Influencer Marketing – Mit Markenbotschaftern Kaufentscheidungen beeinflussen

Influencer Marketing – Mit Markenbotschaftern Kaufentscheidungen beeinflussen

5 Figuren die miteinander mit Pfeilen verbunden sind

verwendete Bilder: © kotoyamagami – Fotolia.com

Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen nutzen Influencer als Markenbotschafter für ihr Angebot.

Influencer oder auch Key Opinion Leader (KOLs) sind Personen mit starker Präsenz in den sozialen Netzwerken, die mit ihren Blogs eine enorm hohe Reichweite erzielen. Sie zählen – vor allem für ihre große Fangemeinde – zu den Meinungsbildnern und haben sich das Vertrauen ihrer Fanbase erworben.

Einige Unternehmen haben den Nutzen, den diese Personengruppen für die eigene Marke erzielen können, erkannt.

Der unwiderstehliche Charme des Influencer Marketing

Hand auf’s Herz! Was hat für Sie mehr Glaubwürdigkeit? Die Empfehlung eines Freundes oder die schönen Versprechen einer Werbeanzeige? Vermutlich Ersteres. Eben! Und genau darum geht es.

Ein bekannter Blogger mit großer Fangemeinde, der – glaubwürdig und authentisch – ein Produkt Ihres Unternehmens empfiehlt, ist so ziemlich die beste Werbung, die Sie bekommen können. Denn das positive Image, das der Influencer bei seinen Followern genießt, fällt postwendend auf Ihr Angebot zurück.

Reichweite, Interaktion und Relevanz

Gute Kriterien bei der Auswahl des richtigen „Markenbotschafters“ sind natürlich Reichweite und Follower-Zahlen oder Abonnenten. Aber achten Sie auch auf die Interaktionsraten der Beiträge, denn die sind maßgeblicher Indikator für das Ausmaß der Bindung zwischen Influencer und dessen Zielgruppe.

Teilt er (oder sie) nur Links oder gibt es dazu Reaktionen in Form von Meinungen, Einordnungen, Diskussionen?

Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl Ihres potentiellen „Markenbotschafters“ ist die Frage, mit welchen Themen sich die Person beschäftigt und in welcher Qualität welche Zielgruppe von ihr angesprochen wird.

Gelungene Beispiele für Influencer Marketing-Kampagnen

Ein schönes Beispiel für eine gelungene Kampagne für Brillengläser finden wir bei Zeiss Optik. Das Unternehmen stellte gute Content-Formate zum Thema „digitaler Sehstress“ bereit und je nach Relevanz und Einfluss wurden Premiumpartner, Blog-Partner und Tester in die Kampagne eingebunden.

Über vier namhafte Blogger aus den verwandten Themenbereichen Lifestyle, Mobile, Journalismus, Grafik und Design konnte Zeiss dabei sogar noch Tester gewinnen.

Clinique mit der Kampagne Face-Forward auf YouTube

Besonders gelungen ist die Zusammenarbeit von Kosmetikhersteller Clinique mit einer bekannten amerikanischen Bloggerin – Tavi Givenson – in der „Face-Forward“-Kampagne von Clinique.

Tavi startete bereits als Teenager ihren eigenen Blog unter dem Namen „TheStyleRookie“ und schreibt über verschiedenste Themen, zu denen u.a. Mode und Lifestyle gehören.

Sie ist damit so erfolgreich, dass das „Time Magazine“ sie unter die 25 einflussreichsten Teenager der Welt wählte. Tavis Einfluss bei der jungen Zielgruppe zusammen mit den perfekt passenden Themen ihrer Blogs gab für Clinique den Ausschlag, sie als Influencer für eine internationale Online- und Printkampagne auszuwählen. Mit Erfolg!

Über die Reichweite, die Tavi mit ihrem Blog erzielt und ihrem Einfluss bei jungen Frauen konnte Clinique die Bekanntheit der Marke steigern.

Birchbox und die Instagram-Kampagne

Das 2010 gegründete amerikanische Startup gilt als einer der Vorreiter im Abo-Commerce. Als Anbieter für Kosmetik- und Lifestyleprodukte suchte Birchbox nach einer Kooperation mit begehrten Beauty-Influencern um die „Mailbox“, die verschiedene Produkte enthält, zu promoten.

Gefunden wurde Emily Schuman (@emilyschuman) von Cupcakes und Cashmere. Mit 273.000 Followern auf Instagram kann sie eine extrem hohe Reichweite bei der richtigen Zielgruppe vorweisen.

Birchbox und Schuman haben gemeinsam für die Kampagne jeweils fünf Fotos veröffentlicht, die insgesamt 18.000 Likes erzielen und mehr als 550.000 User erreichen konnten!

Übrigens… Kennen Sie einen Hund namens Maddie? In einem weiteren Beispiel geht es um Mercedes. Der Automobil-Hersteller wollte das neue GLA-Modell bewerben und ist, bei der Suche nach einem passenden Influencer auf den Fotografen Theron Humphrey gestoßen.

Dieser Fotograf kann auf seinem Instagram-Profil „thiswildidea“ knapp eine Million Follower vorweisen, die offensichtlich Fans von den netten Fotos seiner Hündin Maddie sind.

Die Kombination Mercedes und Maddie war durchaus sehr erfolgreich. Das Entscheidende: die Anzeige sieht nicht wie eine Anzeige aus, sondern wie ein Foto von „thiswildidea“.

Nutzer empfinden die Anzeige also nicht als Werbung, sondern nehmen sie wie ein normales Foto war.

Fazit

Influencer Marketing wird weiter an Bedeutung zunehmen. Unternehmen, die ihren Marketing Mix um zur Marke passende Blogger oder YouTuber erweitern, können damit ihre Produkte emotional und authentisch an die Zielgruppe herantragen.

Und das ist gerade in den hart umkämpften Märkten von großem Vorteil. Entscheidend ist die Authentizität und Glaubwürdigkeit der Kampagne.

Vanessa Lehmkuhl

Von Vanessa Lehmkuhl

Seit 2008 ist die Marketing- und Kommunikationswirtin im B2B-Vertrieb eines regionalen Medienunternehmens gegenüber Werbetreibenden beratend tätig.

Von | 2017-08-09T15:13:09+00:00 14. März 2016|Marketing|0 Kommentare

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