tipp: Video Marketing bietet Unternehmen eine zielgruppenorientierte Möglichkeit ihre Leistungen und Produkte auf moderne, emotionale und authentische Art und Weise zu präsentieren. Im Vergleich zu klassischen Marketingmaßnahmen bietet Video Marketing außerdem eine kostengünstige Alternative. Videos entwickeln sich immer mehr zu DEM führenden Marketing Instrument, an dem in Zukunft kein Weg vorbeiführt.

Haben Sie auch schon Erfahrungen im Bereich Video Marketing sammeln können? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

 

Alina Geilke

Von Alina Geilke

Alina Geilke ist Marketingleitung bei der Video-/Werbeagentur überRot GmbH.

Von | 2017-08-09T16:15:00+00:00 7. Juli 2015|Marketing|0 Kommentare

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