, MarketingMitarbeiterrekrutierung – Suchen Sie noch, oder finden Sie schon?

Mitarbeiterrekrutierung – Suchen Sie noch, oder finden Sie schon?

Eine Hand die mit einem schwarzen Stift "Human Ressources" geschrieben hat

Bild: gustavofrazao – Fotolia.com

Im Rahmen unserer Serie „Mitarbeiter finden & Mitarbeiter binden“ gehen wir in der heutigen Ausgabe auf das Themenfeld „Mitarbeiterrekrutierung“ ein.

Bei der Rekrutierungsstrategie geht es darum, aus einem Pool von Bewerbern den Bewerber herauszufiltern, der dem suchenden Unternehmen weiterhilft und neueImpulse einbringt. Die Erfahrung hat gezeigt – je spezieller die Wunschvorstellungen sind, desto geringer ist die Anzahl der geeigneten Kandidaten. Rekrutierungsprozesse kosten viel Geld – eine fehlbesetzte Stelle aber auch. Schnell können da mehrere zehntausend Euro zusammenkommen.

Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass Rekrutierungsprozesse in vielen Unternehmen immer noch auf die gleiche Art und Weise durchgeführt werden wie vorzwanzig oder dreißig Jahren. Da werden wochenlang Stellenanzeigen in Zeitungen (oder auch Online-Stellenbörsen) für mehrere hundert Euro geschaltet, Massen an Bewerbungen gesichtet (wenn überhaupt ausreichend Bewerbungen eintrudeln, wobei der optimale Bewerber, also die „eierlegende Wollmilchsau“ in den seltensten Fällen dabei ist), Bewerbungsgespräche geführt (wenn man sich überhaupt ausreichend Zeit für den Bewerber nimmt), und dann wird aufgrund des ersten Eindrucks eine Einstellungsentscheidung gefällt.

Mitunter dauert so eine Bewerbungsphase mehrere Monate. Es hat doch sehr viel mit Glück zu tun, wenn eine derartige Rekrutierungsstrategie bei der heutigen Personal- und Bewerbersituation zum tatsächlichen Erfolg führt.

Was viele Unternehmen verkennen – wirklich gute Mitarbeiter suchen nicht, sie wollen gefunden werden!

Wie lassen sich solche Mitarbeiter schnell und effizient gewinnen?

Um den Rekrutierungsprozess effizienter zu gestalten, sollten Unternehmen raus aus ihrer Komfortzone, und selber aktiv werden und Bewerber gezielt ansprechen. Die Direktansprache, also das „Active Sourcing“ hat sich in vielen Branchen, welche durch Fachkräftemangel geprägt sind, als wirkungsvolles Mittel herauskristallisiert, um schnell an geeignete Bewerber zu kommen.

Die digitale Transformation im Recruiting

Unternehmen sollten alles dafür tun, um sich als attraktiver Arbeitgeber zupräsentieren. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, welches Medium genutzt wird (ob eigene Karriereseiten, firmeneigene Blogs, Youtube, Xing, Twitter, LinkedIn, Facebook, Google+ usw.), wichtig ist, dass Unternehmen anfangen, diese Kommunikationsplattformen aktiv für die Personalrekrutierung zu nutzen. Auf diese Plattformen greift die „Generation Y“ gerne und häufig zu – hier ist also die Zielgruppe.

Unternehmen sollten Bewerberdatenbanken aufbauen und diese pflegen – denn da versteckt sich das Potenzial von übermorgen. Auch wenn ein Bewerber vielleicht zum aktuellen Zeitpunkt für das Unternehmen nicht interessant ist – in zwei Jahren kann das wieder ganz anders aussehen. Auch Empfehlungen der eigenen Mitarbeiter sollten systematisch aufgenommen und ausgewertet werden.

Nur wenn man genau weiß,

  • welches Personal
  • mit welcher Qualifikation
  • wann
  • in welcher Anzahl
  • wo benötigt wird,

dann weiß man genau,

  • wo gesucht werden muss
  •  und worauf bei der Suche geachtet werden muss.

Der erste Schritt – klar definierte Personalplanungsprozesse

  • Aussagefähiges Berichtswesen – welches Potenzial ist beim eigenen Mitarbeiterstamm vorhanden?
  • Für die Bereiche, in denen Handlungsbedarf besteht, sollte eine Personalbedarfsplanung erstellt werden
  • Ablauf- und Aufbauorganisation sollte regelmäßig überprüft werden
  • Stellenbeschreibungen einführen – damit jeder Mitarbeiter weiß, was er zu tun hat und welche Kompetenzen er besitzt
  • Um freie Vakanzen exakt besetzen zu können, helfen klar definierte Anforderungsprofile
  • Bei freien Vakanzen – soll intern oder extern gesucht werden?
  • Bewerberauswahlverfahren genau definieren
  • Damit der Start für den neuen Mitarbeiter ohne Probleme verläuft, helfen Checklisten und Einarbeitungsprogramme
  • Neue Mitarbeiter aktiv in die interne Unternehmenskommunikation einbinden
  • Regelmäßige Erfolgsmessung der Rekrutierungsmaßnahmen durchführen
Ziko Jovic

Von Ziko Jovic

Ziko Jovic ist Inhaber von Jovic Consult, einer Beratung für Unternehmenswachstum.

Von | 2017-09-21T17:30:39+00:00 22. Juni 2016|Management, Marketing|0 Kommentare

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