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Toiletten-Marketing: Werbung an besonderen Orten

  • View Larger Image Werbung an ungewöhnlichen Orten oder Plätzen fällt besonders auf. Foto/Montage: Marketing im Pott

    Werbung an ungewöhnlichen Orten oder Plätzen fällt besonders auf. Foto/Montage: Marketing im Pott

Haben Sie schon mal Ihre Werbung auf dem Klo aufgehängt? Zugegeben, den Begriff Toiletten-Marketing hat mein Kollege einfach mal so flapsig in den Raum geworfen. In der Fachliteratur werden Sie dazu keine passenden Werke finden. Das was wir darunter für uns definiert haben jedoch schon. Die meisten Beispiele, die ich Ihnen heute vorstellen möchte, würden vermutlich ordnungsgemäß unter die Fachbegriffe Guerilla-Marketing oder Out-of-Home fallen.

Werbung an ungewöhnlichen Orten oder Plätzen fällt besonders auf. Sie erzeugt eine hohe Aufmerksamkeit oder ist manchmal durch ihre Anbringung kaum zu übersehen. Meist tritt bei den Betrachtern ein gewisser Überraschungseffekt auf, eben weil man Werbung an diesen Orten nicht unbedingt erwartet hat.

Toiletten-Marketing im Ursprung

Wie kamen wir auf diese Bezeichnung? Ganz einfach: Wir sprachen über die Werbung auf den Toiletten von Raststätten oder Restaurants. Dort hängen in den Frauentoiletten eigentlich immer Werbeplakate an der Innenseite der Kabinentür. Bei den Männern findet man diese auf Kopfhöhe über dem Pissoir. Man fühlt sich also schon fast genötigt, die Werbebotschaft auf dem stillen Örtchen zu beachten.

In diesem Spiegel steckt mehr als das Spiegelbild. Foto: Privat

In diesem Spiegel steckt mehr als das Spiegelbild. Foto: Privat

Ein ähnliches Phänomen ist mir in Venlo begegnet. Dort war in den Spiegel auf der Damentoilette ein Bildschirm integriert, der mir Werbung angezeigt hat.

Abschließend kann noch das Firmenlogo inklusive Kontaktdaten auf die Papiertücher gedruckt werden. Wobei hier die Gefahr besteht, dass das Tuch erst nass wird, bevor das Logo wahrgenommen wird…

Aber auch mobil kann das Thema Toiletten-Marketing im wahrsten Sinne des Wortes genutzt werden. Beim Wort „mobil“ darf man jetzt nur nicht an die eigene Smartphone-Nutzung denken, sondern an die mobile Toilette. Die kann man für Volksfeste oder andere große Veranstaltungen mieten – und mit Werbung verschönern.

Bei solchen Events sind die Warteschlagen vor den Dixi-Klos lang. Es bleibt also genügend Zeit, um einen ausgiebigen Blick auf die Werbefläche zu werfen. Beispiele dafür finden sich hier.

Werbung in unserem Alltag

Werbung kann uns auch an anderen eher ungewöhnlichen Orten erreichen. Ein weiteres Beispiel ist Werbung auf Zapfpistolen an Tankstellen. Die Werbefläche ist zwar nicht sehr groß, doch die Aufmerksamkeit des Tankstellen-Kunden ist einem sicher. Allerdings gilt hier: Überlegen Sie sich genau, wie Sie die kleine Fläche optimal nutzen, um einen möglichst großen Effekt zu erzielen.

Anreize für den Radiosender tanken: An diesem Zapfhahn bewirbt Radio Emscher Lippe seine Morgensendung. Foto: Westfunk GmbH & Co. KG.

Anreize für den Radiosender tanken: An diesem Zapfhahn bewirbt Radio Emscher Lippe seine Morgensendung. Foto: Westfunk

Nachdem das Auto wieder voll betankt ist, fahre ich gemäß meiner guten Vorsätze ins Fitnessstudio. Auch hier begegnet mir wieder Werbung. Die „Spindwerbung“ begegnet einem nicht nur im Fitnessstudio. Auch in Schwimmbädern oder der Wellness-Oase werden die Innenseiten der Spindtüren oft mit Werbeplakaten beklebt.

Auch am Abend in der Stammkneipe sehen wir immer wieder Werbung. Besonders beliebt bei meinen Freundinnen sind die Gratispostkarten. Oft versehen mit einem lustigen Spruch oder Motiv. Am Ende aber trotzdem Werbung – so wird sie oft aber nicht wahrgenommen.

Gleiches gilt für den Bierdeckel:

Manchmal wird dort nur die Marke der Biersorte abgebildet, aber es gibt durchaus kreativere Beispiele, die den Gästen der Kneipe in Erinnerung bleiben. Ein Beispiel dafür ist ein Bierdeckel mit einen kleinen Steckbrief. Darüber steht „Lieber Taxifahrer, da muss ich hin … „. Nun musst der Gast nur seinen Namen und seine Adresse eintragen und kann den Bierdeckel nach der durchzechten Nacht beim Taxifahrer abgeben, um sicher nach Hause zu kommen. Am Ende noch das Logo und die Telefonnummer des Taxiunternehmens und das Geschäft ist geritzt.

Bewegliche Werbung

Auch Werbung, die sich bewegt und uns ständig in unserem Alltag begegnet, weckt unser Interesse. Hier gibt es verschiedene Beispiele: Mit Werbung auf einem Zeppelin bewegt man sich natürlich in einer anderen Preiskategorie als bei den Bierdeckeln, aber seine Werbebotschaft fliegen zu lassen erweckt natürlich auch eine sehr große Aufmerksamkeit.

Etwas öfter in unserem Sichtfeld sind Busse und Bahnen. Auch diese kann man – in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben – mit seiner Marke branden. Dann fährt die eigene Werbung quer durch die Stadt.

Fazit

Egal ob Guerilla-Marketing, Out-of-Home oder unser selbst geprägtes „Toiletten-Marketing“. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Vieles ist heute möglich und kann in der von Werbung überfluteten Umwelt noch Akzente setzen. Haben Sie schon mal Ihre Werbung an einem ungewöhnlichen Ort platziert? Wir freuen uns über Ihre Erfahrungsberichte in den Kommentaren.

Kati Blumenrath

Von Kati Blumenrath

Arbeitet seit 2014 als Projektmanagerin und Bloggerin für Marketing im Pott.

2018-02-28T11:57:43+00:0031. Januar 2018|

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