, MarketingMobile Marketing: 5 gelungene Apps aus dem Pott

Mobile Marketing: 5 gelungene Apps aus dem Pott

  • View Larger Image Eine eigene App kann genau der richtige Schritt sein, um die digitale Vermarktung voranzutreiben. Foto: Marketing im Pott

    Eine eigene App kann genau der richtige Schritt sein, um die digitale Vermarktung voranzutreiben. Foto: Marketing im Pott

Über die Hälfte des Traffics weltweit wird mittlerweile über mobile Endgeräte verzeichnet. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Mobile Marketing in vielen Unternehmen eine große Rolle spielt. Dabei geht es nicht nur um die Nutzung mobiler Websites, sondern auch um die Entwicklung eigener Applikationen für Smartphones und Tablets.

Das Smartphone ist mein täglicher Begleiter und ich kann mich nicht davon freisprechen, dass ich nicht zumindest in regelmäßigen Abständen drauf schauen würde. Geht es Ihnen ähnlich? Auf dem Smartphone oder dem Tablet wird gesurft, geshoppt, gespielt und mit Anderen kommuniziert. Damit all das möglich ist, benötigt man die passenden Apps. Wann ist es für ein Unternehmen rentabel, eine eigene App zu entwickeln? Ich habe mir diesen Teilbereich des Mobile Marketings für Sie genauer angeschaut.

Welche Leistung können wir bieten?

Bevor man sich mit Themen wie Design, Funktionen oder den verschiedenen Finanzierungsmodellen beschäftigt, sollte man sich zunächst eine Frage stellen: Welche Leistungen bietet das eigene Unternehmen an? Eignen sich diese für die Entwicklung einer App? Eine App sollte dem Nutzer einen Mehrwert gegenüber der normalen mobilen Website bieten, ansonsten fehlt der Anreiz, diese auf sein Endgerät zu laden.

Viele beliebte Bereiche wie Shopping, Spiele, Rezepte oder Bildbearbeitung sind schon von einigen großen Playern besetzt. Deshalb wird es schwierig, sich in diesen Sparten erfolgreich durchzusetzen. Auch die beste Strategie im Mobile Marketing würde hier vermutlich nicht dazu führen, diese Platzhirsche vom Thron zu stoßen.

Die Entwicklung der App

Die Entwicklung von Apps ist in der Regel recht kostspielig. Die Schwierigkeit besteht schon darin, dass eine App für verschiedene Betriebssysteme mehrfach programmiert werden muss. Die großen Anbieter sind dabei der App Store von Apple und der Play Store von Google für Android-Geräte.

Überlegen Sie sich früh genug, wie Ihre App aussehen soll, welche Funktionen sie besitzen soll und welches Finanzierungsmodell Sie damit umsetzen möchten. All diese Entscheidungen haben Einfluss auf den Umfang der Programmierung. Danach können Sie ein möglichst genaues Briefing erstellen, um die Kosten bei der ersten Entwicklung möglichst im Rahmen zu halten. Natürlich unterliegen Apps einer stetigen Weiterentwicklung – auch diese sollten Sie in Ihren Planungen mit einkalkulieren.

Finanzierungsmodelle

Generell kann man zwischen drei Finanzierungsmodellen unterscheiden:

  • kostenlose App (passende Werbung wird meist integriert)
  • kostenpflichtige App (komplett kostenpflichtig oder Unterscheidung nach kostenloser Basis-Variante und kostenpflichtiger Premium-Variante)
  • In-App-Käufe (besonders beliebt bei Spielen, um Extra-Leben o. Ä. zu erhalten)

Egal für welche Variante man sich entscheidet, sie beeinflusst in jeder Hinsicht die Entwicklung der App. Bei einer kostenlosen App ist unter anderem darauf zu achten, dass der Spagat zwischen guter Implementierung von Werbeflächen und der Zufriedenheit der Nutzer gelingt. Ist die Werbung nicht zielgruppengerecht oder zu aufdringlich, werden viele Nutzer die App direkt wieder deinstallieren.

Werbemaßnahmen für die App

Ist die App erstmal entwickelt und auf dem Markt muss auch hier entsprechendes Marketing betrieben werden. Ihre App soll auf möglichst viele Endgeräte der Zielgruppe heruntergeladen werden. Die Downloads einer App spülen nicht nur Geld in die Kasse, sondern helfen Ihnen auch dabei, Ihre App weiter zu verbessern.

Bei Apps ist Feedback von Kunden über die Bewertungen im Store ein nicht zu unterschätzendes Instrument. Behalten Sie diese daher genau im Auge und nehmen Sie die Kritik bei der Verbesserung und Weiterentwicklung der App auf. So können Sie die Zufriedenheit der Nutzer und letztlich die Downloads erhöhen.

Natürlich sollte die App zu Anfang ganz normal über die eigenen Kanäle (eigene Website, soziale Medien) und in eigenen Kampagnen bei geeigneten Medien beworben werden. Ihr erstes Ziel sollte sein, die Bekanntheit der App zu steigern.

5 gelungene Apps im Pott

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle fünf gelungene Beispiele von Apps zeigen, die für den Pott entwickelt worden sind. Durch ihren lokalen Bezug können sie sich mit ihrer Funktion auf ihren Gebieten auch gegen große Anbieter durchsetzen.

Halden Hügel Navi

Hierbei handelt es sich um eine kostenlose App, die zum “Halden Hügel Hopping” einlädt. Angeboten werden zahlreiche Thementouren durch das nördliche Ruhrgebiet. Der Wanderführer bietet aber nicht nur Orientierung, sondern auch viele zusätzliche Infos über die Geschichte der Industriekultur. Auch aktuelle Themen und sehenswerte Hotspots der Region werden dem Nutzer vorgeschlagen. Eine App, die definitiv Mehrwert hat.

Downloads: Google Play Store | Apple App Store

WAZ.de

Lokale Nachrichten, Politik, Sport und Kultur: In dieser App können Sie alle aktuellen News aus dem Ruhrgebiet nachlesen. Durch die Push-Nachrichten werden Sie optional auch über alle wichtigen Ereignisse informiert, wenn Sie die App geschlossen haben. Neben zahlreichen kostenlosen Artikeln setzt die WAZ auch auf Paid Content. Durch das neue “WAZplus” müssen Sie für einige Inhalte Geld bezahlen.

Downloads: Google Play Store | Apple App Store

VRR

Die App des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr sorgt dafür, dass Sie stets wissen, wie Sie von A nach B kommen. Egal ob Zug, Straßenbahn, U-Bahn oder Bus. Die App bietet Ihnen die schnellsten Verbindungen und verrät Ihnen auch gleich, welches Ticket Sie kaufen müssen.

Downloads: Google Play Store | Apple App Store

Radio Essen

Sie möchten Ihren Radiosender auch unterwegs hören? Dann ist die App von Radio Essen (oder einem anderen Lokalradio im Ruhrgebiet) genau das Richtige. In dieser App können Sie nicht nur die aktuellen Verkehrsmeldungen (inklusive Blitzern) nachlesen und den Sender streamen. Sie haben auch eine eingebaute Wecker-Funktion, alle kommenden Events im Sendegebiet im Blick sowie die Möglichkeit, direkt eine Mail ins Studio zu schicken. On top gibt es zahlreiche Spartensender von 80er bis Top40.

Downloads: Google Play Store | Apple App Store

Bermuda3Eck Bochum

Das beliebte Event-Viertel in Bochum bietet in seiner eigenen App gebündelte Informationen zu Veranstaltungen und Aktionen. Auch Fotos vergangener Events sind dort zu finden. Die ansässigen Gastronomen vom Bermuda3Eck machen mit speziellen Angeboten Werbung für ihre Restaurants bzw. Kneipen. Wer dort oft unterwegs ist, der kann sich mit dieser App immer auf dem Laufenden halten.

Downloads: Apple App Store

Fazit

Eine App zu entwickeln kann für Ihr Unternehmen genau der richtige Schritt sein, um die digitale Vermarktung voranzutreiben. Allerdings sollte dieser Schritt auf Grund der hohen Programmierungskosten gut durchdacht werden, damit die eigene App nicht zur Kostenfalle wird. Eine genaue Wettbewerbsbeobachtung und eine klare Positionierung über den USP der App sind zwingend notwendig, um die Potenziale der zukünftigen App auszuloten.

In manchen Fällen ist es durchaus denkbar, dass sich die Investition nicht auszahlen würde. Mobile Marketing können Sie auch über die Verwendung von mobilen Websites betreiben. So spielen Sie auch ohne eigene App eine Rolle auf dem Handy Ihrer Kunden.

Haben Sie eine weitere Top-App für den Pott entdeckt? Ich bin gespannt auf Ihre Ergänzung in den Kommentaren.

Kati Blumenrath

Von Kati Blumenrath

Arbeitet seit 2014 als Projektmanagerin und Bloggerin für Marketing im Pott.

2018-11-07T11:16:37+00:0019. September 2018|

Hinterlassen Sie einen Kommentar