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5 Tipps für prima Klima! So sorgen Sie für ein Arbeitsklima mit anhaltendem Wohlfühl-Effekt

Veröffentlicht am 25.07.2016 in Management

Es ist aber auch nicht einfach: Schafft man ein autoritäres Arbeitsklima, sinken Stimmung und Loyalität der Mitarbeiter in den Keller.

arbeitsklima

Gibt man sich dagegen zu kumpelhaft, kann im Gegenzug die Leistung leiden.

Was also tun, damit Ihre Mitarbeiter motiviert UND gut gelaunt sind –nicht nur für eine Woche nach dem letzten teuren Incentive, sondern dauerhaft?

Kurz gesagt: Wie schafft man ein gutes Arbeitsklima?

„Wie machen die das bloß?“, denkt sich so mancher Personaler oder Unternehmer und blickt dabei neidisch auf kalifornische Start-Ups. Überall Motivation und Pioniergeist, überall zufriedene Arbeitnehmer, überall Gratisfrühstück und Ping-Pong-Tische.

Wer als Führungskraft etwas auf sich hält, möchte eine solche Unternehmenskultur natürlich auch. Also werden Nebenräume geleert und mit Ping-Pong, Kicker sowie Spielekonsole gefüllt. Der Chef zerrt seinen Schreibtisch mitten ins Großraumbüro, und statt zum Wandern geht der nächste Betriebsausflug zum Laser Tag.

Allein: Es nützt nichts. Und weshalb das alles nicht funktionieren kann, ist auch schnell geklärt: Der Kicker im Büro ist nicht die Ursache, sondern lediglich ein Symbol für eine grundsätzlich andere Unternehmenskultur. Die freundschaftlich flache Hierarchie, die ein Start-Up per se mitbringt, lässt sich nicht auf einen mittelständischen Produktionsbetrieb übertragen. Und nur, weil man den Chef duzt, heißt das noch lange nicht, dass man ihn respektiert, seine Meinung schätzt oder ihn gar mag.

Ein gleichermaßen produktives wie positives Arbeitsklima entsteht nur auf Basis einer harmonischen Unternehmenskultur. Deshalb befassen sich unsere fünf Tipps für ein gutes Arbeitsklima weniger mit aufsehenerregenden Einzelmaßnahmen, sondern einer langfristig wirksamen Grundeinstellung. Einen Kicker können Sie ja dennoch aufstellen.

1. Schaffen Sie ein konstruktives Umfeld

Nein, es geht nicht um Deko oder Kreativitäts-Tools: Machen Sie sich klar, dass Ihre Mitarbeiter einen Großteil ihres Tages für Sie und Ihr Unternehmen im Büro sind.

Daran gemessen, denken viele Entscheider zu wenig an das Arbeitsumfeld: Versorgung mit Tageslicht, richtige und augenschonende Beleuchtung, ergonomische Bürostühle sowie Schreibtische, die auf die individuelle Körpergröße Rücksicht nehmen: Das sind die wichtigen Grundlagen, die viel zu selten berücksichtigt werden.

Auch in Ihrer Nähe gibt es sicher eine ergonomische Arbeitsplatzberatung – eine sinnvolle Investition in Arbeitsfreude und Gesundheit (und damit ein exzellentes Mittel, um die Mitarbeitermotivation zu fördern).

2. Hören Sie zu

Wer seinen Mitarbeitern selbst kein Ohr leiht, muss sich nicht wundern, wenn hinter ihm getuschelt wird: Suchen Sie das Gespräch, gerne auch im Vorbeigehen.

Ermuntern Sie Ihre Belegschaft, sich auch einmal an Sie direkt zu wenden. Nicht nur, wenn es Probleme gibt, sondern vor allem, um Vorschläge zu machen.

Wichtig dabei ist vor allem: Nehmen Sie Ihr Gegenüber ernst und kümmern Sie sich auch wirklich persönlich um eine Sache, falls Sie das versprechen. Andernfalls delegieren Sie mit Dringlichkeit.

3. Seien Sie fair und gerecht

Das ist jetzt sicher ein heikles Thema, aber für eine positive Unternehmenskultur von Bedeutung: Entlohnen Sie Ihre Mitarbeiter gerecht.

Achten Sie vor allem darauf, dass Sie unterschiedliche Gehälter auch objektiv begründen können. Denn ein Kollege, der aus nicht nachvollziehbaren Gründen mehr als andere in vergleichbarer Position verdient, ist Gift für die Mitarbeitermotivation und das Betriebsklima.

Nochmal: Es geht nicht um besonders hohe Gehälter, sondern um ausnahmslos gerechte.

4. Sorgen Sie für Kommunikation

Die flachen Hierarchien, die gerade bei kreativen Start-Ups als so attraktiver Bestandteil der Unternehmenskultur hervorgehoben werden, lassen sich natürlich nicht immer realisieren.

Aber: Die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern untereinander sowie zwischen Unternehmensführung und Belegschaft sollte alle Hierarchie-Grenzen überwinden. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter so weit wie möglich an wichtigen Unternehmensentscheidungen teilhaben; ist das nicht möglich, sorgen Sie für schnellstmögliche Information.

Abteilungen sollten sich interdisziplinär mit guten Ideen befruchten, Mitarbeiter jederzeit ihren Gruppenleitern sinnvolle Vorschläge unterbreiten dürfen. Das alles ändert nichts an den tatsächlichen Entscheidungsstrukturen, schenkt aber das positive Gefühl von mehr Mitbestimmung.

5. Schenken Sie Freiheiten

Tagein, tagaus dasselbe zu machen, kann für sichere und qualitätsfördernde Routine sorgen. Es lähmt aber auch den Geist, wenn es um neue Wege und inspirierende Ideen geht.

Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter also, über den Tellerrand hinaus zu schauen und zu denken. Etablieren Sie ein Verbesserungs-Vorschlagswesen, bei dem jeder mitmachen kann – und auch über den eigenen Arbeitsbereich hinaus mitmachen soll.

Unternehmensberater sind auch nur Menschen, die Ihr Unternehmen mit dem Blick eines Außenstehenden sehen. Nutzen Sie also eine immens große Ideenressource, indem Sie zum Beispiel dem Vertriebler Gelegenheit zum Austausch mit der Produktion geben. Oder den Buchhaltungs-Mitarbeiter um seine Meinung zu den Abläufen im Versand bitten.

Sie werden sehen: Ohne die Scheuklappen, die zur Betriebsblindheit führen, entstehen wertvolle Ideen. Und darüber hinaus auch mehr Verständnis für die Probleme und Schwierigkeiten der Anderen – was für die internen Abläufe enorm wichtig ist.

Zusammengefasst

Ein gutes Arbeitsklima stellt sich beinahe von selbst ein, wenn die zugrundeliegende Unternehmenskultur den Einzelnen fördert und fordert, Rücksicht auf seine Belange nimmt und ihm Entwicklungschancen gibt.

Das sind natürlich alles Faktoren, die jedem Vorgesetzten klar sind. Man muss sie sich nur regelmäßig vor Augen halten, sich Zeit für gewissenhafte Mitarbeiterführung nehmen und darauf achten, dass nicht im Tagesgeschäft die Menschlichkeit unter die Räder kommt.

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