Ohne Events geht im B2B Bereich nichts! Sie sind wichtig für das Networking, da sich Unternehmer mit Branchen-Kollegen austauschen, Informationen gewinnen und neue Geschäftskontakte generieren können.

Mit Events können Unternehmen auf sich aufmerksam machen und neue Kunden gewinnen. Ebenso können Unternehmen ihre Kunden, die schon über längere Zeit nichts mehr gekauft oder bestellt haben, wieder zum Kaufen animieren. Für die Imagepflege der Unternehmen sind Events daher nicht mehr wegzudenken.

Unternehmen können ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen und ihre Marke als Gesamtbild präsentieren. Die Basis einer B2B-Kaufentscheidung ist Vertrauen. Ein Event stärkt dieses Vertrauen, da es persönliche und emotionale Bindungen schafft.

Hybride Events sind ein neuer Trend. Sie vereinen klassische und digitale Events.

Hybride Events als neuartiger Trend

In Zeiten der Corona-Pandemie sind klassische Events mit vielen Teilnehmern vor Ort aufgrund der Sicherheitsbestimmungen und Abstandsregeln kaum noch möglich. Eine gute Alternative stellen die hybriden Events dar, die klassische und digitale Events vereinen. Eine geringe Zahl an Teilnehmern direkt vor Ort ist unter Berücksichtigung der Abstandsregeln möglich. Ab einen ausgewählten Teilnehmerkreis können Einladungen verschickt werden.

Ein weitaus größerer Teilnehmerkreis ist online erreichbar, sogar weltweit.

Die Reichweite von hybriden Events kann deutlich größer sein als von klassischen Events. Für Unternehmen bieten hybride Events Vorteile, doch stellen sie auch eine Herausforderung dar.

Vorteile von hybriden Events

  • Mit hybriden Events können Unternehmen Kosten sparen. Reisekosten werden reduziert, da Anfahrtswege für die Referenten und Teilnehmer entfallen.
  • Von überall können sich die Interessenten zuschalten, auch aus dem Ausland.
  • Es ist für die Teilnehmer möglich, nur bestimmte Teile des Events zu verfolgen.
  • Die potentielle Reichweite wird mit solchen Events enorm erhöht.
  • Aufgrund der wegfallenden Reisewege können Referenten leichter und zumeist auch zu günstigeren Konditionen gewonnen werden.
  • Die wegfallenden Reisewege leisten einen wichtigen Beitrag zur Corporate Social Responsibility (CSR). Klima und Umwelt werden geschont, da weniger Schadstoffe in die Umwelt gelangen.
  • Wertvolle Insights lassen sich durch das Tracking der digitalen Teilnehmer gewinnen.
  • Auch Umfragen unter den Teilnehmern können deutlich leichter durchgeführt werden.

Hybride Events als Herausforderungen

Da hybride Events noch relativ neu sind, stellen sie für die Unternehmen auch eine Herausforderung dar.

  • Ein Kennenlernen, wie es bei analogen Events möglich ist, kann in der digitalen Welt nicht in diesem Umfang erfolgen.
  • Vertraulichkeit, zufällige Gespräche und Humor gehen ebenso verloren wie die Haptik, beispielsweise durch das Material der Produkte, die Gestik der Teilnehmer, der Geruch und die Echtheit. Die Sorge vor Online-Fakes ist bei den Teilnehmern berechtigt.
  • Eine Herausforderung stellt auch die technische Umsetzung dar, da ein hybrides Event die reale und die digitale Veranstaltung vereint.

Erfahrungen gewinnen durch ausprobieren und analysieren

Erfahrungswerte mit hybriden Events fehlen bislang.

Unternehmen, die solche Events durchführen wollen, können nur ausprobieren und die bereits veranstalteten hybriden Events analysieren.

Mit der Analyse erfahren die Veranstalter, was gut war und was verbesserungswürdig ist. Beim nächsten Event können sie Fehler vermeiden und Verbesserungen vornehmen. Eine Software kann hybride Events erleichtern. Entscheidungshilfen und viele nützliche Tipps für hybride Events bietet das kostenlose E-Book ” Go digital ”! Die Top B2B-Formate für hybride Events” von Benjamin Wienzoschek und Fionn Kientzler.

Fazit

Da nicht alle Teilnehmer jeden Vortrag besuchen können oder wollen, muss für Übersichtlichkeit gesorgt werden. Der Zugang zu den einzelnen Vorträgen oder Panels muss eindeutig ausgeschildert werden. Unternehmen, die hybride Events durchführen, haben keinen Einfluss auf die technische Ausstattung der digitalen Teilnehmer. Der Erfolg einer solchen Veranstaltung wird jedoch wesentlich durch diese Ausstattung beeinflusst.

Zwischen digitaler und realer Veranstaltung muss ein förderliches Zusammenspiel gewährleistet sein. Der reale und der digitale Teil dürfen sich nicht gegenseitig einschränken.

 

Von Fionn Kientzler

Fionn Kientzler ist Managing Partner bei der Content-Marketing-Agentur suxeedo, die sich auf Seeding und Content-Entwicklung spezialisiert hat und Dozent für Content Marketing an der Ludwig-Maximilians-Universität München.