Marketing im Pott – der Marketing-Blog für das Ruhrgebiet

Marketingtrends Teil V: Legal Big Data

Veröffentlicht am 14.01.2015 in Marketing & Management

Big_DataErfolgreiche Marketingmaßnahmen basieren auf Informationen bzw. Daten, die Unternehmen über ihre Kunden und deren Bedürfnisse sammeln.

Allerdings sind es besonders kleine und mittelständische Unternehmen, die wertvolle personenbezogene Daten ihrer Kunden zwar sammeln, aber nicht damit arbeiten. Zu kompliziert erscheinen so manch einem die rechtlichen Aspekte bei der Datennutzung.

Dadurch verzichten diese Unternehmen auf wertvolle Wettbewerbsvorteile, die sich durch die Anfertigung von Kundenprofilen für sie erschließen würden.

Geht es Ihnen auch so? Dann sind Schlagwörter wie Datennutzungsmanagement, Big Data sowie Legal Big Data genau Ihr Thema.

Big Data etc. – Was steckt dahinter?

Big Data – u. a. ein Buzzword im Bereich Marketing, das nicht erst seit 2015 existiert. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Der Begriff Big Data bezeichnet ein generell stark ansteigendes Volumen digitaler Datenmengen, das bei Unternehmen im Alltagsgeschäft anfällt.

Woher kommen diese Datenberge? Wir leben in einer Zeit, die geprägt ist von Themen wie Online-Shopping, Cloud Computing, Social Media, Smartphones etc. Insbesondere in der digitalen Welt hinterlässt jeder von uns Spuren und insgesamt bringt diese Entwicklung riesige Datenmengen hervor. 

Die umfangreichen Datenmengen sind unstrukturiert und müssen von Unternehmen mithilfe vom sogenannten Datennutzungsmanagement bzw. mithilfe von entsprechenden Programmen aufbereitet werden, um mit den Daten arbeiten zu können.

Allgemein geht es bei Big Data um eine effektive Nutzung von großen Datenmengen für wirtschaftliche Zwecke. Denn datengetriebene Marketingmaßnahmen können Ihrem Unternehmen große Erfolge bringen.

Wissen Sie, wer Ihre Kunden sind?

Nur wenn Sie Ihre Kunden kennen, können Sie Ihre Angebote entsprechend derer Bedürfnisse anpassen und somit erfolgreich Umsatz generieren.

In meinem letzten Blog-Artikel über das Thema Superpersonalisierung ging es auch schon um die Wichtigkeit, die eigenen Kunden ganz genau zu kennen, um diesen individuell begegnen zu können.

Auch die anderen Marketingtrends 2015, nämlich Customer Experience Management und Content Marketing, funktionieren nur, wenn der Kunde bekannt ist. Das gelingt Ihnen durch ein professionelles Datenmanagement. Sie merken, alle neuen Marketingtrends gehen Hand in Hand.

Big Data und KMU – Passt das zusammen?

Verständlicherweise fragt sich wahrscheinlich nun so manch einer von Ihnen, wie man so viele Informationen organisieren kann und ob sich auch kleine sowie mittelständische Unternehmen mit diesem großen Thema beschäftigen sollten. Eindeutig ja, denn Ihr Wettbewerb schläft nicht und es wäre fatal, wenn dieser Ihre Kunden irgendwann besser kennt als Sie.

Geeignete Software, die es mit Big Data aufnehmen kann, ist längst auf dem Markt erhältlich, z. B. hier. Lassen Sie sich am besten über Ihre Möglichkeiten von den Anbietern beraten.

Welche Daten sammeln Unternehmen sonst noch?

Das Verhalten Ihrer Kunden können Sie an verschiedenen Kontaktpunkten sammeln, on- sowie offline, z. B.

  • Transaktionen über den Online-Shop
  • Reaktionen in digitalen Kanälen, z. B. Facebook
  • Feedback aus Bewertungsumfragen schriftlich, telefonisch oder persönlich
  • Kaufverhalten im Ladenlokal
  • Besuchshäufigkeit Online-Shop und Ladenlokal
  • Auswertung von Kundenkarten
  • Reaktionen auf E-Mails
  • Klickverhalten im Online-Shop etc.

Von Big Data zu Legal Big Data

Bei der Einführung vom Datennutzungsmanagement gibt es einige rechtliche Hürden zu berücksichtigen. Die Erfassung sowie Verarbeitung von Daten unterliegen gesetzlichen Vorschriften, Stichwort: Datenschutz.

Welche Daten Sie wie erheben und nutzen dürfen, wird Ihnen hier beantwortet. 

Datennutzungsmanagement als Wertschöpfungsfaktor nutzen

Scheinbar komplizierte rechtliche Rahmenbedingungen zur Einführung eines Datennutzungsmanagements halten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen davon ab Kundendaten zu sammeln. So gehen den Unternehmen aber wertvolle Informationen verloren.

Sich als Unternehmen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen zur Datennutzung und Systemen zur Datensammlung und -analyse auseinanderzusetzen, lohnt sich auf jeden Fall.

Je langfristiger Sie Kundendaten sammeln und aufbereiten, desto eindeutiger lassen sich Kundenprofile erstellen. Der dadurch entstehende Mehrwert für Ihr Unternehmen ist immens.

Stellen Sie sich vor, dass Sie nahezu voraussagen können, welches Produkt Ihr Stammkunde als nächstes kaufen möchte. An dieser Stelle ein passendes Angebot zu erstellen wäre dann nur noch ein Leichtes für Sie.

Ein ausgefeiltes Datennutzungsmanagement ist eindeutig ein Wertschöpfungsfaktor für Ihr Unternehmen.

verwendete Bilder: © vege - Fotolia.com

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