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Gelungene Beispiele für witzige Werbung

Veröffentlicht am 02.05.2016 in Werbung

Fotolia_38267327_XSLachen ist nicht nur gesund, für den Berliner Wissenschaftler Carsten Niemitz ist Lachen nicht weniger als der soziale Klebstoff schlechthin.

Ein gemeinsamer Sinn für Humor hilft schließlich ungemein beim Aufbau von Bindungen. Ein Umstand, den sich auch Werbetreibende mit großem Erfolg zunutze machen.

Wie's funktioniert, möchte ich Ihnen anhand ausgesuchter Beispiele lustiger Werbung quer durch die gängigsten Werbeformen aufzeigen.

Radiowerbung: Emoji

Sie kennen doch sicher den bekannten Hörfunkslogan: „Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.“ Nun, die Wirksamkeit von Radiowerbung lässt sich noch weiter steigern, wenn der Spot mit dem einen oder anderen Lacher gewürzt wird.

Um diese Tatsache zu untermauern, setzt die von Grabarz & Partner entwickelte Reklame für Radiowerbung an sich bereits seit einiger Zeit mit großem Erfolg auf den Faktor Humor.

Ein Beispiel für witzige Werbung ist der Spot „Emoji". Hier wendet sich eine Deutschlehrerin an einen Schüler, der offensichtlich via Smartphone eindeutige Angebote an eine Mitschülerin verschickt.

Nur dumm, dass sich eben dieses Smartphone bei der Lehrerin befindet. Dass diese in Ihrer gesprochenen Nachricht Whatsapp-Begriffe verwendet bzw. gängige Symbole umschreibt, sorgt für zusätzliches Schmunzeln beim Hörer.

 

 

Video: Flashdance mit Cillit Bang

Hand aufs Herz: Putzen Sie gerne? Falls Ihre Antwort „nein“ lauten sollte, haben Sie vermutlich noch nicht mit Cillit Bang geputzt. Denn wenn man der Werbung glauben schenkt, wird putzen mit Cillit Bang geradezu zum „Cleantertainment".

Der Spot zeigt einen jungen KFZ-Mechaniker, der dazu verdonnert wird, eine fürchterlich verdreckte Werkstatt auf Vordermann zu bringen.

Kein Problem! Dank Cillit Bang und einer modern interpretierten Fassung von Michael Sembellos „The Maniac“ wirbelt der gut aussehende Bursche im Stile des über 30 Jahre alten Kultfilms „Flashdance“ durch die Hallen und das Reinemachen wird zum reinsten Vergnügen für alle Beteiligten. 

 

 

Print-Werbung: Gebleichte Zebras

Dass lustige Werbung auch in anderen Teilen der Welt zum Erfolg führt, stellt die kenianische Printkampagne von ACE Bleiche humorvoll unter Beweis.

Dabei wurden nicht die üblichen Hemden und Blusen oder andere Wäschestücke in Bleiche getunkt. Gemäß der Werbebotschaft entfaltet ACE Bleiche sogar bei Tieren ihre weißmachende Wirkung.

Zebras werden dabei zu Schimmeln und der Dalmatiner ist auch nicht mehr so recht zu erkennen. Ob das Werbeversprechen einer Überprüfung standhält sei einmal dahingestellt. Komisch ist es allemal. 

Out-of-Home: Humorvolle Seite der Jobsuche

Auch die Suche nach einer geeigneten Stelle kann eine äußerst humorvolle Seite haben. Dies stellt die Agentur Scholz & Friends im Auftrag des Onlineportals jobsintown.de mit einer gelungenen Out-of-Home-Kampagne unter Beweis.

Hierbei wurden unter anderem die Maschinen in einem Waschsalon seitlich mit Plakaten beklebt, die eine völlig verausgabte Frau mein Wäschewaschen mit Waschbrett und den Slogan „Das Leben ist zu kurz für den falschen Job“ zeigten.

Zu diesem Thema kursierten Im Laufe der Zeit zahlreiche Varianten. Unter anderem gab es verzierte Juke Boxes, an deren Flanke das Bild eines eingepferchten Gitarristen zu sehen war, an Bankautomaten prangte das Foto eines schwitzenden Buchhalters, der im Inneren vor lauter Arbeit rotierte.

Alle Motive waren in ihrer Aussage derart überzeichnet, dass sie dem Betrachter fast automatisch ein Lächeln auf die Lippen zauberten.

Die Kampagne lief über mehrere Jahre und brachte dem Unternehmen nicht nur etliche Lacher, sondern auch jede Menge Auszeichnungen ein. 

Online-Werbung: Wenn sogar Neid Spaß macht

Immer für einen flotten Slogan zu haben ist der Autovermieter Sixt. Nicht selten schießt das Unternehmen mit seinen Werbesprüchen übers Ziel hinaus.

So sorgte unter anderem eine Zeitungsannonce, die Gustl Mollath zusammen mit dem Satz „Wenn hier jemand verrückt ist, dann der Sixt mit seinen Preisen“ zeigte, für großen Ärger.

Mollath, der siebeneinhalb Jahre gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebracht war, hatte im Übrigen niemals sein Einverständnis zu dieser Anzeige gegeben. Die Online-Werbung zum BMW 550d, der via Sixt bereits ab 118 Euro am Tag gefahren werden kann, ist hingegen ohne Zweifel ziemlich komisch.

In Anlehnung an das sprechende Superauto Kitt aus Knight Rider, betitelte Sixt das Motiv mit einem augenzwinkernden Neid Rider.

2013_neid-rider

Fazit:

Lustige Werbung macht allen Beteiligten Spaß. Der Endverbraucher freut sich über Spots, Plakate oder komische Kampagnen, die den Alltag auflockern und für den einen oder anderen Schmunzler sorgen.

Weiterer Effekt: Die Werbebotschaft bleibt länger haften. Dazu wird sie mit positiven Empfindungen verknüpft und im Idealfall wie ein guter Witz weiterverbreitet.

Dies gilt für jede lustig umgesetzte Werbeidee. Egal ob diese im Hörfunk oder im TV, in Zeitungen und Magazinen, im Internet oder im öffentlichen Raum stattfindet.

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verwendete Bilder: © Pekchar - Fotolia.com

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