Die Kosten von Kinowerbung

Die Kosten von Kinowerbung

Eine Filmrolle

Bild: destina – Fotolia.com

Im Kino haben Sie eine Leinwand, die Ihren Spot – und damit Ihr Unternehmen oder Produkt – „unübersehbar“ zur Geltung bringt.

Man kann Kinowerbung schließlich nicht wegklicken, wegzappen oder wegdrücken und durch die beeindruckende Ton- und Bildtechnik heutiger Kinos kommt auch jede einzelne Szene – und damit Aussage – zur Geltung.

Allerdings sind im Vorfeld einige Schritte zu planen, die neben der Produktion des Werbespots auch eine detaillierte Kostenaufstellung beinhalten. Wir haben daher für Sie die nötigen Hintergrundinfos zur Planung Ihres Werbeauftritts zusammengefasst und aufgelistet.

Für welche Themenbereiche eignet sich Kinowerbung?

Im Prinzip kann jedes Unternehmen im Kino werben. Die Themenbreite reicht von Airlines über Casinos bis hin zu Musicals oder Verbraucher-Produkten und -Dienstleistungen.

Klassisch sind Werbespots des DZV (Deutschen Zigaretten Verbandes). Den Marlboro-Mann auf seinem Pferd kennt jeder – und im TV ist er nach deutscher Gesetzgebung verboten.

Aber nicht nur für große Unternehmen, Verbände, Magnum-Eis und Filmtrailer ist die Leinwand eine Plattform. Besonders für regionale Unternehmen lohnt sich Kinowerbung, denn Kinobesucher stammen meist aus der Region. Das Werbemittel eignet sich also vor allem für die Endkundenansprache. Nicht geeignet sind deshalb Spots, die eine B2B-Kommunikation fördern wollen.

Zielgruppenplanung

Um die Eignung eines Werbemittels festzustellen und den Erfolg der Maßnahme abschätzen zu können, sollte man sich zuerst einige Fragen stellen. Bedient das Kino beispielsweise die passende Zielgruppe?

Das Publikum eines Kleinkunstkinos ist ganz anders aufgestellt als das eines Multiplex. Für welche Leinwand eignet sich ein Kinospot von Carglass also eher?

Aber nicht nur das Kino, auch der Film und die Uhrzeit spielen in der Zielgruppenansprache eine Rolle. Der Action-Blockbuster um 20.00 Uhr erreicht das männliche Publikum, der Liebesfilm hingegen…

Und natürlich sind einige Filme viel stärker frequentiert als andere. Man denke an Herr der Ringe und Harry Potter.

Die Jahreszeit spielt ebenso eine Rolle, denn die Anzahl der Kinobesucher erhöht sich in der Herbst- und Winterzeit um ca. 20%. Alle Details zu beachten, mag anfangs etwas verwirrend sein, aber man erreicht dadurch genau die Zielgruppe, die angesprochen werden soll. Diese detaillierte Planbarkeit ist insgesamt ein großer Vorteil.

Agenturkosten für die Produktion

Je nachdem, welche Produktionsagentur, welches Werbeformat – Fotospots, Animationen, Realdrehs – und welche Ausstrahlungsart gewählt werden, können die Kosten stark divergieren. Die Preise der TripleF GmbH aus München beginnen bei der Produktion eines Fotospots bei 595,-€, einer Animation bei 995,- € und einem Realdreh bei 1.495,- €.

Eine sehr übersichtliche Aufstellung zu sämtlichen Kosten von Produktion bis zur Schaltung liefert kreativfilm.tv aus Düsseldorf: In Düsseldorf kostet ein 30 Sekunden langer Werbespot mit Kreativfilm inklusive Ausstrahlung in vier Kinosälen des UFA Palastes für einen Monat 1.640,40 €. Wählt man die UCI in Düsseldorf, so erhöht sich der Preis auf 1.828,80 €, während er im Cinestar bei 1.129,20 € netto liegt. Die Preise hängen von der jeweiligen Besucheranzahl ab. Je mehr Besucher, desto höher der Preis. Hinzu kommen Einmalkosten von 554,- € (siehe unten).

Die Berliner Agentur Kinomakler.de berechnet für 15 Sekunden Kinowerbung einen DAF (Dia auf Film) mit 119,-€, eine Animation mit 179,- € und einen Realfilm mit 279,- € monatlich. Damit sind sie die eindeutig günstigste Agentur.

Einmalkosten und reine Schaltkosten

Die eben erwähnten Einmalkosten von Kreativfilm, die sich auch bei anderen Agenturen ähnlich gestalten, setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

  • Prüfen und Umwandeln der Daten 192,- €
  • Anpassung der Tonnorm LEQ82 95,- €
  • Einstellen pro Film und Kinosaal 7,00 €
  • Alterskontrolle des Werbespots bei der FSK Wiesbaden 250,- €

Kreativfilm arbeitet dabei mit Heinefilm zusammen, dem bundesweit größten Anbieter für die Schaltung von Kinowerbung. Die reinen Schaltkosten kann man im Grunde erst berechnen, wenn die Kinoauswahl feststeht, da sie sich aus der Saalgröße, den durchschnittlichen Besucherzahlen, der Ausstattung und der jeweiligen regionalen Bedeutung des einzelnen Kinos zusammensetzen.

Ein paar Beispiele liefert Heinefilm allerdings:

  • An Orten mit bis zu 50.000 Einwohnern kostet die Schaltung eines Werbespots zwischen 150,- bis 450,- € (50-500 Sitze)
  • bei 300.000 Einwohnern liegt man preislich zwischen 180,- bis 660,- € (200-700 Sitze)
  • und alle Städte mit einer höheren Einwohnerzahl liegen zwischen 210,- und 1.050,- € (450-1000 Sitze).

Heinefilm produziert übrigens auch selbst und beginnt mit den Produktionskosten bei 900,- €. Es ist somit eine Überlegung wert, den Werbespot bei Heinefilm sowohl produzieren als auch schalten zu lassen.

Katharina Bösch

Von Katharina Bösch

Arbeitet seit 2012 als Leiterin des Redaktionsteams eines Beratungsportals für Medienunternehmen.

Von | 2017-08-14T12:23:22+00:00 30. September 2014|Werbung|0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar