Messen für Wohnimmobilien sind im Ruhrgebiet nichts Außergewöhnliches. Mit einer lokalen Messe nur für Gewerbeimmobilien und Renditeobjekte schuf die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) jedoch ein Novum.

Über 100 Aussteller waren im Gründungsjahr 2016 bei der ersten Gewerbe Immobilien Messe Duisburg – kurz GIMDU – vertreten. Bei der dritten Auflage am 6. und 7. November erwartet die Besucher wieder ein vielseitiges Programm, das ohne die Unterstützung namhafter lokaler Akteure kaum zu stemmen wäre. Erstmalig dabei: eine Immobilien-Versteigerung à la Sotheby´s.

Für meinen Blog hat mir der Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung in Duisburg, Ralf Meurer, erklärt, wie die GIMDU den Wirtschaftsstandort Duisburg stärkt, wieso sie für Sponsoren so attraktiv ist und warum sich ein Besuch lohnt.

Mit welcher Zielsetzung wurde das Projekt 2016 ins Leben gerufen?

Ralf Meurer: „Zu den Kernaufgaben der GFW Duisburg gehören seit jeher sowohl der Ansiedlungs- als auch der Firmenservice. Das bedeutet, dass wir dafür sorgen, dass sich insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen bestmöglich am Wirtschaftsstandort entfalten können. Die Anfragen nach gewerblichen Objekten, die bei der GFW Duisburg eingehen, wollten wir mit den Anbietern zusammenbringen. Wir suchten daher nach einem lokalen Format, damit der Matching-Prozess auch gelingt.“

Wer profitiert von dem Angebot – und welchen Benefit hat der Wirtschaftsstandort Duisburg davon?

Ralf Meurer: „Sowohl die Anbieter als auch die Nachfrager von Gewerbeobjekten und Flächen profitieren von der Messe und damit auch der Wirtschaftsstandort Duisburg, da so Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden.“

Ist Duisburg als Gewerbestandort schwerer vermarktbar als andere Städte der Region? Zum Beispiel wegen der recht hohen Gewerbesteuer?

Ralf Meurer: „Die Lagegunst im Herzen Europas und das große Einzugsgebiet sind es, mit denen Duisburg punkten kann. Hier finden KMU geeignete Fachkräfte und die notwendige Infrastruktur. Als Oberzentrum an Rhein und Ruhr ist die Nachfragesituation ansiedlungswilliger oder expansionsbereiter Firmen größer denn je. Das gilt umso mehr vor dem Hintergrund der übersättigten Märkte in den Metropolstädten wie Düsseldorf. Die Höhe der Gewerbesteuer ist daher nicht alleiniges oder entscheidendes Kriterium dafür, ob sich ein Betrieb hier ansiedelt.“

Waren die Sponsoren – unter ihnen namhafte wie die GEBAG – im Gründungsjahr schnell von der Teilnahme zu überzeugen? Welche Argumente waren dabei ausschlaggebend?

Ralf Meurer: „Die Beweggründe der Sponsoren zum Engagement eint ein starkes Standortbekenntnis. Auch haben sie erkannt, dass es einen Markt insbesondere für die lokalen Nutzer vor Ort gibt. Die GIMDU ist daher eine ergänzende Plattform, weil sie eine Nutzermesse für jedermann ist, während die etablierten Gewerbeimmobilienmessen wie die Expo Real und die MIPIM ein nationales und internationales Fachpublikum ansprechen und ausschließlich Leuchtturmprojekte präsentieren.

Die Tatsache, dass uns die Kooperationspartner der ersten Stunde – Aurelis Real Estate Service GmbH, Armin Quester Immobilien GmbH, Cubion Immobilien AG, Fokus Development AG, GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH und Selektive Immobilien Service GmbH – die Treue halten, zeigt, dass wir mit der GIMDU auf einem richtigen Weg sind. Zudem konnten wir auch neue Kooperationspartner dazugewinnen wie beispielsweise die Volksbank Rhein-Ruhr eG als lokal ansässige Genossenschaftsbank.“

Welche Rolle spielt das Thema Netzwerken bei der GIMDU? Spiegelt es sich im Messeprogramm wider?

Ralf Meurer: „Die GIMDU wird auch in diesem Jahr wieder an beiden Tagen zu einem lebendigen Markt der Möglichkeiten für alle interessierten Unternehmerinnen und Unternehmer werden. Das Netzwerken steht dabei hoch im Kurs und spiegelt sich auch im Messeprogramm wider, das darauf abzielt, die aktuellen Marktentwicklungen in Duisburg vorzustellen und darüber ins Gespräch zu kommen.“

Für wen lohnt sich ein Besuch der Messe, und welche Erwartungen dürfen die Besucher haben?

Ralf Meurer: „Alle die, die auf der Suche nach einem neuen Unternehmensstandort sind, haben auf der GIMDU die Chance, genau diesen zu finden. Erstmalig findet auch eine Immobilienversteigerung statt.“

… und zum Dritten: Matthias Knake, leitender Auktionator des Auktionshauses Karhausen, Christian Felix Hendel und Annegret Angerhausen-Reuter (GFW), Andree Haack, Beigeordneter für Wirtschaft und Strukturentwicklung der Stadt Duisburg, Ralf Meurer und Manuela Kaminski (GFW, v.l.).

… und zum Dritten: Matthias Knake, leitender Auktionator des Auktionshauses Karhausen, Christian Felix Hendel und Annegret Angerhausen-Reuter (GFW), Andree Haack, Beigeordneter für Wirtschaft und Strukturentwicklung der Stadt Duisburg, Ralf Meurer und Manuela Kaminski (GFW, v.l.).

Wie ist der Ablauf, und wie viele Objekte kommen unter den Hammer?

Ralf Meurer: „Am 7. November, also an Tag zwei der Messe, kommen 19 Objekte – vorrangig aus Duisburg – „unter den Hammer“. Dabei reicht die Bandbreite der zu ersteigernden Objekte von der Szenegastronomie über Wohninvestments bis hin zum klassischen Gewerbeobjekt, das insbesondere für Handwerksbetriebe geeignet ist. Unmittelbar nach der Auktion findet die notarielle Beurkundung statt, sodass der Eigentümerwechsel noch am selben Tag vollzogen wird.“

Welche sind die weiteren Höhepunkte der GIMDU?

Ralf Meurer: „Unser Auftakt-Pressegespräch wird auch diesjährig zu den Highlights der GIMDU gehören. Diesmal stellt unser Premium-Partner, die Aurelis Real Estate Service GmbH, ein neues, spannendes Produkt ihres Unternehmensportfolios vor. Dies wird besonders bei KMU mit Interesse an Duisburg für Aufmerksamkeit sorgen und neuen Mehrwert bieten. Zweifelsohne gehört zu den Highlights der GIMDU 2019 auch die bereits erwähnte Immobilienauktion auf die wir als Messeausrichter gleichermaßen gespannt sind wie unsere Verkäufer und Besucher, stellt sie doch ein absolutes Novum in der Region dar.“

Vielen Dank für das interessante Gespräch.

Claudia Brück

Von Claudia Brück

Arbeitet als Produktmanagerin bei der FUNKE Media Sales.