Flyer mit der Aufschrift Werbung

Bild: F. Seidel – Fotolia.com

Früher als Flugzettel bekannt, gelten Flyer als das älteste Werbemittel der Welt – und sind bis heute eines der wichtigsten geblieben.

Professionell gestaltet, erzielen sie einen hohen Effekt, ohne teuer zu sein.

Mit Flyern werben Unternehmen für ihre Produkte oder Dienstleistungen, Veranstalter für ihre Events und Politiker um die Gunst der Wähler.

Der perfekte Flyer: Wie gelingt er? In diesem Blogpost finden Sie 5 essentielle Tipps für die Flyergestaltung.

1. Erarbeiten Sie ein klares Konzept

Einen Flyer zu gestalten, der alle gleichermaßen anspricht, dürfte schwierig bis unmöglich werden.

Deshalb ist es wichtig, seine Zielgruppe zu kennen: Die Menschen, die Sie sich als Kunden wünschen oder jene, die bereits eine hohe Affinität zu Ihren Produkten haben.

Ebenso wichtig wie die Zielgruppe ist die eigene Botschaft: Ein Flyer ist nie der richtige Ort, alles reinzupacken, was man zu einem Produkt sagen könnte. In Ihrem Konzept legen Sie die wichtigsten Eckdaten fest.

Das verschafft inhaltliche Orientierung, wenn es später um die grafische Gestaltung des perfekten Flyers geht. Versetzen Sie sich dabei immer wieder in die Situation des potenziellen Lesers: Welche Fragen könnte er haben, was könnte ihn besonders interessieren?

Vertrauen Sie dabei auf die Erfahrungen, die Sie in Kundengesprächen schon gemacht haben.

Mit am wichtigsten sind Kontaktinformationen – vor allem, wenn Sie etwas verkaufen wollen. Ziel ist es ja, den Leser schnellstmöglich zum Kunden zu konvertieren. Planen Sie also genügend Raum ein – zum Beispiel für Ihre Adresse, Telefonnummer oder Online-Präsenz.

Der Leser darf nach diesen Informationen nicht suchen müssen. Und vergessen Sie keinesfalls Ihren Firmennamen mitsamt Logo.

2. Wählen Sie Bilder aus, die Ihre Leser beachten

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Diese Aussage stimmt meistens. Und auch wenn Worte wichtig sind, das Bild bringt sie erst zur Geltung.

Ohne das Bild ist ein Flyer nur eine Ansammlung von Buchstaben, die nicht wahrgenommen werden. Geschafft haben Sie es, wenn Ihr Flyer zum Beispiel aus einer Menge von 20 oder mehr Flyern heraussticht.

Und das schaffen Sie meist nur mit ausdrucksstarken Bildern, die sofort ins Auge fallen – sei es auf Grund des Motivs, der Farbkomposition oder des Bildformats. Legen Sie dabei ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Bildbotschaft eindeutig ist! Beachten Sie, dass sogar abstrakte Farbzusammenstellungen eine Botschaft transportieren und niemals beliebig ausgewählt werden sollten.

Dass Sie im Besitz der Bildrechte sein müssen und das ausgewählte Motiv nie die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen verletzten darf, gilt für Flyer gleichermaßen wie für jede andere Veröffentlichung.

Achten Sie bei Fotos auf deren Auflösung: 300 dpi sollten es bei Druckprodukten schon sein, sonst kommt das Ergebnis unscharf und pixelig aus der Druckerei.

3. Finden Sie die richtigen Worte

Nicht nur die Bilder und Grafiken sollen Aufmerksamkeit und Neugier erzeugen. Haben die grafischen Elemente dem Leser gefallen, beginnt er 1 Sekunde später mit dem Lesen der Texte.

Aber nur mit den richtigen Worten erhalten Sie die Aufmerksamkeit, die Sie anstreben. Grundsätzlich gilt: Kommen Sie zur Sache, am besten schon im Titel. Kurz, kreativ und informativ sind wichtige Kriterien für perfekte Flyer-Texte.

Mit einem griffigen Slogan wecken Sie das Interesse beim Leser. Im Hauptteil Ihres Textes servieren Sie wichtige Informationen, verpackt in gut verständlichen Sätzen. Zwischentitel sind ein tolles Mittel, Texte aufzulockern und Buchstaben-Wüsten zu durchbrechen.

Es lohnt sich auch immer, über die Ansprache der Zielgruppe nachzudenken. Ein junges Publikum für die Eröffnung einer Diskothek lässt sich mit „Du“ als Anrede sicher eher gewinnen als mit dem steifen „Sie“.

Für einen Versicherungskaufmann, der für seine Dienstleistung wirbt, ist das „Sie“ hingegen nicht steif, sondern die einzig seriöse Form der Ansprache.

4. Setzen Sie auf ein gefälliges Layout

Legen Sie zunächst Grundsätzliches zum Aussehen des Flyers fest: Wie groß soll er sein, wie viele Seiten soll er haben, Hoch- oder Querformat? Denken Sie spätestens jetzt wieder an Ihre Bilder.

Wie jedes Printmedium braucht auch der Flyer einen Eye-Catcher. Ein solcher muss auf jeden Fall auf der Titelseite platziert sein; aber auch für den Innenteil ist ein großes ausdrucksstarkes Bild vorteilhaft, am besten kombiniert mit weiteren, kleineren Grafik-Elementen.

Das Lesen eines Flyers darf nicht anstrengend sein oder gar Überwindung kosten. Es soll Spaß machen. Überprüfen Sie Ihren perfekten Flyer also auf Gefälligkeit: Das geht am besten, indem Sie die einzelnen Seiten – Titel, Innenteil, Außenseite – unabhängig voneinander mit etwas räumlichen Abstand betrachten.

Achten Sie dann auf Folgendes: Wirkt der Flyer hell und einladend? Sind die Schriften gut lesbar und passen sie zusammen? Harmonieren die verschiedenen Farben?

Unabdingbar ist es, sich an die Regeln der Druckerei zu halten. Also der richtige Abstand zum Rand und die Beschnittzugaben müssen beachtet werden, damit die Flyer hinterher so aussehen, wie man sich das digital am Laptop oder PC vorgestellt hat.

5. Think Outside The Box

Es klingt abgedroschen, birgt aber ungeahnte Potenziale. Ein klares Konzept, tolle Bilder, treffende Texte und ein gefälliges Layout sind sicher wichtig, aber vielleicht ist es gerade die besondere, kreative, quergedachte Idee, die Ihren Flyer zum perfekten Flyer macht.

Versuchen Sie etwas zu kreieren, das die Blicke auf sich zieht. Denken Sie zum Beispiel nach über ein außergewöhnliches Format oder haptische Gestaltungsmöglichkeiten, die den Flyer zu einem edlen Printprodukt machen.

Erlaubt ist, was funktioniert und beim Leser ankommt – und da sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Vanessa Lehmkuhl

Von Vanessa Lehmkuhl

Seit 2008 ist die Marketing- und Kommunikationswirtin im B2B-Vertrieb eines regionalen Medienunternehmens gegenüber Werbetreibenden beratend tätig.