Marketing im Pott – der Marketing-Blog für das Ruhrgebiet

Radiowerbung – so werden Sie gehört

Veröffentlicht am 06.07.2016 in Marketing & Media & Werben im Pott

Lokale_radiowerbung.jpg

Jeder von uns kennt das Phänomen eines Ohrwurms. Wenn ein Lied, eine Melodie oder ein Spruch einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Nur wie schafft es der Ohrwurm, sich so tief in unseren Köpfen zu verankern? Genau diesen Effekt erzielt auch das Radio, welches uns im Alltag oft begleitet. Dabei ist das Radio aus Marketingsicht nicht nur gut für eine kurzfristige Aktivierung oder einen Abverkauf, sondern auch für die Markenwertsteigerung ein hervorragend geeignetes Medium. 

Für eine nachhaltige Kommunikationsbotschaft, denn nichts anderes ist ein Ohrwurm, ist der Mut zur Kreativität der Schlüssel für die Gewinnung der  Aufmerksamkeit! Kreative Radiospots lassen Ihre Marke auffällig und interessant wirken. Dabei werden sie eigenständig wahrgenommen und entwickeln eine besondere Durchsetzungskraft beim Hörer. So werden die beworbenen Marken fest in den Köpfen der Hörer verankert.

Radio

Die mit Abstand beliebteste Zeit im Radio ist die Sendstrecke zwischen 6 Uhr und 9 Uhr, hier werden am meisten Hörer erreicht. Verwunderlich ist das nicht, denn entweder läuft das Radio beim Frühstück, im Auto, oder aber am Arbeitsplatz. Die zweite wichtige Phase und ein erneuter Anstieg der Reichweiten werden in den späten Nachmittagsstunden ab 16 Uhr gemessen.*

Für 70 % aller Befragten ist die Musik der wichtigste Grund das Radio einzuschalten. Gerade am Morgen spielt sicher auch das Bedürfnis zu erfahren, was sich in der Welt getan hat, eine besondere Rolle. Somit sind Welt-, Nationale- und Lokalnachrichten ein wichtiger Bestandteil der Radiosender. Die Redaktionen wählen die wichtigsten Themen des Tages aus und präsentieren diese in ihren Sendeprogrammen. Zu beachten ist nicht nur das, was lokal passiert, sondern vor allem das, was lokal interessiert.

Marktforscher ermitteln, dass neben den nachgefragten Inhalten auch das Lebensgefühl der Hörer eine wichtige Rolle spielt. Die „Spaßbereiter“ der Morgenshows, auch Moderatoren genannt, zielen jeden Tag darauf ab den Hörer mit einem positiven Gefühl in den Tag zuschicken.*²

Das Problem der Reizüberflutung

Heutzutage kämpfen wir alle mit einer Reizüberflutung. Jeder von uns wird pro Tag mit ca. 13.000 Kommunikationsbotschaften konfrontiert. Da ist es verständlich, dass man nicht alles behalten kann. Jeder der für ein Marketingbudget verantwortlich ist, möchte am liebsten Zahlen haben, die den Werbeerfolg belegen. Dabei muss teuer nicht immer erfolgreich oder gut heißen. Die Kunst einer Werbebotschaft, ist es im Kopf der Rezipienten zu bleiben. Werbung, die immer nur altbekannte Motive und Klischees wiederholt, wird einfach ausgeblendet. Deswegen muss die Werbung einen besonderen Reiz senden damit unser Gehirn diese abspeichert.

Viele Menschen hören jeden Tag über mehrere Stunden Radio, wo ein Produkt oder eine Marke schnell verbreitet werden kann. Aber viel wichtiger ist, dass Radio Bilder im Kopf entstehen lässt und Emotionen weckt, das macht gute Radiospots aus.

Erlernte Emotionen

Radio entfaltet seine Wirkung also in zwei Schritten: Erst gelangt das Gehörte unaufhaltsam über den Gehörsinn in unser Bewusstsein. Eine Melodie, ein Geräusch oder eine Stimme, sind so genannte auditive Reize. Sie lassen spezifische Bilder in unseren Köpfen entstehen und die wiederum rufen Emotionen in uns hervor. Diese Bilder sind oftmals aussagekräftiger als ein vorgegebenes Bild, da wir sie selbst kreieren. Wenn Sie ein Buch lesen, dann erzeugt die Beschreibung der Charaktere ein Bild in Ihrem Kopf. Beim Radio funktioniert das genauso über die Stimme bzw. den Sound.

Radio arbeitet mit dem Unbewusstsein und ist gerade deshalb ziemlich effektiv: Können Sie weghören? Sicher nicht! Denn tatsächlich kann man „nicht nicht hören“. Alles was man hört wird automatisch im Unterbewusstsein abgespeichert. Zudem kommt dem Radio durch die Alltäglichkeit und die Integration in unseren Alltag, eine hohe Akzeptanz entgegen und es erfreut sich in allen Altersschichten großer Beliebtheit.

Das akustische Logo

Der Begriff bezeichnet den Prozess der akustischen Umsetzung der Markenidentität, der letztlich ein Bestandteil der Corporate Identity ist. Ein akustische Logo ist nicht nur der Beginn eines Spots, sondern steht dann für die ganze Marke. Zudem steigert es die Aufmerksamkeit und die Abspeicherungsleistung des Rezipienten. Insbesondere gesungene Marken- und Produktnamen kommen gut im Gehirn an: „Seeeeeeitenbaaaaacher“.

Der Stellenwert einer hörbaren Markenidentität ist vielen Unternehmen aber gar nicht bewusst. Dabei ist das Audio Branding der unbewusste Weg, den Rezipienten emotional mit der Marke zu verbinden.

Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.

Das Radio zeigt selbst direkt wie es geht. Mit der Kampagne “Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf“ zeigt die Radiozentrale all die Facetten und Wirkung eines Radiospots.

Jeder, der zumindest ab und zu mal Radio hört, kennt den Slogan der Imagekampagne der Radiozentrale. Und tatsächlich ist da mehr als nur ein Körnchen Wahres dran. Mit kreativen Ideen, sorgen die Spots der Radiozentrale für ein Schmunzeln bei den Hörern, wie zum Beispiel hier:


Fazit

Eine Aufwändige Gestaltung und gut gesetzte Pointen verdrängen nicht den Absender der Kommunikationsbotschaft, sondern verstärken die Wirkung. Wer sich damit anfreunden kann, dass Radio zwar nicht ganz so bewusst wirkt wie viele andere Werbeformen und dafür mehr auf Nachhaltigkeit setzt, fährt mit Radiowerbung eine sehr gute Strategie. Nachdem Sie nun den ganzen Blog gelesen haben, denken Sie einfach mal über ein Lied oder eine Werbung nach, die sich so tief bei Ihnen verankert hat, dass Sie diese jetzt wieder vor sich her murmeln. Faszinierend, oder?

Das kleine 1x1 der Radiowerbung - Jetzt kostenloses Whitepaper downloaden 

verwendete Bilder: @stockpics - fotolia.com

verwendete Quellen:

* http://www.radiozentrale.de/studien-und-daten/themen-module/radiohoerer-im-fokus

*² http://www.sueddeutsche.de/muenchen/morgensendungen-im-radio-spassarbeiter-der-fruehschicht-1.20830

  • Kommentare zu diesem Artikel öffnen