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  • View Larger Image Die neuen Werbemöglichkeiten der Facebook-Plattform brechen ein Tabu. Foto: Marketing im Pott

    Die neuen Werbemöglichkeiten der Facebook-Plattform brechen ein Tabu. Foto: Marketing im Pott

Digitale Vermarktung: Neue Option der Facebook Anzeigen ein Tabubruch

Wer hätte das gedacht: Im Ruhrgebiet ist die Pro-Kopf-Nutzung mobiler Geräte so hoch wie nirgendwo sonst in Deutschland. Neue Werbemöglichkeiten der Facebook-Plattform steuern genau auf diese Zielgruppe – und brechen ein Tabu.

Die Welt wird mobiler, dynamischer und zugänglicher. Insbesondere die stetig wachsende Anzahl von Smartphones eröffnet ganz neue Möglichkeiten in der Vermarktung. Neun von zehn Deutschen sind online, ermittelt die ARD/ZDF-Onlinestudie 2017. Tendenz steigend! Allein seit der Studie 2016 sind innerhalb eines Jahres 4,4 Millionen Menschen mehr ins Netz gegangen und somit auch digital erreichbar. Die Stadt Essen im Ruhrgebiet ist Spitzenreiter in der mobilen Nutzung, Dortmund (Platz 3) und Bochum (Platz 9) liegen noch vor Berlin (Platz 18). NRW bildet dabei mit Hessen die Region der höchsten Pro-Kopf-Nutzung, wie eine Auswertung der mobilen Werbeplattform AdColony zeigt.

Die Stadt Essen im Ruhrgebiet ist Spitzenreiter in der mobilen Pro-Kopf-Nutzung. Screenshot: AdZine.de

Die Stadt Essen im Ruhrgebiet ist Spitzenreiter in der mobilen Pro-Kopf-Nutzung. Screenshot: AdZine.de

Auch ohne Social Media-Profile können Nutzer getrackt werden

Entwicklungen wie das Google Display-Netzwerk oder Facebooks Audience Network verknüpfen Werbeflächen im Web mit ihren eigenen Diensten. Für den Werbetreibenden ist das in erster Linie praktisch: Das gewünschte Kampagnenmotiv wird einmal beim jeweiligen Anbieter angelegt und von dort aus automatisch für die unterschiedlichen Platzierungen angepasst:

  • Die Werbung läuft zum Beispiel innerhalb des Facebook-Feeds beim Nutzer im nativen Kontext ein – für ein Look & Feel aus einer Hand. Letztendlich wird die Werbeanzeige so nicht als fremder Inhalt, sondern als Teil der Facebook-Ausspielung wahrgenommen. Einzig der Zusatz „Gesponsert“ über dem Beitrag weist darauf hin, dass es sich hierbei nicht um Inhalte oder Handlungen von Freunden handelt, sondern eine bezahlte Anzeige.
  • Zusätzlich lassen sich Werbeflächen auf externen Websites auswählen. Diese haben mit Facebook oder Google nichts Erkennbares gemeinsam, sie stellen nur den Platz auf ihrer Seite zur Verfügung. Perfekt, um dort zum Seiteninhalt thematisch passende Werbeanzeigen auszuspielen.

Ein Vorteil liegt in der Zielgruppe, die der Werbetreibende sehr filigran einschränken kann. Ich gebe Ihnen ein greifbares Beispiel: Wir möchten unsere neue Ruhrgebiets-Hochzeitslocation an den Mann bzw. die Frau bringen. Folgende Zielgruppen sollten wir auswählen:

  1. Personen, die frisch verlobt sind
  2. Personen, die in einer Beziehung sind
  3. Freunde von frisch verlobten Personen
  4. Interessen: Hochzeit und Hochzeitsfeier

Um Streuverluste zu minimieren schließen wir Geschiedene, Getrennte und Verheiratete aus. Jetzt noch die gewünschten Standorte angeben und die maßgeschneiderte Kampagne steht. Analog funktioniert das für sämtliche Produkte und sogar politische Parteien.

Doch das erschöpft die digitalen Möglichkeiten heute nicht mehr.

Werbeanzeigen auf Facebook unterscheiden sich durch den Schriftzug "Gesponsert" von normalen Postings. Screenshot: Facebook Blueprint.

Werbeanzeigen auf Facebook unterscheiden sich durch den Schriftzug „Gesponsert“ von normalen Postings. Screenshot: Facebook Blueprint.

Neue Option geht einen Schritt weiter: Der direkte Draht

WhatsApp gehört Facebook – und mit dem Messenger bietet das Unternehmen ein weiteres Tool zum Chatten an. Doch einen Unterschied gibt es: Während WhatsApp für Unternehmen gerade noch in den Kinderschuhen steckt, zeigt sich die Plattform „Facebook Messenger“ deutlich experimentierfreudiger. Aktuell rollt der Social Media-Gigant Platzierungen namens „Messenger“. Und – Sie ahnen es – bietet damit Unternehmen die Möglichkeit, seine Kunden direkter denn je zu kontaktieren.

Klickt der Kunde aus der vorher eingestellten Zielgruppe auf die Werbung, ploppt der Messenger auf und bietet an, dem Unternehmen eine Direktnachricht zu senden, also in den Dialog zu treten. Und jetzt der eigentliche Tabubruch: Sogar gesponserte Nachrichten lassen sich versenden. Das heißt, Kunden, die einmal das Unternehmen kontaktiert haben, lassen sich automatisiert anschreiben. Persönlich! Im privaten Postfach!

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Hier wird sich zeigen, inwieweit diese Werbeform auf Akzeptanz stößt. Immerhin muss der Kunde nicht mal einen Schritt auf eine Verkaufsfläche machen, er wird an Ort und Stelle auf dem Smartphone kontaktiert. Für KMU sicherlich höchstinteressant.

Sinnvolle Kampagnenergänzung im wachsenden Markt

Und hier schließt sich der Kreis: Die mobile Zielgruppe wächst in rasanter Geschwindigkeit – genau wie die Möglichkeiten digitaler Vermarktung. Neue Kanäle wie gesponserte Nachrichten können sicherlich die traditionellen Werbeplattformen nicht ersetzen, aber sinnvoll erweitern. Meiner Erfahrung nach stellen sich Medienunternehmen zunehmend darauf ein und bieten maßgeschneiderte Kampagnen aus einer Hand. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Mediaberater vor Ort.

Hendrik Weyers

Von Hendrik Weyers

Arbeitet als Mediengestalter für das Portal Marketing im Pott.

Von | 2017-10-13T14:26:50+00:00 11. Oktober 2017|Aktuell, Digital, Marketing, Social Media|0 Kommentare

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