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Der Einsatz von Videos im Newsletter

  • View Larger Image Durch die visuelle Darstellung generieren Videos viel Aufmerksamkeit und können hohe Klickraten erzielen. Foto: Pixabay

    Durch die visuelle Darstellung generieren Videos viel Aufmerksamkeit und können hohe Klickraten erzielen. Foto: Pixabay

Videos haben schon längst ihren Platz im Online Marketing gefunden, vor allem in den sozialen Medien sind sie nicht mehr wegzudenken. Doch lohnt sich auch der Einsatz von Videos im Newsletter?


Der Erfolg von Videos hat verschiedene Gründe. Es liegt nicht nur an der emotionalen Art und Weise Botschaften zu transportieren, sondern viel mehr daran, dass ein Video deutlich mehr Aufmerksamkeit beim Zuschauer generiert, als ein klassischer Text oder ein einfaches Bild. Außerdem haben Videos für das Unternehmen zusätzliche positive Nebeneffekte wie die Erhöhung des Traffics und der Verweildauer auf der eigenen Website.

Doch funktionieren Videos auch im E-Mail-Marketing?

Wenn Videos online schon so gut funktionieren, warum nicht auch in E-Mails? Newsletter sind oft eher mit sehr langen, statischen Texten und Bildern versehen. Kein Wunder, denn der Absender möchte so viele Informationen wie möglich an den Empfänger übermitteln. Oft werden dadurch die Texte viel zu lang, der Empfänger springt ab oder noch schlimmer, der Newsletter wird gar nicht erst gelesen und geht im Online-Postfach unter.

Ein einziges Video in der E-Mail kann die Aufmerksamkeit des Rezipienten sofort auf sich ziehen. Dazu reicht es oft schon aus, ein Video nur im Betreff des Newsletters zu erwähnen, um das Interesse des Kunden zu wecken. Gerade für erklärungsbedürftige Produkte kann dies von Vorteil sein.

So kann das Produkt oder die Dienstleistung durch ein Video kurz und sachlich erklärt werden und man erspart sich lange, unverständliche Texte zu Produktbeschreibungen sowie Bedienungsanleitungen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Einsatz von Videos im Newsletter im Vergleich zu Texten viel mehr Emotionen auslösen und somit den Kaufprozess positiv beeinflussen kann.

Aber warum findet man noch so selten Videos in Newslettern?

Der Nachteil liegt eher in der technischen Umsetzung. Viele E-Mail-Dienste blockieren oft die Darstellung von Video-Inhalten aus Sicherheitsgründen. Zudem kann es aufgrund von zu langen Ladezeiten der Videos vorkommen, dass die E-Mail direkt im Spamfilter landet.
Generell ist das Einbetten eines Videos in einen Newsletter mit einigem Aufwand verbunden.

Daher sollte man sich vorher immer fragen, ob das Video dem Empfänger einen Mehrwert bietet und wie lang das Video sein sollte. Oft reicht ein kurzer Clip schon aus, um die wichtigsten Inhalte zu übermitteln. Hat man sich entschieden, Videos in seine E-Mail Marketingstrategie aufzunehmen, so gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, diese in den Newsletter zu integrieren.

Videos als Anhang der E-Mail

Videos als Anhang des Newsletters mitzuversenden scheint auf den ersten Blick oft die einfachste Lösung zu sein. Dies scheitert jedoch oft an der gewaltigen Daten-Größe des Videos, die es fast unmöglich macht, den Anhang zu verschicken. Des Weiteren werden viele Dateiformate, gerade im geschäftlichen Umfeld, blockiert.

Auch von externen Transfer-Diensten ist abzuraten, da hier der Empfänger den Newsletter verlassen muss, um extern das Video von einer anderen Plattform herunterzuladen. Der Aufwand für den Empfänger wäre in dem Fall viel zu umfangreich und könnte eher abschrecken.

Einbettung von YouTube- oder Vimeo-Links

Eine weitere, recht simple Möglichkeit ist das Hinzufügen eines YouTube- oder Vimeo-Link in den Newsletter. Viele E-Mail Anbieter unterstützen die Einbettung der Video-Links aus diesen Portalen.

Mithilfe des Links kann das Video an jeder Stelle im Newsletter platziert werden. Klickt der User auf den Link, so öffnet sich ein neues Fenster, in dem das Video abgespielt werden kann. Der Nachteil ist, dass hier die visuelle Darstellung des Videos fehlt.

Zudem gibt es die Möglichkeit, dass der Video-Link samt Videoplayer direkt in der Mail angezeigt wird. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass diese Funktion nicht von allen E-Mail-Programmen zugelassen wird.

Fake-Player

Eine oft genutzte und auch die effektivste Variante ist die Integration von sogenannten „Fake-Playern“. Hierbei wird ein statisches Bild aus einer Momentaufnahme des Videos samt Videoplayer-Button und Bedienelementen in der E-Mail platziert. Der Screenshot ist mit dem Video verknüpft. Beim Klick auf den Screenshot öffnet sich das Video in einem neuen Fenster.

Der Vorteil: Durch die visuelle Darstellung generiert der Newsletter viel Aufmerksamkeit und kann hohe Klickraten erzielen. Außerdem kann das Video von E-Mail Diensten nicht blockiert werden, da das Video außerhalb des Newsletters abgespielt wird.

GIFs

Eine weitere, recht simple, aber wirkungsvolle Art ein Video in einer E-Mail zu platzieren ist die Einbettung von animierten GIFs. Die Erstellung eines solchen GIFs ist recht einfach und die Einbettung wird von den meisten E-Mail Diensten unterstützt. Jede Menge Beispiele für GIFs finden Sie auf der Website GIPHY.

Der Nachteil liegt hier jedoch in der begrenzten Videolänge. Möglicherweise können hier nicht alle wichtigen Inhalte übermittelt werden. Zudem werden GIFs ohne Ton abgespielt und die Bildqualität ist nicht optimal.

Je nach Videolänge und Animation weisen die Videos ein hohes Datenvolumen auf, welches wiederum zu einer möglichen Blockade eines E-Mail Dienstes führen kann.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen: Wenn man das richtige Video-Format gefunden und die technischen Hürden überwunden hat, kann der Einsatz  von Videos im Newsletter letztendlich für viel Interesse sorgen.

Sie brauchen ein bisschen Inspiration? Dann schauen Sie sich unsere 5 Beispiele für Videomarketing an.

Alina Geilke

Von Alina Geilke

Alina Geilke ist Marketingleitung bei der Video-/Werbeagentur überRot GmbH.

2019-01-09T13:00:16+00:009. Januar 2019|

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