Google Display-Kampagnen eignen sich besonders für die Steigerung der Marken- bzw. Produktbekanntheit. Wie Sie Anzeigen oder Banner in einem relevanten Kontext schalten erfahren Sie in diesem Beitrag! 

Das Displaynetzwerk bietet eine enorme Reichweite. Bei den zahlreichen Kampagnentypen stellt sich jedoch häufig die Frage, welche Variante ist die passende um die individuellen Werbeziele zu erreichen? In unserer Beitragsreihe Google Ads stellen wir Ihnen die verschiedenen Kampagnentypen vor. In Teil 1/3 Google Ads: Diese 5 Suchkampagnen sollten Sie kennen haben wir bereits verschiedene Suchkampagnen beleuchtet.

Google-Display-Anzeigen

Google-Display-Anzeigen

Wenden wir uns nun den Google Display-Kampagnen zu. Diese ermöglichen die Ausspielung von Textanzeigen, Banner Ads und Responsive Display Ads in den angeschlossenen Netzwerken.

Letztere gelten aktuell als Best Practice, weil sie flexibler als die älteren Formate sind. Die Ausrichtung dieser Anzeigenformate erfolgt über Keywords, Interessen, Zielgruppen oder Themen und demografischen Merkmale. Diese können für sich alleine stehen, aber auch miteinander kombiniert werden.

1. (Dynamisches) Display-Remarketing

Display-Remarketing ist eine wichtige Funktion von Display Anzeigen. Geschaltet werden statische, als auch dynamische Anzeigen. Onlineshops können so unentschlossene Nutzer wiederansprechen und Sie dank der Anzeige der Produkte, die sie bereits im Shop angeschaut haben, als Käufer zurück auf die Website holen. So können Sie Ihre Conversions steigern. Das bedarf ebenso wie beim Remarketing in der Google Suche bestimmter technischer Voraussetzungen. Display-Remarketing lohnt sich besonders bei Produkten, die einen längeren Entscheidungsprozess mit sich bringen.

Dynamisches Remarketing by clicks

Dynamisches Remarketing by clicks

2. App-Kampagnen

Sie haben eine App und wollen, dass viele Nutzer auf diese aufmerksam werden? Dann sollten Sie sich App-Kampagnen genauer anschauen. Diese können sowohl im Google-Suchnetzwerk und im Displaynetzwerk geschaltet werden. Sie erscheinen in Google Play, anderen Apps, auf YouTube, bei Discover oder direkt in der Google-Suche.

Die Ausrichtung der Anzeigen sowie deren Optimierung erfolgt hier zu großen Teilen vom Google System automatisiert, und bietet daher nur sehr geringeren Spielraum zur eigenen manuellen Steuerung. Sie können daher nur einen Text, das Startgebot sowie das Budget angeben, auch die Sprachen und Regionen der Anzeigen können eingestellt werden.

3. Google Shopping-Kampagnen

Onlineshop-Betreiber können via Google Shopping mit Bild-Anzeigen und Informationen ihre Produkte bewerben. Dafür muss ein entsprechender Datenfeed eingerichtet werden sowie ein Google Merchant Center Konto, das mit Google Ads verknüpft ist. Shopping Ads bieten Ihnen folgende Vorteile:

  • Hohe Reichweite durch feedbasierte Ausrichtung
  • Übersichtliche Darstellung mit Bild und Preis
  • Gewinnung von reichweitenrelevanten Leads
  • Steigerung der Conversionrate
  • Visuelle Ansprache der Nutzer zu Beginn der Customer Journey
Google Shopping Kampagne byGoogle

Google Shopping Kampagne byGoogle

4. Shopping Showcase Ads

Google Shopping Einstellung by Google

Google Shopping Einstellung by Google

Shopping Showcase Ads sind heutzutage schon Standard für alle Onlineshopbetreiber. Sie sind für Nutzer gedacht, die sich eher planlos auf der Suche zum Beispiel nach dem passenden Geburtstagsgeschenk befinden – deswegen kommen Sie bei generischen Suchanfragen zum Einsatz. Besonders das Einspielen mehrerer Produkte inklusive mehrerer Bilder weckt die Aufmerksamkeit der Suchenden.

Und ab diesem Zeitpunkt setzt der Branding-Effekt ein: Über Logos, Kopfzeilenbilder und Werbetexte können Sie das passende Unternehmensimage transportieren. Die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens erhöht sich. Sie sollten allerdings beachten, dass Kampagnen mit geringem Budget und generischen Anfragen schnell zu Kostentreibern entwickeln können. Daher gilt es den Traffic zu beobachten und gezielt zu lenken.

Vorteile der Shopping Showcase Ads:

  • Starke Performance im mobilen Bereich
  • Bekanntheit und Sichtbarkeit werden gesteigert
  • Geringe Absprungrate
  • Längere Sitzungsdauer

 

5. Google Ads Video-Kampagnen

YouTube Ads by YouTube.com

YouTube Ads by YouTube.com

Für Google Ads Video-Kampagnen gibt es ein spezielles Kampagnentool, mit dem Sie TrueView-Videoanzeigenformate erstellen und verwalten. Die Reichweite ist durch das Schalten im Display-Netzwerk und auf YouTube hoch, aber Sie brauchen dafür wirklich hochwertiges Videomaterial, das auch den Richtlinien von Google entspricht.

Folgende Formate an Videoanzeigen sind derzeit verfügbar:

  1. Überspringbare In-Stream-Anzeigen: Dieses Format zeigt Nutzern Ihre Inhalte vor, während oder nach anderen Videos auf YouTube, Websites und in den Apps der Google-Videopartner. Nach fünf Sekunden kann der Nutzer den Spot mit einem Klick abbrechen bzw. „überspringen“. Als Werbetreibender zahlen Sie bei diesen Anzeigen nur, wenn Ihr Spot 30 Sekunden lang oder bis zum Ende angeschaut wird oder wenn der Nutzer mit dem Video interagiert.
  2.  Nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen: Diese Anzeigen sind maximal 15 Sekunden lang und können im Gegensatz zu erstem Punkt nicht übersprungen werden, der Nutzer wird sich Ihren Spot also bis zum Schluss anschauen. Deswegen bezahlen Sie hier auch aufgrund von Impressionen, das heißt Sie zahlen pro Ausspielung Ihrer Ad.
  3. Bumper Ads: Wollen Sie Ihre Zielgruppe mit einer kurzen, knackigen Botschaft erreichen, sind Bumper Ads mit ihrer Länge von maximal sechs Sekunden das passende Werbemittel. Sie können nicht übersprungen werden und Sie bezahlen jedes Mal, wenn Ihre Anzeige läuft.
  4. Video Discovery Ads: Diese Anzeigen erscheinen nicht in den Videos selbst, sondern beispielsweise auf der YouTube-Suchergebnisseite oder neben für Ihre Zielgruppe relevanten Videos. Die Ad besteht aus einem Thumbnail und einem kurzen Text und soll durch unterschiedliche Position und Größen zum Klicken anregen.

Zusätzlich zu diesen Anzeigen-Formaten gibt es noch die Out-Stream-Anzeigen, die anfangs ohne Ton wiedergegeben werden und die Masthead-Anzeigen, die derzeit nur auf Reservierungsbasis verfügbar sind.

6. Google Discovery Ads

Relativ neu sind die Google Discovery Ads, mit denen Werbebotschaften auf folgenden drei Kanälen verbreitet werden:

  1. Discover Feed auf dem Smartphone
  2. Youtube-Startseitenfeed
  3. im Gmail-Account

So finden Ihre Anzeigen zum Nutzer, ganz egal, ob er mobil etwas sucht, seine Mails checkt oder via YouTube recherchiert. Das Format dieser Anzeigen ist visueller Natur und soll auch dank hoher Reichweite das Engagement Ihrer Zielgruppe steigern. Beim Anzeigenformat haben Sie die Wahl zwischen Discovery Ads mit nur einem Bild pro Anzeige oder Discovery Carousel Ad. Bei diesen können Sie Ihre Anzeige mit mehreren Bildern ausstatten. Beachten Sie dabei bitte, dass diese Art von Anzeigen auf mobile Endgeräte zugeschnitten sind und in den Feed der jeweiligen Plattformen erscheinen.

Fazit

Welche Google Ads Kampagnen passen zu Ihren Zielen?

Bevor Sie sich für eine Kampagne bzw. Kampagnentypen entscheiden, sollten Sie zum einen Ihre Ziele kennen, zum anderen auch Ihre Zielgruppe. Auf welchem Kanal informiert sie sich und an welcher Stelle der Customer Journey werden User angesprochen. Dank der vielfältigen Kampagnentypen und deren Ausprägungen können Sie sich ganz gezielt für spezifische Formate entscheiden, sie müssen nicht mit der Standard-Textanzeige beginnen.

Ist Ihnen die Steigerung Ihrer Markenbekanntheit wichtig, sollten Sie Anzeigen im Display-Netzwerk mit seiner hohen Reichweite schalten. Sind Sie ein großer Onlineshop und wollen Ihre Produkte verkaufen sind Google Shopping und DSA-Kampagnen, verknüpft mit intelligenten Remarketing-Kampagnen, am besten für Sie geeignet. Für unser fiktives Beispiel aus der Fashion-Branche lohnen sich als Start-Setup also folgende Kampagnentypen bzw. Untertypen insbesondere:

  • Eine Shopping Kampagne sowie Showcase Ad, um die Sichtbarkeit und die Markenbekanntheit zu steigern
  • Suchkampagnen für Topseller & DSA für gesamtes Sortiment
  • Dynamisches Display Remarekting zur Wiederansprache der Nutzer
  • Display Brand-Kampagnen mit dem Fokus auf relevante Placements & Youtube Channels, um neuen Traffic zu generieren

Handeln Sie vorausschauend, analysieren Sie die Erfolge Ihrer Kampagnen testen bzw. optimieren Sie. So gelangen Sie zu einer stabilen Kontoperformance, die Sie Ihren eigenen Zielen näherbringt.

In Teil 3/3 Google Ads erfahren Sie welchen Mehrwert Google Brand Kampagnen für Ihre Marken- und Umsatzziele bieten.

Herbert Buchhorn

Von Herbert Buchhorn

Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer der Online Marketing Agentur clicks digital GmbH