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Mitarbeiter motivieren? Vermeiden Sie die 5 größten Motivationskiller!

Veröffentlicht am 25.04.2016 in Management

motivationskillerGeschafft! Der Kunde ist überzeugt, sein Auftrag unterschrieben.

Zwar ist die Deadline ein wenig eng, aber mit motivierten Mitarbeitern bekommen Sie Zeitplan und Qualität schon hin.

Doch genau bei der Motivation hapert’s. Was also tun? Etwa schon wieder ab in den Hochseilgarten?

Wer engagierte und ambitionierte Mitarbeiter haben möchte, sollte folgende 5 Motivationskiller vermeiden.

Wie motiviere ich meine Mitarbeiter? Diese Aufgabe stellt sich Personalverantwortlichen in allen Führungsebenen jeden Tag aufs Neue.

Und genauso häufig wird sie verdrängt. Weil das Tagesgeschäft im Weg steht, weil das Verständnis für unmotivierte Mitarbeiter fehlt oder weil man einfach nicht glauben kann, dass sich irgendwer in der Belegschaft nicht zu 100% für die Unternehmensziele einsetzen mag.

Viele kleine, aufgeschobene Probleme führen aber irgendwann zum großen Frust. Dem versucht man dann oft mit Incentives und Teambuilding-Maßnahmen zu begegnen: Dann ist die halbe Belegschaft am Freitag auf dem Oktoberfest oder im Hochseilgarten; aber am Montag werden alle wieder von den alten, demotivierenden Strukturen empfangen.

Die Auswirkung solcher Maßnahmen ist also zeitlich beschränkt, und je öfter man sie einsetzt, um so kurzlebiger sind die Effekte auf die Mitarbeitermotivation.

Der Zyklus Demotivation – Incentive – Motivation – abnehmende Motivation – Demotivation beginnt in immer kürzeren Abständen von vorne. Ein Teufelskreis, der Geld, Zeit und Arbeitskraft kostet.

Dabei ist dauerhafte Motivation grundsätzlich einfach: Wenn Sie auf das Prinzip der intrinsischen Motivation setzen. Das bedeutet nichts Anderes, als dass der eigentliche Antrieb vom Mitarbeiter selbst, aus seinem Inneren heraus, kommt.

Dem gegenüber steht die extrinsische Motivation: Sie treibt uns an, Dinge zu tun, um eine Belohnung zu erhalten oder einer Bestrafung aus dem Weg zu gehen („Zuckerbrot und Peitsche“). Und sie ist überholt. Stattdessen gilt:

Leben Sie selbst Ihre Begeisterung für das gemeinsam getragene Unternehmen vor. Zeigen Sie, dass auch Sie arbeiten, um Ihre Firma und Ihre eigene Persönlichkeit voranzubringen – nicht des Geldes und der Statussymbole wegen.

Räumen Sie Ihren Mitarbeitern das Recht zur Selbstbestimmung ein. Fördern Sie deren Ideen. Respektieren Sie, wenn etwas aus eigenem Antrieb geschieht und erkennen Sie Kompetenz sowie Erfahrung Ihrer Mitarbeiter an.

Akzeptieren Sie menschliche Schwächen und die Tatsache, dass es auch bei der Motivation eine Tagesform gibt.

Setzen Sie Ziele so hoch an, dass es zu ihrem Erreichen schon viel Engagement braucht, aber keine übermenschliche Anstrengung. So kommen Sie dem Arbeitsideal des „Flows“ am nächsten!

Führen Sie also in Ihrem Unternehmen wieder die wichtigste Währung für Erfolg ein – den Spaß an der Arbeit.

Dann werden Ihre Mitarbeiter aus eigenem Antrieb (also intrinsisch) all die Eigenschaften annehmen, die sich Vorgesetzte wünschen: Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Entscheidungsfreude und Identifizierung mit den Unternehmenszielen. 

Auf diese Weise vermeiden Sie auch fast automatisch die fünf größten Motivationskiller:

Motivationskiller 1: Kein positives Feedback

Wer Mitarbeiter nur mit ihren Fehlern konfrontiert, aber im umgekehrten Fall mit Lob geizt, kann nicht mit ihrem vollen Arbeitseinsatz rechnen.

Dabei geht es nicht (nur) um Boni oder Prämien für Verbesserungsvorschläge, sondern vor allem um ein aufrichtiges „Gut gemacht!“ zwischendurch. Das ist Motivation, die nichts kostet!

Motivationskiller 2: Unangepasste Erwartungshaltung

Dauerhafte Unterforderung kann genauso lähmend sein wie ständige Überforderung.

Definieren Sie in Absprache mit Führungskräften Aufgaben, an denen Ihre Mitarbeiter wachsen können – und geben Sie ihnen die Möglichkeit, Wissenslücken selbst aktiv zu schließen: mit Weiterbildungsmaßnahmen oder betrieblichen Schulungen.

Das gibt den Mitarbeitern die Möglichkeit, von selbst immer besser zu werden!

Motivationskiller 3: Mangelhafte Kommunikation

Wenn Mitarbeiter von einer wichtigen Umstrukturierung im Unternehmen erst aus der Zeitung erfahren, kann sogar die Grenze von fehlender Motivation zum betrieblichen Unfrieden überschritten werden.

Seien Sie offen, kommunizieren Sie schlechte Nachrichten genauso wie gemeinsame Erfolge. Das stärkt den Zusammenhalt!

Motivationskiller 4: Der Mitarbeiter als Kostenfaktor

Schon der Begriff „Humankapital“ ist abwertend: Sehen Sie Ihr Personal nicht als Kostenpunkt, sondern als wichtige und wertvolle Investition.

Wer sich selbst nur als Bilanzposten wahrgenommen fühlt, fühlt sich austauschbar und erkennt keine Perspektive, für die es sich einzusetzen lohnt. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern Ihre Wertschätzung. Das erhöht ihre Leistungsbereitschaft!

Motivationskiller 5: Geld (Ja, doch!)

Ist das Gehalt zu niedrig, fehlt jeden Monat aufs neue die Basismotivation. Doch Vorsicht: Eine angemessene Vergütung sollte für gutes Personal eine Selbstverständlichkeit sein – und nicht in Form von Prämien als die sprichwörtliche Möhre dienen, der es hinterherlaufen muss.

Setzen Sie lieber auf ein solides, die Leistung anerkennendes Grundgehalt statt auf ein überzogenes Bonus-System, das existenzentscheidend sein kann. Das gibt die für Motivation so wichtige Sicherheit!

Klingt alles ganz logisch, sagen Sie? Und dennoch schleichen sich diese fünf Motivationskiller immer wieder ein.

Wehren Sie sich dauerhaft dagegen mit intrinsischer Motivation und sichern Sie sich damit Loyalität und hohes Engagement Ihrer Mitarbeiter!

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verwendete Bilder: © Björn Wylezich - Fotolia.com

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