Incentives – Mitarbeiter motivieren und Kunden binden

Incentives – Mitarbeiter motivieren und Kunden binden

Ein Würfel aus 100 Euro scheinen worum ein Geschenkband gewickelt ist

verwendete Bilder: © rangizzz – Fotolia.com

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!“ Das gilt auch für Ihre Kunden und Mitarbeiter.

Im Fachjargon werden solche Geschenke als Incentives bezeichnet. Dazu zählen Geldprämien, Sachprämien, Reisen oder auch Veranstaltungen.

Doch kann ich meiner Belegschaft problemlos eine Reise spendieren oder meine treuen Kunden zum Fußballspiel ins Stadion einladen?

In meinem Blogpost möchte ich das Thema Incentives von verschiedenen Seiten beleuchten und auch die steuerrechtlichen Besonderheiten betrachten, die mit diesen Aufmerksamkeiten einhergehen.

Incentives dienen als Anreiz

Wenn Sie als Unternehmer Incentives verschenken, erhoffen Sie sich daraufhin eine gewisse Reaktion der Beschenkten. Die kleinen (oder großen) Aufmerkamkeiten sollen den Beschenkten anspornen auch weiterhin im Interesse des Incentive-Gebers zu agieren. Man spricht hierbei auch von einem „Wenn-Dann-Charakter“.

In der Regel handelt es sich dabei um die Bindung von treuen Kunden an das Unternehmen oder um die Motivationsförderung der Mitarbeiter. Man erhofft sich das Kaufverhalten von Kunden zu fördern und die Mitarbeiter zur Mehrleistung zu motivieren.

Incentives besitzen also eine motivierende Wirkung, sodass am Ende beide Seiten von dieser Prämie profitieren. Kunden und Mitarbeiter fühlen sich wert geschätzt und sind zufriedener mit dem Unternehmen – als Geschäftspartner und als Arbeitgeber.

Definition von Incentives

Wie bereits erwähnt, können Incentives in verschiedener Form auftreten. Generell gilt: Ein Incentive sollte etwas sein, was der Beschenkte sich selbst nicht gönnen würde und die Vergabe dieser Geschenke sollten eher die Ausnahme und nicht die Regel darstellen.

Neben Geldprämien sind vor allem Sport- oder Kulturveranstaltungen sehr beliebt. Diese besitzen einen Erlebnisfaktor und prägen sich langfristig als positive Erinnerung ins Gedächtnis des Beschenkten ein.

Im Bereich der Mitarbeitermotivation werden oft gemeinsame Ausflüge oder Reisen verschenkt. Manchmal stehen diese in Verbindung mit einem vorher ausgeschriebenen internen Wettbewerb. Auch der dadurch erworbene Titel oder Status z. B. „Verkäufer des Jahres“  kann ein Incentive sein und die Identifikation mit dem Unternehmen stärken.

Gemeinsame Ausflüge oder Reisen

Für Mitarbeiter sind interne Reisen von besonderem Wert, da sich dort vielleicht die Möglichkeit bietet, mit der Führungsetage ins Gespräch zu kommen. Außerdem fördern solche Reisen den Zusammenhalt im Team. Dieses Erlebnis wird oftmals von den Mitarbeitern als besondere Zuwendung empfunden.

Allerdings ist diese Art des Incentives in den letzten Jahren negativ in den Schlagzeilen der Pressetitel aufgetaucht. Ausflüge in das Rotlichtmilieu und Alkoholexzesse verleihen diesen Geschenken oft einen negativen Beigeschmack. Daher bestehen manche Unternehmen auf einen gewissen Verhaltenskodex, um einer Imageschädigung durch unangebrachtes Verhalten der eigenen Mitarbeiter vorzubeugen.

Die wirtschaftliche Bedeutung

Damit ein Incentive für Ihr Unternehmen einen wirtschaftlichen Vorteil darstellt, sollten seine Kosten nicht den daraus zu erwartenden Mehrumsatz übersteigen. Des Weiteren müssen Sie sich zwei wichtige steuerrechtliche Fragen stellen:

  • Kann ich die Aufwendungen für das Incentive als Betriebsausgaben steuervermindernd berücksichtigen?
  • Ist der Wert meines Geschenkes so hoch, dass der Beschenkte dafür Steuern zahlen muss?

Um diese Fragen klären zu können, wird steuerrechtlich zunächst zwischen Sachzuwendungen für Geschäftspartner oder für Arbeitnehmer unterschieden.

Incentives für Geschäftspartner

Wenn Sie Ihre Kundenbindung durch kleine Aufmerksamkeiten auffrischen möchten, gilt es einige Dinge zu beachten. Damit diese Geschenke als Betriebsausgaben steuermindernd berücksichtigt werden können, darf z. B. eine Freigrenze von 35 € pro Geschäftspartner und Kalenderjahr nicht überschritten werden.

Zudem muss der Beschenkte alle Zuwendungen mit einem Wert über 10 € als geldwerten Vorteil versteuern. Dies entfällt nur dann, wenn der Schenker die Zahlung eines Pauschalsteuersatzes von 30 % übernimmt und den Beschenkten somit aus seiner Steuerpflicht entlässt. Letztere Vorgehensweise ist natürlich im Sinne des Kunden empfehlenswert.

Incentives für Mitarbeiter

Der große Unterschied: Sachzuwendungen an den Arbeitnehmer sind immer als Betriebsausgaben abzugsfähig. Wird dem Mitarbeiter eine Geldprämie ausgezahlt, so handelt es sich um ein zusätzliches Entgelt. Alle anderen Prämien zählen auch hier als geldwerter Vorteil und müssen genauso wie Entgeltbezüge behandelt werden.

Das bedeutet, dass die Geschenke sowohl steuer- als auch sozialversicherungspflichtig sind. Doch auch hier hat der Schenker (Arbeitgeber) die Möglichkeit, einen Pauschalsteuersatz von 30 % zu bezahlen und somit den Steueranteil des Beschenkten zu übernehmen. Diese Ausnahmeregelung gilt allerdings nicht für die Sozialversicherungsbeiträge.

Für Mitarbeitergeschenke (bezieht sich allerdings nur auf Sachbezüge und Gutscheine mit beziffertem Wert) gibt es auch eine Freigrenze. Diese liegt bei 44 € pro Mitarbeiter und Monat. Innerhalb dieser Grenze können Mitarbeiter Geschenke erhalten, ohne Steuern oder Sozialabgaben zahlen zu müssen.

Genauere Informationen zu allen steuerrechtlichen Besonderheiten finden Sie u. a. auf der Homepage der IHK Stuttgart.

Investitionen zahlen sich aus

Die richtigen Investitionen werden sich am Ende immer auszahlen! Ich denke, dass insbesondere kleine Aufmerksamkeiten in regelmäßigen Abständen sowohl die Beziehung zu den eigenen Kunden als auch zu Ihren Mitarbeitern verbessern und stärken können.

Doch aufgepasst: Wenn aus einer Ausnahme die Regel wird, ist auch die Freude über das Geschenk nicht mehr so groß und die Erwartungshaltung des Beschenkten könnte sich erhöhen.

Trifft man mit seinem Geschenk aber den richtigen Zeitpunkt und vor allem den Geschmack des Beschenkten, so kann sich diese Investition für Sie wirklich rentieren.

Inspiration und Hilfe kann man sich bei verschiedenen Dienstleistern einholen. Eine Möglichkeit wären die Incentive-Lösungen vom Anbieter cadooz. Dort können Sie sich beraten lassen und für Ihre Zielgruppe ein passedes Incentive finden, z. B. die neuen WellfitChoice Sauna- und BäderGutscheine.

Mein Tipp: Holen Sie sich bei der Planung von Incentives immer vorher die Meinung eines Steuerberaters ein, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Kati Blumenrath

Von Kati Blumenrath

Arbeitet seit 2014 als Projektmanagerin und Bloggerin für Marketing im Pott.

Von | 2017-08-09T15:06:37+00:00 30. Oktober 2015|Management|0 Kommentare

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