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Marketing im Internet - Teil 6: Partnerprogramme & Google Adwords

Veröffentlicht am 25.08.2016 in Marketing & Media & Digital & Management

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Partnerprogramme werden mittlerweile von fast allen größeren und auch  kleineren Unternehmen angeboten. Manche Unternehmen verwenden auch den Begriff Affiliate Marketing, der allerdings einen leicht negativen Anstrich hat, weil  er von vielen Geschäftsmodellen verwendet wird, die schnellen Reichtum  versprechen.

So funktionieren Partnerprogramme

Hinter einem Partnerprogramm verbirgt sich nichts anderes als ein Empfehlungsprogramm. Kunden und auch Nichtkunden - Partner genannt - empfehlen Ihre Produkte auf ihren Internetseiten, in Newslettern und in Blogs. Dazu stellen Sie ihnen entsprechendes Werbematerial wie Banner und Links zur Verfügung. Wenn Ihr Partner oder Werbepartner nun diesen Link postet oder verschickt und ein Interessent klickt darauf, wird dieser Klick Ihrem Partner zugerechnet. Egal, ob sofort oder erst später eine Aktion ausgelöst wird, Ihr  Partner erhält dann für diese Aktion eine Provision, da diese Aktion ja auf seine  Werbeaktivität zurückgeht. Diese Aktion ist meist ein Produktkauf, kann aber auch genauso gut die Registrierung für einen Newsletter sein, die Bestellung eines Katalogs oder einer Produktprobe.

Um die technischen Voraussetzungen für ein Partnerprogramm zu schaffen, nutzen Unternehmen die Dienste von Affiliate-Netzwerken. Diese Plattformen sind quasi Bindeglied zwischen dem Werbepartner und dem Unternehmen, welches das Partnerprogramm anbietet. Sie erstellen die Partnerlinks, registrieren und ordnen die angeklickten Links zu, bieten verschiedene Vergütungsmodelle an und übernehmen die Provisionsauszahlung an den Partner.

Affiliate-Netzwerke sind gleichzeitig auch Vermittlungsplattformen. Hier können  Werbepartner sich aus unzähligen Unternehmen, die Partnerprogramme anbieten, das passende Unternehmen heraussuchen. Meist registriert man sich mit einem einfachen Klick. Bei manchen Unternehmen muss man sich auch per E-Mail bewerben. So kann das Unternehmen selektieren, wer Werbung für das  Unternehmen machen darf und wer nicht.

Partnerporgramme verbinden

Partnerprogramme finden sich auf der Internetseite eines Unternehmens. Über einen Link landet der Nutzer dann auf dem Affiliate-Netzwerk, um sich dort zu registrieren und alle notwendigen Angaben für die Zusammenarbeit zu hinterlassen. Denkbar ist auch, dass eine Werbeanzeige für das Partnerprogramm über Google AdWords geschaltet wird. Diese Werbeanzeige wird dann im Umfeld der Google-Trefferliste angezeigt, wenn ein passender Suchbegriff wie z. B. "Partnerprogramm" eingegeben wird. So forcieren Sie die Verbreitung Ihres Partnerprogramms ganz gezielt.

Google AdWords - Das Werbesystem

Genauso gezielt können Sie natürlich auch einzelne Produkte über Google AdWords bewerben. So legen Sie bei Google AdWords mit sogenannten Keywords fest, bei welchen eingegebenen Suchbegriffen, Ihre Werbeanzeige angezeigt werden soll. Sie entscheiden ebenfalls im Vorfeld, wie viel ein Klick auf Ihre Anzeige maximal kostet. Sinnvoll ist es, die Keywords recht eng zu fassen, um die Trefferquote zu erhöhen.

Angenommen, Sie verkaufen Bio-Hundefutter, dann könnten Sie Ihre Werbung bei dem Suchbegriff "Hundefutter" anzeigen lassen. Da Sie im Wettbewerb mit vielen anderen Unternehmen stehen, die ebenfalls Anzeigen zu diesem Suchbegriff geschaltet haben, wird der Preis für einen Klick recht hoch sein. Außerdem ist Ihre Anzeige für viele Suchende gar nicht relevant, weil sie vielleicht gar kein Bio-Hundefutter suchen und deshalb auch nicht auf Ihre Anzeige klicken werden. Eine Werbung, die selten bis gar nicht angeklickt wird, hat für Google keine Relevanz. Diese Werbung wird dann auch nicht mehr angezeigt, denn Google möchte seinen Nutzern nur relevante Ergebnisse anbieten.

Wenn Sie Ihre Werbung hingegen nur anzeigen lassen, wenn ein Nutzer den Suchbegriff "Bio-Hundefutter" eingibt, wird Ihre Werbung sicher nicht so oft neben der Trefferliste gezeigt, weil der Suchbegriff seltener eingegeben wird als "Hundefutter". Allerdings stehen Sie auch mit viel weniger Unternehmen im Wettbewerb, was den Preis für die Anzeige wiederum senkt. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand auf Ihre Werbung klickt, weil sie genau zum  eingegebenen Suchbegriff "Bio-Hundefutter" passt, ist wesentlich größer als wenn der Suchbegriff sehr allgemein ist. Je detaillierter Sie Ihre Keywords im Vorfeld festlegen, umso besser passt die Anzeige zum eingegebenen Suchbegriff und erhöht so die Klick-Wahrscheinlichkeit durch den Nutzer. 

Fazit

Sowohl Partnerprogramme als auch Google AdWords bieten kostengünstige Werbemöglichkeiten, weil nur im Erfolgsfall Kosten anfallen. Mit Partnerprogrammen erhalten Sie eine große Reichweite über Multiplikatoren, während Sie mit Google AdWords ganz gezielt werben.  

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verwendete Bilder: © treenabeena - Fotolia.com

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