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Pushfire: Wie ein Vermarkter aus Essen die Millenials erobern will

  • View Larger Image Marken haben auf Festivals die Chance, mit ihrer Zielgruppe Erlebnisse zu schaffen. Foto: Pixabay

    Marken haben auf Festivals die Chance, mit ihrer Zielgruppe Erlebnisse zu schaffen. Foto: Pixabay

Die Zielgruppe der Millenials gilt in der Marketingbranche als besondere Herausforderung. Werbeumfelder und Erwartungen spiegeln sich in der digitalen Welt wider. Doch gerade hier steckt Potenzial, das vom Vermarkter Pushfire aus Essen intelligent genutzt wird.

Fragt man eine 16-Jährige nach ihrem Konsumverhalten, so wird die Antwort – wenig überraschend – einen digitalen Schwerpunkt beinhalten. „Digital first“ ebbt durch die Generation der Millenials immer weiter aus, das merke ich auch in meinem Umfeld extrem: Hohe Snapchat-Nutzung, der Konsum von Influencer-Storys in Instagram oder die Besuche von Streetfood-Festivals mit entsprechenden Verlinkungen sind nur einige Beispiele.

Die Touchpoints von Marken und ihren Kunden verlagern sich dadurch grundlegend. Eine Entwicklung, die das Essener Unternehmen Pushfire nutzt, um als Vermarkter für die junge Zielgruppe zu punkten. Larissa Chrenko ist als Campaign Manager mittendrin und verrät mir im Marketing im Pott-Interview interessante Details.

Welches Prinzip verfolgt ihr mit Pushfire?

Larissa Chrenko ist als Medienkauffrau bei Pushfire in Essen tätig.

Larissa Chrenko arbeitet als Campaign Managerin bei Pushfire in Essen.

Larissa Chrenko: „Wir sind mit Pushfire ein Vermarkter für die Zielgruppe der Millennials.

Dazu bündeln wir die Reichweiten von über 120 stationären, mobilen Websites und Apps und erreichen in Deutschland monatlich jeden zweiten User zwischen 16 und 39 Jahren auf prominenten Medien wie z.B. Deezer, Jodel, Lovoo oder virtualnights.

Neben dem Bannering bieten wir zudem Leistungen aus den Bereichen SocialSeeding, Influencer- und Festivalmarketing bis hin zur Content-Produktion für jungen Zielgruppenkommunikation.“

Die Zielgruppe zwischen 16 und 39 Jahren gilt als besonders medienaffin. Gerade die Millennials und die folgende Generation Z haben ein besonderes Verhältnis zu Werbung. Wie werdet ihr dem gerecht?

Larissa Chrenko: „Unsere Zielgruppe wächst genau wie die Generationen davor auch mit Werbung auf – nur haben sich die Werbeumfelder und die dadurch bedingten Rahmenbedingungen verändert.

In unserer Zielgruppe gilt: „digital first“. Deshalb ist es wichtig, dass man als werbetreibende Marke die richtigen Umfelder wählt und diese für eine moderne Zielgruppenansprache nutzt. Werbung muss nicht nur aus dem Produkt bestehen, sie kann auch unterhaltsam oder informativ gestaltet sein, was für eine besonders große Akzeptanz und Nachhaltigkeit bei unseren Usern sorgt.“

Welchen Mehrwert bietet ihr dadurch euren Kunden?

Larissa Chrenko: „Durch die Fokussierung auf die junge Zielgruppe bieten wir werbetreibenden Marken eine besonders tiefe Marktdurchdringung– das ist gleichzeitig auch unser USP.“

In eurem Portfolio stecken diverse „Channels“. Was hat es damit auf sich?

Larissa Chrenko: „Wir haben unser Netzwerk in diese Channels aufgeteilt um den Kunden bzw. den Agenturen einen besseren Überblick zu geben in welchen Umfeldern sie bei uns werben können. So werden Streuverluste minimiert und die unterschiedlichen Unter-Zielgruppen innerhalb der Millennials besser erreichbar. Je nach Werbeziel kann man so ein individuelles und passendes Angebot erstellen. Wenn ich zum Beispiel Reichweite generieren will, kann ich auch alle Channels kumulieren und würde so jeden zweiten Millennial in Deutschland im Monat erreichen.“

Social Seeding bedeutet eine Verlängerung bzw. eine Verteilung eines Inhalts/Postings über mehrere Publisher bzw. Seiten innerhalb eines sozialen Netzwerkes.
Klassisch läuft ein Seeding-Case wie folgt ab: Ein Kunde postet ein (Sale-)Video auf seiner eigenen Fanpage (Facebook oder Instagram). Durch das Teilen des Postings auf mehreren großen Publisherseiten wird die Reichweite bzw. die Sichbarkeit des Postings erhöht.

Influencer Marketing ist eine Strategie im Bereich des Marketings, bei der durch den Einfluss von wichtigen Meinungsmachern und deren Reichweite profitiert werden soll.

Mehr zum Thema: Influencer Marketing – wie Meinungsmacher die Masse beeinflussen

Unter Festival Marketing wird eine Produkt- oder Markenplatzierung auf einem Musikevent verstanden. Ziel ist es, durch erlebnisorientierte Inszenierung emotionale und physische Reize bei der Zielgruppe auszulösen, die deren Einstellung zum Produkt bzw. der Marke beeinflussen sollen.

Sind Events eurer Meinung nach ein geeigneter Weg, um die junge Zielgruppe zu erreichen?

Larissa Chrenko: „Absolut. Events – allem voran Festivals – sind in unserer Zielgruppe ein besonders spannendes Werbeumfeld, da sich Marken hier emotional aufladen und „erlebbar und anfassbar“ für ihre Konsumenten werden.

Die Zahlen der Allensbacher Forschung sprechen eine klare Sprache: 67% der jungen Deutschen besuchen regelmäßig Events wie Festivals, 86% der Zielgruppe sieht den höchsten Unterhaltungswert in einem Musikerlebnis und 79% der Sponsoren steigern ihre Markenbekannheit dadurch signifikant.

Die Range der jungen Zielgruppen-Touchpoints mit Festivalcharakter hat sich neben den Musik-Events bereits auf Umfelder wie Food, Fashion oder sogar (E-)Sport erweitert. Marken haben hier die Chance mit ihrer Zielgruppe gemeinsame Erlebnisse zu schaffen, sie zu begleiten, Erinnerungswerte und auch Kaufanreize zu generieren.“

Habt ihr ein Beispiel für das Publishing auf Live-Events? Welche Möglichkeiten eröffnet ihr euren Kunden zum Beispiel auf Festivals?

Larissa Chrenko: „Mit unserer dafür spezialisierten Unit Festivalfire bieten wir unseren Kunden Zugriff auf über 175 nationalen und internationalen Festivals mit über 3,4 Millionen Direktkontakten sowie 23,9 Millionen Social Media-Kontakten. Als Full Service Dienstleister bieten wir unseren Kunden viele kreative Möglichkeiten, sich auf Festivals zu positionieren. Wir unterscheiden dabei zwischen Media (Out Of Home und Ambient) für die Sichtbarkeit der Marke und Live-Marketing (Promotions, Customized Tools) für Markenkontakte. Zusätzlich können Brands ihre Aktivitäten auf den Social Media-Kanälen der Veranstalter, durch Kooperationen mit Influencern sowie in den Medien von unserem digitalen Netzwerk verlängern.“

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Im „Pushfire-Dreieck“ stehen Akku und W-LAN ganz unten, darauf bauen Grundbedürnisse dann auf. Abbildung: Pushfire

Welche Trends lassen sich in der urbanen Zielgruppe ausmachen? Wie sieht die Mediennutzung der Zukunft aus?

Larissa Chrenko: „Wir zeigen immer die Bedürfnispyramide von Maslow, bei der wir Akku und W-LAN ganz unten platzieren. Die Zielgruppe der 16-39 Jährigen ist „always on“. Sie möchte am liebsten keinen Aufwand betreiben, wenn sie auf der Suche nach Informationen ist. Am besten sollten diese Inhalte dann auch noch personalisiert und qualitativ hochwertig sein. Neben den wachsenden Ansprüchen wird die Zielgruppe aber auch immer schneller. Was heute modern ist kann morgen schon wieder out sein.

Die Herausforderung besteht darin, der Zielgruppe in Anspruch und Entwicklungsgeschwindigkeit gerecht zu werden.“

Hendrik Weyers

Von Hendrik Weyers

Journalismus, Mediendesign und Tech Enthusiast. Arbeitet als Content Manager für das Portal Marketing im Pott.

2018-07-30T15:07:58+00:001. August 2018|

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