, Werben im PottNeues Image für das Ruhrgebiet: „Die Stadt der Städte“
  • View Larger Image 5 Mio. Menschen. 53 Städte. 1 Metropole. Metropole Ruhr – Stadt der Städte

    Die neue Standortkampagne legt einen Schwerpunkt auf beeindruckende Zahlen. Motiv: Regionalverband Ruhr (RVR)

Neues Image für das Ruhrgebiet: „Die Stadt der Städte“

Schon lange ist Marketing nicht mehr nur für Firmen oder Dienstleister relevant, sondern auch für Städte und Kommunen. Das Stadtmarketing verfolgt in der Regel das Ziel, ein positives Image aufzubauen oder zu festigen. Die Stadt selbst wird in diesem Moment sozusagen zum Produkt. Seit diesem Jahr gibt es auch im Ruhrgebiet eine neue Marketingkampagne, die mit dem Slogan „Die Stadt der Städte“ für die Region wirbt.

Wie es zu dieser Kampagne kam und inwiefern sie das Image des Ruhrgebiets weiter fördern soll, hat uns Karola Geiß-Netthöfel, die Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr erklärt.

Frau Geiß-Netthöfel, erläutern Sie doch noch einmal die Marketingidee, die hinter der Standortmarketingkampagne des Regionalverbandes Ruhr steht.

Karola Geiß-Netthöfel: „Mit der Internationalen Standortmarketing-Kampagne für die Metropole Ruhr wollen wir, der Regionalverband Ruhr (RVR) und seine Tochtergesellschaft, die Business Metropole Ruhr (bmr), gemeinsam mit den Akteuren der Region um Investoren und Fachkräfte aus dem In- und Ausland werben.“

Wieso war und ist diese Kampagne wichtig für das Ruhrgebiet, welche Ziele verfolgen Sie damit?

Karola Geiß-Netthöfel: „Eine von uns im letzten Jahr in Auftrag gegebene Imagestudie unter deutschen und internationalen Führungskräften hat eine erhebliche Disparität in der Wahrnehmung der Metropole Ruhr und ihrer Wirkung nach außen festgestellt. Deshalb ist es unser Ziel, die Metropole Ruhr, Deutschlands größten Ballungsraum, als jugendlicher, attraktiver, dynamischer und innovativer zu positionieren.“

Inwiefern fördert die Kampagne das Image des Ruhrgebiets, was erhoffen Sie sich für das Image?

Karola Geiß-Netthöfel: „Als „Stadt der Städte“ setzen wir auf unsere Stärken und wollen so gemeinsam international punkten. Wir zeigen die Region, wie sie ist – ein urbaner Raum mit vielen Zentren und lebenswerten Quartieren, der Weltoffenheit und unendliche Möglichkeiten für Unternehmen und ihre Mitarbeiter bietet.“

Wie lief die Umsetzung der Kampagne ab? Wie lange hat es von der ersten Idee zum Start des Projekts gedauert?

Karola Geiß-Netthöfel: „Das Ruhrparlament des RVR hat Anfang Juli 2016 die Durchführung einer Internationalen Standortmarketingkampagne beschlossen. Erster Schritt und Grundlage zur Entwicklung dieser Kampagne war die bereits eben erwähnte Imagestudie unter deutschen und internationalen Führungskräften. Ende 2016 hat eine europaweite Ausschreibung stattgefunden, an der sich sehr ausgewählte deutsche Werbeagenturen beteiligt haben. Eine hochkarätig besetzte Fachjury hat sich einstimmig für das Ende Juni vorgestellte Konzept entschieden. Den Zuschlag erhielten die Agenturen TAS Emotional Marketing aus Essen und thjnk aus Hamburg, die gemeinsam die Standortmarketing-Kampagne entwickeln.“

Was genau umfasst die Kampagne momentan?

Karola Geiß-Netthöfel: „Die Kampagne umfasst zu ihrem Start insgesamt zehn Anzeigenmotive (mit je zehn Nebenmotiven) und einen kurzweiligen, dynamischen Imagefilm. Dazu kommen eine umfassende Internetseite (metropole.ruhr) sowie Auftritte bei Facebook, Instagram, Xing, LinkedIn und Youtube. Zusätzlich zum Imagefilm wurden bislang zehn zeitgemäße, sympathische Videointerviews fertiggestellt. Die Kampagne entwickelt sich vor allem digital wöchentlich weiter.“

Die "Stadt der Städte" thematisiert auch den Radschnellweg RS1. Motiv: Regionalverband Ruhr (RVR)

Die „Stadt der Städte“ thematisiert auch den Radschnellweg RS1. Motiv: Regionalverband Ruhr (RVR)

Wo lagen bei der Umsetzung die größten Hürden?

Karola Geiß-Netthöfel: „Da von Beginn an alle wichtigen Akteure aus Politik und Wirtschaft intensiv in die Vorbereitung und die Entscheidung über die Kampagne eingebunden haben, ergaben sich keine großen Hürden. Im Gegenteil, gerade das Interesse der Wirtschaft im Ruhrgebiet an der Kampagne ist sehr hoch.“

Wie genau kam es zu dem Slogan „Die Stadt der Städte“ und warum ist es genau dieser geworden?

Karola Geiß-Netthöfel: „Die „Stadt der Städte“ ist genau passend für das, was wir mit der neuen Standortmarketing-Kampagne vermitteln wollen. Der Slogan trifft das Lebensgefühl der Menschen in der „Stadt der Städte“, unserer Metropole Ruhr. Vorgeschlagen wurde dieser von den beauftragten Agenturen, darüber abgestimmt haben die RVR-Gremien und die Jury.“

Vielen Dank für das Interview!

Mit einer umfassenden Standortmarketingkampagne kann also das Interesse für einen Standpunkt innerhalb einer Region geweckt werden. Davon kann auch die Wirtschaft vor Ort profitieren, da Firmen den Standort als attraktiv erachten und sich dort niederlassen. Auch Fachkräfte fühlen sich damit von der Region angesprochen und können sich vorstellen, dort zu leben.

Für die Planung und Umsetzung muss einerseits viel Zeit eingeplant werden und andererseits ein breit gefächertes Team aufgestellt werden. Neben einem guten und modernen Slogan ist wohl gerade im heutigen digitalen Zeitalter die Vernetzung der Kampagne und der digitale Auftritt sehr wichtig, damit die Kampagne erfolgreich wird und viele Menschen erreicht.

Schauen Sie doch direkt mal rein in den Imagefilm zur „Stadt der Städte“:

Nina Blumenrath

Von Nina Blumenrath

Ist derzeit Studentin Master Medienkulturwissenschaft.

Von | 2017-11-15T10:51:37+00:00 18. Oktober 2017|Marketing, Werben im Pott|0 Kommentare

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