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Hörfunkpreis 2014 für Saucen-Spot im Elvis-Stil

Veröffentlicht am 12.01.2015 in Werbung

hörfunkpreis

Erfolgreiche Hörfunkwerbung bleibt im Ohr – und generiert Umsatz.

So wie der Funkspot für einen Imbiss-Drive-in von Autor Jochen Sander und Produzent Björn Brunzel vom Produktionsstudio Schulte & Enkmann Medien-Service mit Sitz in Berlin/Wesel: Er wurde von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) mit dem Hörfunkpreis in der Kategorie „Lokale Werbung“ ausgezeichnet.

Gut umgesetzt und stimmig

Wer Werbung schaltet, möchte auffallen. Aber wie schafft man das?

Auf die Konsumenten prasselt täglich eine riesige Werbeflut herab. Sich von anderen Mitbewerbern abzugrenzen ist keine leichte Aufgabe.

Konzerne mit eigenen Marketingabteilungen verfügen über die finanziellen Mittel und über das Know-how kreative Kampagnen durchzusetzen.

Auch unzählige Werbeagenturen beschäftigen sich täglich mit der Frage, wie man die Werbebotschaft ihrer Kunden eingängig verbreiten kann. In Zeiten des Informationsüberflusses gilt es kreative Konzepte zu entwickeln, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Dazu braucht man weder ein 1000-Mann-Unternehmen noch eine landesweite Reichweite.

Mit einem gut umgesetzten und mit dem Unternehmen bzw. Produkt stimmigen Funkspot haben auch kleinere Betriebe im Lokalradio eine gute Chance von den Konsumenten wahrgenommen zu werden.

Lokale Knaller-Spots bleiben im Kopf

Ich kann mich noch gut an einen Hörfunkspot aus meiner Kindheit erinnern.

Er läuft schon seit Jahren nicht mehr im Lokalradio, dennoch habe ich ihn noch Wort für Wort im Ohr. Vielleicht haben auch Sie den ein oder anderen Jingle im Kopf, der sich so fest verankert hat, dass Sie ihn auch nach zehn Jahren noch auswendig wissen?

Der „Saucen-Spot“ für den Imbiss-Drive-in „Curry Station 52“ in Dorsten aus dem Hause Schulte & Enkmann Medien-Service ist genau so ein Knaller, den man hört und nicht mehr vergisst.

Er bringt seine Hörer zum Schmunzeln, er verbreitet gute Laune und er beinhaltet alle Informationen, die der Hörer braucht, um sich direkt auf den Weg zu machen und im Currywurst-Saucen-Paradies zu schwelgen.

Was macht nun einen guten Spot aus? Wie viel kostet Radiowerbung? Und warum hat gerade der Saucen-Spot bei der LfM-Jury so eingeschlagen?

Darüber habe ich mit dem Autor des Gewinner-Spots Jochen Sander gesprochen:

Herr Sander, herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg! Für wen galt es genau einen Radiospot zu entwickeln?

Sander_Currywurst_LFM_PreisVielen Dank! Auftraggeber war der kultige Imbiss Drive-In "CURRY Station 52" aus Dorsten, übrigens beheimatet in einem alten Tankstellengebäude aus den 50er Jahren.

Auf was wollte der Werbungtreibende aufmerksam machen?

In erster Linie auf die vom Sternekoch Björn Freitag TÄGLICH frisch hergestellten Saucen.

Können Sie sich zum Beispiel eine Bratwurst mit einer Pflaume-Balsamico-Sauce vorstellen? Die muss man einfach probieren....

Wie wurde die Werbebotschaft transportiert?

Durch eine einprägsame Melodie und einen auffälligem Gesangspart. Was passt denn besser zu einem Drive-in als Rock'n'Roll-Sound im Stil der 50er Jahre? Mit lustiger Elvis-like Stimme, schmissiger Melodie und eindeutigem Text.

Was glauben Sie, warum hat sich die Jury für diesen Spot entschieden?

Nun in der Ansprache zur Preisverleihung hieß es unter anderem:

„Bei diesem Spot machen die Augen Ohren. Das Kino im Kopf startet direkt bei den ersten Takten und lässt bei der Beschreibung der Gerichte das Wasser im Munde zusammenlaufen. All dies sind beste Voraussetzungen, dass der Spot nachhaltig ist. Der Song garantiert eine hohe Wiedererkennung und Sympathie. Sollte zum Zeitpunkt der Ausstrahlung jemand in der Nähe des CURRY 52 sein, wird er es sich auch sicherlich nicht zweimal überlegen, den Service des Drive-ins zu testen.“

Und was macht einen guten Spot allgemein aus?

Oh ja, das ist leicht erklärt: er muss eine Wiedererkennung haben, einprägsam und originell sein. Der Radiohörer sollte sich sofort bei der 2. Ausstrahlung an den Werbungtreibenden bzw. an das Produkt erinnern können. Dann ist alles perfekt.

In welchem preislichen Rahmen liegen die Produktionskosten für einen klassischen lokalen Funkspot?

Das ist natürlich ganz unterschiedlich. Ob nun ein Profi-Sprecher spricht oder vier verschiedene Stimmen beziehungsweise prominente Stimmen, Geräusche... Der Preis richtet sich nach dem Produktionsaufwand.

Der Einstiegspreis liegt bei 350 Euro, er kann aber auch schnell bis auf 3.000 Euro ansteigen.

Vielen Dank Herr Sander!

verwendete Bilder: © RIVOT Samuel - Fotolia.com

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