Die wichtigsten Social Media Aktivitäten für Unternehmen Teil 3: Xing & LinkedIn

Die wichtigsten Social Media Aktivitäten für Unternehmen Teil 3: Xing & LinkedIn

Die Logos der Social Media Unternehmen Xing und LinkedIn

Bild: Xing Logo und LinkedIn Logo

Sollte man geschäftliche und private Social Media Netzwerke voneinander trennen? Ist es unseriös, wenn ich meinem Geschäftspartner über meinem privaten Facebook Account anschreibe? Sollte ich besser Xing oder LinkedIn verwenden? Und was sind das eigentlich für Netzwerke?

Nachdem ich Ihnen in der Serie „Social Media Aktivitäten für Klein- und mittelständische Unternehmen (KMUs)“ bereits Google+, Instagram und Pinterest vorgestellt habe, möchte ich Ihnen mit dem heutigen Blogpost im geschäftlichen Social Media Dschungel zur Seite stehen. Zudem werde ich die Frage beantworten, wie man es zudem schaffen kann, auch den eigenen Arbeitgeber ins richtige Licht zu setzen.

Geschäftliche Social Media-Netzwerke

Auf meine zu Anfangs gestellte Frage, die Trennung von privaten und geschäftlichen Social Media Netzwerken, lautet meine persönliche Einschätzung: Ja, eine Trennung empfiehlt sich. Das ist jedoch eine individuelle Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss. Vielleicht kann ich Ihnen diese Entscheidung durch meinen folgenden Blogpost erleichtern.

Mit einem Social Media Profil präsentiert man sich, und somit auch seinen Arbeitgeber, nach außen. Es ist wichtig sich hier ein gutes und vor allem seriöses Image aufzubauen. Taucht auf meinem privaten Profil beispielsweise ein Foto von einer Party auf, auf dem ich nicht gut getroffen bin oder es erfolgt ein Kommentar, der meine Seriosität in Frage stellen könnte, könnte das bei Geschäftskontakten einen schlechten Eindruck hinterlassen!

Eine Lösung für dieses Problem bieten die Netzwerke Xing und LinkedIn. Sie wurden für den gegenseitigen Austausch zwischen Geschäftspartnern ins Leben gerufen und funktionieren sehr gut.

Zahlen, Daten, Fakten

Der Fakten-Check zeigt Folgendes: Das deutschsprachige Netzwerk Xing hat derzeit ca. 8 Millionen Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Zahl ist mit den bisher genannten Daten der anderen Netzwerke in meinen vorherigen Blogposts nicht zu vergleichen. Das liegt daran, dass es sich hier nicht um aktive Nutzer handelt, sondern lediglich um registrierte Nutzer. Die Aktivität der Xing-Nutzer ist schwer zu ermitteln. Manche nutzen das Netzwerk wirklich aktiv und kommunizieren mit anderen Mitgliedern. Jedoch gibt es auch Nutzer, die Xing nur als digitales Adressbuch verwenden.

Das Netzwerk LinkedIn liegt in Deutschland zahlenmäßig hinter Xing. Es listet aktuell ca. 6 Millionen Nutzer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im weltweiten Vergleich sieht es für LinkedIn sehr viel besser aus. International kann das Netzwerk 332 Millionen registrierte Nutzer vorweisen.

Wozu dienen die geschäftlichen Netzwerke?

In erster Linie geht es bei beiden Netzwerken darum, neue geschäftliche Kontakte zu knüpfen und mit seinen bestehenden Kontakten zu kommunizieren. Kurz gesagt: Es geht um’s „Netzwerken“. Mitglieder der Netzwerke tauschen Erfahrungen aus, versuchen ihre eigenen Produkte zu vermarkten und sich regelmäßig ins Gedächtnis der (potenziellen) Kunden zu rufen.

Eine weitere Funktion von Business-Netzwerken ist es, sein Wissen öffentlich zu teilen und zu verbreiten. Dadurch können Sie Ihr Image aufbauen oder stärken und zeigen so außerdem, was Sie zu bieten haben. Das kann sehr hilfreich sein, wenn Sie sich z. B. gegenüber einem neuen Geschäftskontakt profilieren möchten.

Die geschäftlichen Social Media Netzwerke liefern auch eine Jobbörse. Diese können KMUs sehr gut nutzen, um neue Mitarbeiter zu akquirieren. Auch Headhunter sind in diesen Netzwerken sehr aktiv.

Für Bewerber sind diese Plattformen die perfekte Umgebung, um die wirklichen Entscheider anzutreffen und diese auch direkt ansprechen zu können. Als Mitglied können Sie sich zudem regelmäßig über neue Stellen informieren lassen und so die Fühler ausstrecken, was die Arbeitswelt für Ihre Kompetenzen zu bieten hat.

Was macht Xing aus?

Das Netzwerk Xing eignet sich am ehesten für Sie, wenn Ihr Unternehmen ausschließlich im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) agiert.

Xing bietet die o.g. Funktionen wie Netzwerken, eine Jobsuche und die Verwaltung der eigenen Geschäftskontakte. Zudem können themenspezifische Gruppen gegründet werden, um sich im individuellen Fachkreis über ganz spezielle Themen auszutauschen. Dadurch wirkt der persönliche „Newsfeed“ nicht überlaufen und außerdem kann man so gleich mehrere Kontakte gleichzeitig erreichen.

Der Aufbau des Netzwerkes bietet verschiedene Möglichkeiten sich zu präsentieren. Sie haben die Möglichkeit ein privates Profil und/oder ein Unternehmensprofil anzulegen.

Welche Vorteile bietet Ihnen LinkedIn?

LinkedIn bietet den Vorteil, weltweite Geschäftskontakte knüpfen und erreichen zu können. Jedoch sollte man sich vor der Registrierung die Frage stellen, ob man das überhaupt braucht.

Das Angebot des Social Media Netzwerkes unterteilt sich in drei Bereiche:

1. Network

Die Mitglieder bekommen die Gelegenheit das eigene Netzwerk auszubauen. Das kann z. B. durch die Erweiterung des geschäftlichen Umfelds geschehen.

2. Opportunity

Hier ist gemeint, dass LinkedIn den Mitgliedern die Möglichkeit gibt, an ihrer beruflichen Laufbahn zu arbeiten. Eine Möglichkeit dies zu tun ist beispielsweise eine berufliche Neuorientierung oder der Aufstieg im eigenen Unternehmen.

3. Knowledge

Damit ist die Tatsache gemeint, dass das Netzwerk den Mitgliedern Wissen anbietet. Zum einen durch den hauseigenen Nachrichtendienst „Pulse“ und zum anderen durch die Wissensweitergabe von anderen Mitgliedern durch deren Beiträge.

Deutsche Nutzer finden LinkedIn, im Vergleich zu Xing, meist etwas unübersichtlich und unstrukturiert. Aber das ist sicherlich Ansichtssache und muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich tendiere eher zu Xing. Das liegt jedoch daran, dass für mich vorwiegend deutschsprachige Kontakte interessant sind. Außerdem bewegen sich sehr viele meiner Kontakte nur auf Xing und sind bei LinkedIn nicht vertreten. Darüber hinaus habe ich mich bewusst dafür entschieden LinkedIn nicht zu nutzen, damit meine Kontakte nicht lange überlegen müssen, über welches Netzwerk sie mich am besten erreichen können. Auch das ist aber eine persönliche Entscheidung. Ich kenne auch einige Menschen, die beide Netzwerke nutzen, weil Sie im einen Netzwerk Kontakte erreichen, die im anderen nicht vertreten sind.

Nutzen für KMUs

Neben dem generellen Nutzen von Social Media Plattformen für KMUs, gibt es noch einen speziellen Nutzen der Businessnetzwerke:

Die geschäftlichen Social Media Netzwerke bieten KMUs den Nutzen, wertvolle Geschäftskontakte zu generieren. Jetzt denken Sie vielleicht: „Das kann ich auf anderen Plattformen auch.“ Aber: Es geht mir um den seriösen sowie geschäftlichen Charakter, den Businessnetzwerke nun mal von Natur aus mit sich bringen.

Ein weiterer Aspekt ist, dass hier oftmals die richtigen Ansprechpartner für bestimmte Themen anzutreffen sind. Darüber hinaus erleichtern uns diese Netzwerke Kunden gezielter anzusprechen, da Sie z. B. nach bestimmten Interessen suchen können.

Xing & LinkedIn sinnvoll nutzen

Nun noch eine kurze Anleitung für die sinnvolle Nutzung der Netzwerke Xing & LinkedIn:

1) Was möchten Sie erreichen?

Denken Sie vor der Anmeldung kurz darüber nach, wofür Sie das Netzwerk einsetzen möchten. Geht es vorrangig um das generelle Interesse an den Aktivitäten anderer Geschäftskontakte? Oder wollen Sie aktiv die Anzahl Ihrer Geschäftskontakte erhöhen? Wenn Sie das vorher wissen, können Sie am besten eine gezielte Strategie erarbeiten und einsetzen.

2) Basis oder Premium?

Bei Xing haben Sie die Möglichkeit einen kostenlosen Basis-Account oder einen kostenpflichtigen Premium-Account zu nutzen. Sie sollten sich überlegen, ob Ihnen ein Basis-Account genügt oder sich die Vorteile einer Premium-Mitgliedschaft für Sie lohnen. Welche Vorteile das bei Xing im Detail sind, lesen Sie hier. Die letztendliche Entscheidung hängt auch von Ihrer Strategie ab, denn wenn Sie z.B. sehen möchten, wer Ihr Profil besucht hat, dann geht das bei Xing nur mit einem Premium Account.

LinkedIn bietet neben einem kostenlosen Basis-Account vier verschiedene Premium-Mitgliedschaften an, die auf die individuellen Bedürfnisse der Benutzer ausgerichtet sind. Es gibt z.B. den Tarif „Job Seeker“, dessen Funktionen speziell auf die Jobsuche ausgerichtet sind.

3) Pflege & Aktualität des Profils

Seien Sie aufmerksam, was die Pflege und Aktualität Ihres Profils angeht. Sie repräsentieren mit Ihrer Mitgliedschaft und der Angabe des Unternehmens nicht nur sich, sondern auch Ihren Arbeitgeber. Es ist wichtig, dass ein guter erster Eindruck entsteht, wenn Ihr Profil aufgerufen wird.

4) Begeben Sie sich aktiv auf die Suche!

Suchen Sie Ihre bereits vorhandenen Geschäftskontakte aktiv auf Xing und/oder LinkedIn und sprechen Sie interessante und für Ihr Thema relevante Personen an. Ich empfehle Ihnen, dass Sie zu den Kontaktanfragen eine persönliche Nachricht senden. Wenn Sie wiederrum eine Kontaktanfrage erhalten, ist es wertschätzend auch darauf mit einer kurzen Nachricht zu antworten. Ich schreibe z. B. „Herzlich Willkommen in meiner Kontaktliste“. Das kommt meiner Meinung nach viel positiver rüber, als nur die automatisierte Bestätigung.

5) Nutzen Sie die „Status-Funktion“!

Halten Sie Ihre Kontakte regelmäßig auf dem Laufenden, was bei Ihnen gerade so passiert. So haben Sie die Möglichkeit sich bei Ihnen Geschäftspartnern ins Gespräch zu bringen.

Und zum Schluss noch ein kleiner, aber sehr wichtiger Tipp: Wenn Sie ein Unternehmensprofil bei Xing oder LinkedIn erstellt haben, sind Sie verpflichtet ein Impressum anzugeben. Auf die Frage „ Betrifft mich das?“ finden Sie hier die Antwort.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Netzwerken!

Yvonne Schink

Von Yvonne Schink

Yvonne Schink ist Online Marketing-Expertin und fokussiert sich gezielt auf diesen Bereich.

Von | 2017-08-11T10:42:34+00:00 28. Juli 2015|Social Media|0 Kommentare

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