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Mit Content Marketing das Image pflegen

Eine Reihe voller Make-up

Bild: aviemil – Fotolia.com

Die Möglichkeiten, die Content Marketing bietet, erschöpfen sich nicht in der bloßen Neukundengewinnung (und gegebenenfalls Pflege von Bestandskunden).

Wer die Bereitstellung von hochwertigen Inhalten lediglich darauf reduziert, verschenkt Potenzial.

Content Marketing lässt sich nämlich ebenso hervorragend zur Pflege des Unternehmensimages verwenden.

Gutes Image, guter Umsatz

So einfach dieser Satz klingt, so wahr ist er größtenteils auch.

Volkswagen zum Beispiel baut mit Sicherheit gute Autos. Aber: Das tun viele andere Hersteller auch. VW hingegen gewinnt auch durch sein exzellentes Image (in Deutschland, Europa und China), nämlich als Hersteller solider, langlebiger und hochwertiger Karosserien. Und hierbei geht es nicht nur um den Verkauf.

Auch als Arbeitgeber ist VW beliebt und begehrt. “Volkswagen ist ein gutes Unternehmen.” Derlei Statements dürfte jeder Mitarbeiter des Konzerns schon einmal von Außenstehenden gehört haben. Wer dort arbeitet, genießt ein hohes Maß an Reputation – ganz automatisch.

Am Image zu feilen, lohnt sich

Das Unternehmensimage wirkt also auf mehreren Ebenen.

Zum einen treibt ein positives Image die blanken Verkaufszahlen in die Höhe. Zum anderen hat es auch in Punkto Mitarbeitergewinnung die Nase vorn.

Die Besten wollen eben auch zu den besten Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt. Und hier geht es keinesfalls nur um Global Player. In jeder Stadt gibt es das ein oder andere lokale oder regionale Unternehmen, dass einen besonders guten Ruf genießt: DER Bäcker, DER Friseur oder DER angesagte Klamottenladen. Ein Geschäft eben, in dem man gerne einkauft (oder in dem man gerne arbeiten würde).

Wie gelingt es, mit Content Marketing das Unternehmensimage zu beeinflussen?

Hier gilt wie bei der Generierung von Kunden: Je hochwertiger die bereitgestellten Inhalte desto mehr Erfolg kann ein Unternehmen vom Content Marketing erwarten.

Das Schöne am Content Marketing ist, dass der Phantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Wichtig ist hier aber grundsätzlich immer, die Authentizität zu bewahren. Etwas vorzugeben, dass man nicht ist oder kann, zahlt sich nicht aus.

Der Unternehmensblog

Wichtig ist, sich klarzumachen, dass man Content sehr gut dazu verwenden kann, etwas über das Unternehmen an sich zu sagen.

Corporate Blogs sind hierfür eine geeignete Plattform. Sind die Inhalte geschickt aufbereitet, so ist ein Unternehmensblog ein ganz hervorragendes Mittel, um am Image zu feilen oder ein Image aufzubauen.

Hier kann der Leser, ohne über unerwünschte Werbung zu stolpern, mehr über die “inneren Werte” des Unternehmens erfahren. So ist es zu Beispiel ein Leichtes, in fachlichen Blogposts hier und da eine kleine Anekdote aus dem Unternehmensalltag einzubauen. Das gibt dem Text ein wenig Schwung und transportiert – und das ist das Wichtige – Persönliches.

Der Leser erhält einen Einblick in das Unternehmen jenseits von Werbung und schlichter Produktion.

Interviews mit Mitarbeitern haben übrigens einen ähnlichen Effekt. Hier ist aber Vorsicht geboten: Fallen diese Interviews zu offensichtlich werblich (oder zu unnatürlich) aus, hat das eher einen negativen Effekt. Mehr denn je ist hier Authentizität gefragt.

Soziale Netzwerke

Wenn es um Content Marketing geht, muss man immer auch die sozialen Netzwerke im Blickwinkel haben, denn sie bieten eine schier unersättliche Plattform für Content aller Art.

Gerade der etwas “persönlichere” Content eines Unternehmens ist hier in der Regel gut aufgehoben. Das können Fotos von Mitarbeiterfesten wie Geburtstage oder Jubiläen sein, Bilder vom Umbau des Firmengebäudes etc. Aber Vorsicht: Einfach mal ein bisschen in den Social Networks mitmischen, kann ins Auge gehen, wenn man mit den Gepflogenheiten der Netzgemeinde nicht vertraut ist.

So manche Firma bezahlte eine unüberlegte Aktion oder ein falsch gewähltes Wort schon mit einem Shitstorm, der dann zwar für viel Publicity sorgt, das Image eines Unternehmens aber auch nachhaltig schädigen kann.

Die fachliche Ebene

Um Expertise zu verdeutlichen eignen sich zum Beispiel Whitepaper bzw. E-books, die die Besucher Ihrer Homepage, sich herunterladen oder anfordern können.

Ansprechend aufbereitet, gründlich recherchiert und gänzlich ohne werbenden Charakter, unterstützen Sie den Konsumenten in seiner Entscheidungsfindung für ein ganz spezielles Problem oder in einem ganz klar eingegrenzten Fachgebiet.

Diese Art von Content kann zum Imagegewinn beitragen, indem er das Unternehmen mit ausgewiesener Kompetenz belegt.

Lachen verbindet

Von Bedeutung ist es aber nicht nur, auf der rein fachlichen Ebene einen guten Ruf zu erlangen.

Die emotionale Komponente ist hier mindestens genauso wichtig. Wenn man mit jemandem gemeinsam lachen kann, bzw, wenn jemand über den selben Humor verfügt, wie man selbst, steigt das Sympathiebarometer sprunghaft an. Das ist ganz natürlich.

Diese Tatsache kann man beim Imageaufbau mittels Content Marketing effektiv nutzen. Humorvolle Inhalte wie unternehmens- oder fachbezogene Videos, die witzig umgesetzt werden, können hier ein gutes Mittel der Wahl sein.

Gutes tun und (dezent) darüber sprechen

Bei großen Unternehmen ist es längst Gang und Gäbe, soziales Engagement zu zeigen.

Was bei Audi beispielsweise die “Audi Freiwilligentage” sind, ist bei Deichmann unter anderem die regelmäßige Unterstützung von FLIZmobil in Essen.

Die Konzerne tun dies eher nicht (ausschließlich) aus reiner “Nächstenliebe”. Ein soziales Gewissen zu haben und sich aktiv in dem ein oder anderen Bereich zu engagieren, steht jedem Unternehmen gut zu Gesicht.

Wichtig ist, zu zeigen, dass es nicht nur um den rein materiellen Gewinn geht, sondern dass man geschlossen für gewisse Werte einsteht. Soziales Engagement lässt sich sehr einfach und gut in ansprechenden Content verpacken, sei es nun ein Videobeitrag, Blogposts oder aber eine Rubrik auf der Homepage, die regelmäßig gefüttert wird.

Wichtig hierbei ist, die eigenen guten Taten zwar konkret zu benennen und darüber zu berichten, aber nicht damit zu “prahlen”.

Auch hier gilt: Ohne eine Strategie läuft nichts

Das Vorhaben, sich gezielt mit Content in der öffentlichen Wahrnehmung zu positionieren und nach und nach ein bestimmtes Bild in die Köpfe der Menschen zu transportieren, bedarf einiger Vorarbeit.

Hierzu gehört vor allem, sich zu fragen: “Wie genau soll mein Image denn eigentlich aussehen?” Um diese Kernfrage müssen Geschäftsführer und Marketingfachkräfte eine Strategie aufbauen.

Schafft man es, diese Imagestrategie stringent umzusetzen, wird schnell klar: Content Marketing ist eine hervorragende (und kostengünstige) Möglichkeit, um am Unternehmenimage zu feilen.

 

 

Vanessa Lehmkuhl

Von Vanessa Lehmkuhl

Seit 2008 ist die Marketing- und Kommunikationswirtin im B2B-Vertrieb eines regionalen Medienunternehmens gegenüber Werbetreibenden beratend tätig.

Von | 2017-08-09T09:46:48+00:00 27. Juli 2015|Marketing, Werbung|0 Kommentare

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