, WerbungKino als Bühne für regionale Werbung – Die Vor- und Nachteile

Kino als Bühne für regionale Werbung – Die Vor- und Nachteile

Popcorn und Kinotickets

verwendete Bilder: © Claudia Paulussen – Fotolia.com

Bis vor einigen Jahren wurde Kinowerbung von kleinen und mittelständischen Unternehmen eher selten in Betracht gezogen. Damals reichte es für Firmen noch, den Großteil ihrer Werbung über Printprodukte zu streuen.

Heute, in Zeiten des allgemeinen Leserschwunds im Printbereich, hat die klassische Anzeige in der Tageszeitung zwar nicht ausgedient, aber Konkurrenz bekommen.

Kinowerbung als Teil des Marketingmix

Gerade wenn es darum geht, auch jüngere Zielgruppen abzudecken, reichen die altbewährten Werbemethoden also nicht mehr aus.

Wer sein Werbebudget optimal nutzen will, setzt auf einen Mix an Marketingaktivitäten.

Wenn Sie für eine Kampagne mehrere Werbemittel parallel einsetzen, also beispielsweise Print-, Radio-, Außen- und Kinowerbung buchen, erreichen Sie mehr Menschen als mit einem Medium alleine. Hierbei kommen Medien zum Einsatz, die sich gegenseitig ergänzen, so dass auch Nicht-Nutzer eines Leitmediums, wie z. B. ursprünglich die Tageszeitung, durch andere Medienkanäle erreicht werden können.

Einige Medien haben sich in den letzten Jahren auffallend nach vorne entwickelt und sind zum festen Bestandteil von Werbeplänen geworden.

Zu diesen Werbeformen gehört auch die Kinowerbung.

Ist Kinowerbung das Richtige für mein Unternehmen?

Kinobesuche sind nach wie vor eine beliebte Freizeitbeschäftigung; über 300 Kinoleinwände bietet allein das Ruhrgebiet.

Wenn Sie überlegen, ob diese Werbeform auch für Ihr Unternehmen das Richtige ist: Die wichtigsten Vor- und Nachteile des Mediums lesen Sie hier im Überblick.

Die Vorteile:

Hohe Akzeptanz und kein Wegschalten der Werbung

Im Kino erreichen Sie Ihre Zielgruppe äußerst aufnahmebereit, da jeder Besucher gespannt auf den Filmstart wartet.

Anders als beim TV wird Kinowerbung als dazugehörig empfunden und einige Besucher wollen diese sogar nicht verpassen.

Wenn Sie regelmäßig ins Kino gehen, haben Sie sicher schon mal miterlebt, dass nicht nur der Film einige Lacher erntet, sondern auch die Werbespots, die im Vorfeld laufen. Einige gut gemachte Kreativbotschaften sind immer dabei, die den Kinosaal durch ihre Story mindestens zum Schmunzeln bringen. Anders als beim TV wird die Werbeunterbrechung hier nicht zum Wegschalten genutzt.

Nicht zuletzt steht Kino für Single-Tasking, die Besucher konzentrieren sich also auf die Leinwand, es findet keine Nebenbei-Nutzung statt.

Große Emotionen sorgen für große Werbewirkung

Kino ist ein Ort der großen Gefühle, ob spannend, witzig, dramatisch oder romantisch.

Wenn Sie sich für Werbung in diesem Medium entscheiden, können Sie Ihre Werbebotschaft entsprechend dramatisch inszenieren. Was Menschen mit starken Gefühlen verbinden, können sie sich auch deutlich besser merken – deshalb kann Kinowerbung Ihre Botschaft wirksam in den Köpfen des Publikums abspeichern.

Werbung profitiert von Gemeinschaftsgefühl und positiver Stimmung

Kino findet im Kollektiv statt – gemeinsam lachen, weinen, erschrecken und sich fürchten schafft ein Gemeinschaftserlebnis für den einzelnen Besucher. Zusammen mit der positiven Freizeitstimmung, die einen Kinobesuch begleitet, macht das die Zuschauer besonders aufnahmebereit und wohlwollend gegenüber den Werbebotschaften.

Die Leinwand erreicht die junge Zielgruppe

Im Kino erreichen Sie überwiegend die umkämpfte junge Zielgruppe von 6 – 40 Jahren. Typischerweise sind die Besucher gebildet, aktiv und kaufkräftig.

Vielseitige Werbemöglichkeiten

Ihre Kinowerbung auf der Leinwand lässt sich natürlich auch mit Promotionaktivitäten verbinden, zum Beispiel durch die Einblendung Ihres Werbespots und eine anschließende Verteilung von Probierartikeln wie Snacks.

Aber auch während der Wartezeit im Kinofoyer können Sie Besucher auf sich aufmerksam machen: Durch Ihre Werbung auf Flyern, Plakaten, Ticketrückseiten und Popcorntüten.

Die Nachteile:

Die Leinwand erreicht die junge Zielgruppe

Was eben schon als Vorteil aufgelistet wurde, birgt natürlich auch eine Kehrseite. Je nach Produkt oder Dienstleistung Ihres Unternehmens werden Sie hier natürlich überlegen, ob das Kino Ihrer Zielgruppe gerecht wird.

Vertreiben Sie Produkte, die Senioren ansprechen sollen, birgt Kinowerbung zu hohe Streuverluste.

Kosten von Kinowerbung sind vergleichsweise hoch

Das Preis-/Leistungsverhältnis von Medien wird mittels des sogenannten Tausend-Kontakt-Preises (TKP) verglichen.

Der TKP-Wert gibt Ihnen Antwort auf die Frage, wieviel Budget Sie pro 1.000 Kontakte aufwenden müssen. Der TKP von Kino als Medium ist im Vergleich zu anderen Medien wie Out-of-home, Radio, Zeitschriften und TV sehr hoch.

Allerdings ist Werbung im Kino nicht unbezahlbar, vor allem regional und lokal. Lassen Sie sich am besten von entsprechenden Buchungsagenturen beraten. Ist die Werbung aufmerksamkeitsstark, kann sie schon mit einer Ausstrahlung nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Tipps zur Produktion eines Werbespots

Ist ein Kinospot gut gemacht, hat er einen gewissen Unterhaltungswert für das Publikum.

Damit der Spot tatsächlich gut ist, sollten Sie auf professionelle Produktionsstudios zurückgreifen. Keine Sorge, bei der Ideenfindung wird Ihnen geholfen. Natürlich gibt es auch immer noch die Möglichkeit, ohne viel Aufwand und Kosten Standbilder auf die Kinoleinwand zu bringen. Aber fragen Sie sich selbst, ob diese Art der Werbung bei Ihnen als Kinobesucher ankommen würde? Wahrscheinlich nicht.

Die Kosten für die Idee und Produktion eines professionellen Kinowerbespots beginnen bei ca. 900 Euro – Details zu den Preismodellen der wichtigsten Produktionsstudios finden Sie im Artikel “Die Kosten von Kinowerbung”.

Über genaue Kosten und Verfügbarkeiten von Kinos in Ihrem Umfeld können Sie sich u. a. unter www.123kinowerbung.de informieren.

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Vanessa Lehmkuhl

Von Vanessa Lehmkuhl

Seit 2008 ist die Marketing- und Kommunikationswirtin im B2B-Vertrieb eines regionalen Medienunternehmens gegenüber Werbetreibenden beratend tätig.

Von | 2017-08-10T10:15:27+00:00 7. Oktober 2014|Werben im Pott, Werbung|0 Kommentare

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