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Media-Lexikon: Begrifflichkeiten im Social Media Marketing

Jeder, der sich schon einmal in sozialen Medien umgeschaut hat, ist auf sie gestoßen: Anzeigen und Beiträge von Unternehmen, in denen Produkte oder das Unternehmen selbst präsentiert werden. Diese sind Teil des Social Media Marketings, dahinter steckt meist eine umfangreiche Marketingplanung.

Willkommen im Social Media Marketing

In diesem Teil unseres Media-Lexikons möchte ich versuchen, Ihnen die Methoden und Aspekte von Social Media Marketing näherzubringen.

Social Media Marketing beschreibt die Marketingmaßnahmen, die unter Nutzung sozialer Netzwerke für die unternehmenseigenen Interessen durchgeführt werden. Mittlerweile steigt der Stellenwert des Social Media Marketing in kleinen wie großen Unternehmen an. Nahezu jeder Unternehmensbereich, sei es Marketing, Vertrieb oder Personal, kann von Social Media Marketing profitieren. Und da mittlerweile rund 80 % der Internet-User Social Media Plattformen nutzen, macht es durchaus Sinn, sich dort zu präsentieren. Doch welche Methode ist für welchen Zweck die Richtige? Nachfolgend finden Sie ein paar Möglichkeiten:

  • Social Media Relations
  • Virales Marketing
  • Influencer Marketing
  • Blogposts
  • Podcasts

Auf die einzelnen Methoden gehe ich im Folgenden gezielt ein.

Social Media Relations

Hierunter versteht man die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen, die in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter, XING und Co. aktiv sind. Dies kann zum einen eine allgemeine Image-Kampagne zur Bekanntheitssteigerung sein, zum anderen können in diesem Bereich auch konkrete Produkte oder Dienstleistungen beworben werden.

All diese Aktivitäten dienen dazu, die Aufmerksamkeit der User im jeweiligen sozialen Netzwerk zu erhöhen und einen relevanten USP (im Vergleich zu anderen Werbetreibenden im Netz) zu generieren.

Virales Marketing

Virales Marketing nutzt die Aufmerksamkeit im Netz durch teils außergewöhnliche Methoden, um ein Produkt oder eine Dienstleistung bzw. eine Kampagne zu verbreiten. Diese Methode wird „virales“ Marketing genannt, da die Inhalte ähnlich wie bei einem Virus von Mensch zu Mensch weitergetragen werden.
Dazu muss die Kampagne unter anderem einprägsam und unterhaltsam sein, um den viralen Effekt zu begünstigen. Oft werden hierzu Belohnungen wie Gutscheine oder Rabatte in Aussicht gestellt, wenn man die Inhalte mit Freunden teilt oder weiterempfiehlt.

Ein großer Vorteil dieser Methodik ist die überschaubare Investition. Meist reicht eine Zurverfügungstellung von Gutscheinen oder Prämien, um den viralen Effekt anzustoßen. Allerdings hat eine Weiterleitung oder Empfehlung einer solchen Kampagne nicht zwingend etwas mit der Überzeugung vom Produkt selbst zu tun, sondern kann aus rein unterhaltsamen Aspekten oder aufgrund der jeweiligen Belohnung empfohlen worden sein. Eine genau zuzuordnende Messbarkeit des Erfolges auf das jeweilige Produkt ist in den wenigsten Fällen gegeben.

Influencer Marketing

Influencer Marketing an sich ist keine Erfindung des Social Media Marketings.

Der Grundgedanke hierbei ist auch nicht neu. Schon vor der Zeit der sozialen Netzwerke gab es prominente Persönlichkeiten („Testimonials“), die für ein bestimmtes Unternehmen, bzw. deren Marke geworben haben. Influencer hingegen sind durch die sozialen Netze erst bekannt geworden und erstellen, anders als Testimonials, ihre Kampagne zum Produkt selbst – durch Fotos, Videos, etc.

Heutzutage bedienen sich Unternehmen zahlreicher Influencer aus Mode, Film und Musik – je nach Zielgruppenalter stehen auch immer mehr YouTube- oder Instagram-Stars auf der Wunschliste der Unternehmen. Viele von ihnen sind in einer bestimmten Sparte (Fitness, Beauty, Do-it-yourself,…) erfolgreich und promoten meist auch nur Produkte aus dem Bereich.

Der große Vorteil hier ist die Identifikation der Konsumenten mit den jeweiligen Stars und deren genutzter oder empfohlener Produkte.

Blogposts

Bei Blogs handelt es sich um Websites, die von Einzelpersonen, Gruppen oder Unternehmen betrieben werden und verschiedenste Themen beinhalten, öffentlich sind und somit allen Internetznutzern zur Verfügung stehen.
Die meisten Blogs bieten Kommentier- und Share-Funktionen, mit denen Leser auf die Inhalte reagieren oder sie weiterverbreiten können.

Die Texte selbst werden als Blogpost bezeichnet und können beispielsweise Unternehmen als weiterer Customer-Touch-Point dazu dienen, Kundenservice zu betreiben.

Die Beantwortung allgemeiner Kundenfragen, Informationsbereitstellung oder auch grundsätzliche Interaktion mit den Kunden, dies alles ist über einen Blog möglich. Gleichzeitig profitieren alle interessierten Leser des Blogs von den Inhalten, die dort vermittelt werden. Dieser Mehrwert ist notwendig, da Blogs nach dem Pull-Prinzip funktionieren.

Podcasts

Hierbei handelt es sich um Audio- oder Videobeiträge (Videocasts), die aus verschiedenen kleinen Beiträgen bestehen. Mit den entsprechenden Apps (z.B. Downcast für iOS oder Pocket Casts für Android) kann man diese bequem abonnieren oder auch herunterladen.

Corporate Podcasts sind für Unternehmen sehr bedeutsam, da dort aktiv Inhalte erstellt und publik gemacht werden können. Auch hier sollte der Mehrwert für den Kunden auf Anhieb sichtbar sein, da auch hier das Pull-Prinzip vorliegt. So kann man hier, ähnlich wie bei den Blogposts, auf Kundenfragen eingehen, nützliche Informationen über das Unternehmen geben oder Ähnliches.

Ein Podcast hat den Vorteil der akustischen Wahrnehmung. Der Hörer benötigt also nur seine Ohren. Beim Lesen von Blogs oder dem Surfen durch soziale Medien ist die Konzentration auf einen Bildschirm bzw. ein Smartphone erforderlich. Ein Podcast kann auf dem Weg ins Büro, beim Joggen oder der Hausarbeit bequem mitlaufen – und das macht ihn bei Hörern so beliebt.

Fazit

Social Media Marketing ist eine sinnvolle Methode, weitere Touch-Points mit dem Kunden zu generieren. Wie anfangs erwähnt hat man hier die Möglichkeit, mit 80 % der Internet-User in Kontakt zu treten. Jedoch müssen diese Plattformen gepflegt und ständig mit Inhalt gefüllt werden. Nur so garantiert man eine regelmäßige Interaktion mit (potenziellen) Kunden.

Guido Stratmann

Von Guido Stratmann

Arbeitet als Mediaberater für den Lokalradiosender Radio Sauerland.

2018-02-14T11:41:31+00:0017. Januar 2018|

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