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Marketing im Quadrat: Wie Sie QR-Codes sinnvoll einsetzen

Veröffentlicht am 03.02.2015 in Marketing & Werbung

qr-code-marketingWir entdecken sie an den unterschiedlichsten Stellen: Sie sind klein und quadratisch und zieren Plakate, Internetseiten, Visitenkarten oder Werbeaufkleber.

Die Rede ist von QR-Codes. Die Codes aus schwarzen Punkten auf weißem Grund eröffnen mobilen internetfähigen Geräten ganze Welten an Information.

In diesem Blogpost erfahren Sie, wie Sie die kleinen Quadrate sinnvoll in Ihre eigene Marketingstrategie integrieren.

Fast jeder trägt einen Scanner permanent mit sich herum

Technisch ist es eine ganz einfache Angelegenheit, da in das zufällig wirkende Punktemuster lediglich eine kurze Textbotschaft, meistens eine Internetadresse, maschinenlesbar codiert ist.

Das Prinzip ist nicht neu. Denken Sie etwa an die Kassen im Supermarkt, die anhand des Scanners und des Strichcodes die Artikelnummer erfassen.

Neu und ziemlich genial hingegen ist die Technik des Scannens, da einfach auf die kleinen Kameramodule zurückgegriffen wird, die in fast allen Geräten verbaut sind.

Da junge Menschen nur in Ausnahmefällen ohne ihr Smartphone und damit ihr QR-Lesegerät unterwegs sind, bietet sich hier der ideale Ansatzpunkt für Endkundenmarketing in der Zielgruppe der 10 bis 40-jährigen.

Wo funktionieren QR Codes?

QR Codes erfordern keine große Fläche, um einwandfrei gescannt werden zu können. Das spart wertvollen Werbeplatz.

Beachten Sie aber, dass man durch die Weitwinkeloptik der meisten eingebauten Kameras relativ nahe an den Code herangehen muss – je kleiner die Druckgröße, umso näher.

Es ist beispielsweise nicht möglich, aus einem fahrenden Bus heraus einen postkartengroßen Code von einem Plakat auf einer Verkehrsinsel zu scannen.

Auf die Zugänglichkeit muss im Allgemeinen geachtet werden. Sie wollen schließlich nicht, dass jemand überfahren wird beim Versuch, Ihrer Werbebotschaft zu folgen. Die Verkehrsinsel verbietet sich also selbstredend.

Eine Anbringung an einem sicheren Ort und auf Augenhöhe oder knapp darunter erleichtert nicht nur das optische Erkennen, sondern auch den Scannvorgang mit dem Mobilgerät.

QR Code Marketing findet typischerweise in Szenarios wie Bushaltestellen oder an Schaufenstern statt.

Stellen also, an denen der Nutzer nicht von wichtigen Umgebungsereignissen abgelenkt wird. Die Haltestellensituation gehört dabei zu den Idealschauplätzen.

Die Nutzer warten, haben Zeit und – weil das Smartphone heute der liebste Zeitvertreib junger Menschen ist – dieses schon in der Hand.

Das Ziel ist jetzt, die Aufmerksamkeit auf die QR-Codes zu lenken.

Das kann etwa durch ein attraktives Plakatmotiv gelingen, das eine Geschichte anreißt oder durch eine rätselhafte Gestaltung neugierig macht.

Jetzt noch ein Hinweis, dass die Antwort auf alle aufgeworfenen Fragen hinter dem QR-Code zu finden ist und Sie haben die Leute da, wo Sie sie haben wollen: Auf Ihrer Website, Facebook Fanpage oder auch anderen kreativen Zielen, die Sie mit Ihrem QR Code verbinden.

Digital und Print verbinden

Zweifelsohne wird die Verbreitung der QR-Technik wachsen.

Zum einen weil sie sehr preiswert in der Herstellung ist. Zum anderen kann sie in nächster Zeit zumindest noch die Exklusivität der High-Tech-Aura für sich in Anspruch nehmen.

Je gängiger eine Werbemethode aber wird, desto mehr tritt der Gewöhnungseffekt beim Konsumenten in den Vordergrund.

Was heute noch hip ist, wirkt in einigen Jahren vielleicht schon fast konservativ. Spätestens wenn jedes Plakat mit einem QR Code bedruckt ist, stechen Sie mit dieser Maßnahme nicht mehr aus der Masse heraus, so wie es jetzt noch möglich ist.

Es ist also Zeit, sich Gedanken über innovative Anwendungsmöglichkeiten zu machen.

Hierbei hilft es, sich die kleinen Codes als Leseerleichterung vorzustellen. Der Link auf Printprodukten muss jetzt nicht mehr abgeschrieben werden, sondern wird auf schnelle Weise digitalisiert.

Genau genommen ist es eine Verschmelzung von On- und Offline, Digital und Print.

Dafür eignen sich Visitenkarten, Flyer oder Informationsbroschüren. Genau genommen kommen fast alle Drucksachen im Corporate-Bereich für die Verwendung von QR-Codes in Frage.

Etwas weiter gedacht, können QR Codes auch benutzt werden, wenn es um die Vermittlung verschiedener, ortsspezifischer Information geht.

Eine Galerie zum Beispiel kann neben jedem Exponat einen eigenen Code anbringen, der die Besucher zu einem Informationstext leitet oder dafür sorgt, dass ihnen eine kurze Tondatei vorgespielt wird: Eine Art moderner Audioguide.

Zielgruppen individuell anprechen

Für das Produktmarketing bedeutet dies: QR-Codes bieten Ihnen als Marketer die Möglichkeit, verschiedene Produkte Ihrer Marke mit sehr spezifischen Informationen zu verknüpfen. Es ist somit deutlich einfach gerade kleinere spezifische Zielgruppen anzusprechen.

Ich möchte Ihnen anhand eines Beispiels zeigen, wie Sie einzelne Zielgruppen mit einer einzigen Werbemaßnahme ansprechen können:

Nehmen wir doch die Printmaßnahme eines Parfumherstellers.

Ein einladendes Bild mit einem Seemann und seiner Braut vor schäumender Gischt. Darunter zwei QR Codes – für Sie und für Ihn. Die Ziele, zu denen weibliche und männliche Nutzer geführt werden, können nun unterschiedliche Websites oder Videoclips im einheitlichen Corporate Design sein.

Hier ist nun auf einfache Weise die Möglichkeit entstanden, eine Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen und zwei verschiedene Zielgruppen direkt anzusprechen.

Die Maßnahme selbst lässt sich preiswert auf einer einseitigen Anzeige in einem Magazin unterbringen.

Nicht jeder Ort ist ideal

Ungeeignet für die Anbringung eines QR Codes sind Orte, an denen Menschen gehetzt sind, wie etwa Gänge zwischen U-Bahngleisen.

Das Scannen benötigt immerhin Zeit, um das Handy aus der Tasche zu holen und die entsprechende App zu starten. Außerdem nützt es Ihnen wenig, wenn die Kunden zwar auf Ihrer Seite landen, aber dann keine Zeit für die Auseinandersetzung mit den Inhalten haben.

Zeit spielt neben dem Ort die wichtigste Rolle. Deswegen scheitert eine Verwendung in Medien, in denen Gebühren im Sekundentakt anfallen, wie etwa traditionelle TV-Werbung.

Hier macht das Einblenden einer leicht zu merkenden Internetadresse im Textformat mehr Sinn als ein QR Code.

Quadratisch, praktisch, gut

Die Verwendung von QR Codes ist also durchweg empfehlenswert – mit Ausnahme von TV-Werbung und der Anbringung an schlecht zugänglichen Orten.

Ein Unternehmen, das ohnehin Printmaßnahmen durchführt, kann seine klassische Kampagne auf einfache Weise durch die Verwendung von QR-Codes ergänzen – ohne dafür einen größeren Teil der verfügbaren Fläche opfern zu müssen.

Durch die Verwendung von QR-Codes erschließen sich Möglichkeiten, die bisher mit konventionellen Printmedien nicht zu realisieren waren: Die Botschaft landet nicht nur temporär vor den Augen des Konsumenten, sondern in seinem individuellen Smartphone.

Und dieses wird immer genutzt, ganz gleich ob man sich Zuhause befindet oder unterwegs ist.

Vielleicht haben Sie durch diesen Blogbeitrag ja Lust bekommen, QR-Codes auch in Ihre Marketingstrategie einzubinden?

Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit mir teilen. Nutzen Sie hierfür einfach die Kommentarfunktion!

verwendete Bilder: © fotomek - Fotolia.com

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