, MarketingDie 9 häufigsten Fehler im Marketing
  • View Larger Image Holen Sie das Beste aus Ihren Marketingaktivitäten heraus – neun typische Fehler helfen Ihnen bei der Optimierung. Foto: Pixabay/Marketing im Pott

    Holen Sie das Beste aus Ihren Marketingaktivitäten heraus – neun typische Fehler helfen Ihnen bei der Optimierung. Foto: Pixabay/Marketing im Pott

Die 9 häufigsten Fehler im Marketing

Ich liebe Rankings. Es gibt sie in verschiedenen Formaten: Angefangen bei den deutschen Musikcharts über die jährliche Auflistung der reichsten Menschen der Welt bis hin zu den emotionalsten Momenten des Jahres, die im TV ausgestrahlt werden.

Meistens handelt es sich also um Rankings, die den Erfolg eines Menschen oder einer Leistung messen. In meinem heutigen Blog drehe ich diese Betrachtungsweise um und möchte Ihnen aufzeigen, welche Verhaltensweisen am wenigsten erfolgreich sind: Die neun häufigsten Fehler im Marketing!

1. Die Aufgabenzuordnung ist nicht klar

Ich denke diesen Fehler mussten schon viele Mitarbeiter im Marketingbereich ausbaden. Alle Aufgaben, bei denen man zunächst nicht weiß, wer dafür zuständig ist, landen im Marketing. In vielen kleinen Unternehmen sind die Aufgaben und Ziele der einzelnen Abteilungen nicht klar definiert. So kommt es immer wieder dazu, dass die eigentlichen Aufgaben vernachlässigt werden.

Sorgen Sie dafür, dass es eine strikte Trennung zwischen Marketing und Vertrieb gibt oder bilden Sie ggf. sogenannte „Schlüsselabteilungen“, welche diese Bereiche übergreifend verbinden, z. B. das Verkaufsmarketing. Eine gute Organisation ist hier das A und O.

2. Fehlende oder ungenaue Budgetplanung

Ohne genaue Budgetierung verliert man im Laufe des Jahres schnell den Überblick über die Kosten. Entscheidungen über neue Investitionen oder Werbekosten lassen sich so schlecht treffen. Daher sorgen Sie dafür, dass Ihre Planungen möglichst konkret sind.

Als Basis für diese Planungen sollten Sie Ihre Unternehmensziele zugrunde legen. Im operativen Bereich empfiehlt es sich, mindestens ein Jahr vorauszuplanen. Auf strategischer Ebene sollten sogar eher die nächsten ein bis drei Jahre geplant werden.

Achtung: Die Planung sollte während des laufenden Jahres auch stets überwacht werden, um mögliche Budgetüberschreitungen am Ende des Jahres zu verhindern, denn jede noch so gute Planung kann durch unerwartete Ausgaben gesprengt werden.

3. Fehlende Kampagnen-Auswertungen

Eine Kampagne wurde von Ihrer Marketingabteilung geplant und durchgeführt. Alle haben die Aktivitäten als sehr erfolgreich wahrgenommen und Sie wurden sogar von Externen auf die gute Idee angesprochen. Das ist natürlich ein Grund zur Freude. Doch oftmals endet hier das Reporting der Marketingaktivitäten.

Dabei ist ein genaues Reporting mit messbaren Werten nicht nur für die Kostenplanung entscheidend. Kampagnen sollten möglichst gut reflektiert und rückblickend genau bewertet werden, um sowohl Erfolge als auch Misserfolge für die Zukunft festzuhalten. So kann bei zukünftigen Kampagnen auf dieses Wissen zurückgegriffen werden und der eine oder andere Euro eingespart werden.

Gerade im Bereich Marketing ist es wichtig, auch mal die Perspektive zu ändern. Foto: Pixabay

Gerade im Bereich Marketing ist es wichtig, auch mal die Perspektive zu ändern. Foto: Pixabay

4. Fehlende Innovation

In Zeiten der Digitalisierung und des Marketings 4.0 eigentlich undenkbar, aber in vielen Unternehmen herrscht immer noch ein regelrechter Innovationsstop. Doch wie wir auch auf unserem Blog schon oft berichtet haben, ändern sich nicht nur die Anforderungen der Nutzer an das Produkt, sondern auch an die Werbung.

Wer immer noch die 20 Jahre alten Werbeslogans nach dem Prinzip „Hauptsache Masse“ auf den Markt wirft, der wird zukünftig nicht mehr viele Brötchen verkaufen. Auch die veränderte Mediennutzung spielt eine immer wichtigere Rolle, um überhaupt noch die gewünschte Zielgruppe zu erreichen.

5. Produkte ohne USP

Ohne einen klar defninierten USP (Unique Selling Point) hebt sich Ihr Produkt nicht von der Masse ab. Bei übersättigten Märkten und der Vielzahl an Online-Angeboten kann ein USP entscheidend sein.

Der USP definiert den Grund, warum es sich lohnt, Ihr Produkt zu erwerben und nicht die Konkurrenzprodukte. Er macht Ihr Produkt einzigartig. Im Marketing sollten sich alle Maßnahmen darauf konzentrieren diesen Grund bestmöglich herauszustellen und bekanntzumachen.

6. Die Weitsicht fehlt

Wir alle kennen es: Irgendwann hat man nur noch die Unternehmensbrille auf. Gerade im Bereich Marketing ist es wichtig, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen und sich bei Messen – wie zum Beispiel der aktuell laufenden PSI in Düsseldorf oder ähnlichen Veranstaltungen – Anregungen zu holen. Auch ein genauer Blick auf die Werbung der Konkurrenz kann manchmal neue Ideen freisetzen.

Der Blick nach rechts und links ist auch wichtig, um Änderungen im Markt wahrzunehmen und darauf reagieren zu können. Hilfreich kann hierbei auch eine Umfrage beim eigenen Kundenstamm sein. Holen Sie sich direktes Feedback ein!

7. Online Marketing wird immer noch unterschätzt

„Dafür sind wir doch zu klein.“ … „Wir haben doch eine eigene Facebook-Seite, reicht das nicht?“ … „Das machen wir so nebenbei.“ … Diese und ähnliche Sätze hört man oft von KMU. Dabei lohnt es sich auch für kleine Unternehmen einen genaueren Blick auf Ihre Online-Aktivitäten zu werfen.

Schon mit kleinen Mitteln wie Google My Business können Unternehmen Ihre Präsenz im World Wide Web verbessern. Wichtig: Auch in diesem Bereich sollte eine genaue Aufgabenverteilung definiert werden. Wählen Sie einen Hauptverantwortlichen im Marketing aus, um auch langfrisitig im Online Marketing Erfolg zu haben. Werfen Sie dazu doch mal einen Blick in unser kostenloses E-Book „Online Marketing für Unternehmer“.

8. Falsche Versprechungen

„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.“ – Dieses Sprichwort kennen wir alle von unseren Eltern. Gleiches gilt auch im Marketing.

Machen Sie Ihren Kunden keine Versprechungen, die Sie nicht halten können. Ihr Werbeslogan und Ihr Außenauftritt sollten zwar im Gedächtnis des Kunden hängen bleiben, aber nicht um jeden Preis. Denn ist der Ruf erst einmal ruiniert…

Vertrauen und Qualität zählen in Zeiten von Bewertungsportalen mehr denn je.

9. Die Buyer Persona ist nicht bekannt

Als Buyer Persona definieren Sie Ihren Idealkunden. Haben Sie diesen genau vor Augen? Welchen Job hat er? Ist er verheiratet? Das sind alles Fragen, die Sie sich stellen sollten. Ist die Zielgruppe nicht genau definiert, können die Marketingaktivitäten nicht erfolgreich ausgesteuert werden.

Unser Tipp: Erstellen Sie einen konkreten Lebenslauf inklusive Foto und Namen für Ihre Buyer Persona. Tragen Sie dort alle Informationen ein, die Sie über diese Person in Erfahrung bringen konnten.

Diese Fakten sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Es lohnt sich, den Steckbrief bei Zeiten zu aktualisieren oder auch zu erweitern. Mit Hilfe von Umfragen oder Marktforschungen können Sie Ihre Annahmen bestätigen oder widerlegen lassen. So wissen Sie immer, wer Ihre Zielgruppe ist, wie Sie diese am besten erreichen und was diese auch von Ihnen als Unternehmen erwartet.

Fazit

Ich hoffe, dass Sie sich über mein etwas anderes Ranking ein paar Anregungen holen konnten. Egal ob Sie den einen oder anderen Fehler schon einmal begangen haben oder sich über manches bisher gar nicht bewusst waren: Holen Sie das Beste aus Ihren Marketingaktivitäten heraus und wandeln Sie die Betrachtungsweise wieder, damit Sie bei Ihrem eigenen Ranking wieder Ihren Erfolg und nicht Ihre Fehler messen können!

Kati Blumenrath

Von Kati Blumenrath

Arbeitet seit 2014 als Projektmanagerin und Bloggerin für Marketing im Pott.

Von | 2018-01-17T09:44:10+00:00 10. Januar 2018|Aktuell, Marketing|0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar