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5 Online-Marketing-Trends, die Unternehmer kennen sollten

Veröffentlicht am 27.10.2014 in Marketing

Das Internet steht nie still – ganz egal in welchem Bereich.

Mit schöner Regelmäßigkeit kristallisieren sich daher neue Online Marketing Trends heraus, etablieren sich oder verschwinden schon nach kurzer Zeit wieder in den Weiten des Webs.Online-Marketing-Trends

Damit Sie up to date bleiben, was gerade im Bereich Onlinemarketing besonders angesagt ist, haben wir fünf der großen Trends für Sie zusammengefasst.

Trend #1 - Content Marketing

Content Marketing war im Jahr 2013 und 2014 mit Sicherheit DAS Buzzwort im Netz schlechthin.

Das Konzept, Inhalte mit Kreativität und Fingerspitzengefühl auf die Zielgruppe auszurichten, dieser einen echten Mehrwert zu bieten und diese Beziehung fürs Marketing zu nutzen, ist in aller Munde.

Meiner Meinung nach wird diese Marketingform auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen.

Content Marketing hat zwei entscheidende Vorteile: der User (und potenzielle Kunde) nimmt eine Webseite oder Marke positiv wahr, wenn dieses Unternehmen ihm einen echten Mehrwert bietet.

Zugleich bleibt die Marke dann langfristig in Erinnerung, während außerdem eine erste Vertrauensbasis aufgebaut wird.

Wer seinen Usern auf der Webseite hochwertige Inhalte anbietet, die speziell für die eigene Zielgruppe aufgebaut wurden, kann eine hohe Quote von wiederkehrenden Besuchern erreichen.

Nicht zu vernachlässigen ist außerdem, dass hochwertige Inhalte und gutes Content Marketing auch von den Suchmaschinen positiv wahrgenommen werden.

So kann man in den Suchergebnissen von Google nach vorn rutschen, weshalb Content Marketing auch in jeder guten SEO-Strategie eine Rolle spielt.

Mehr Infos zum Thema: "Was ist Content Marketing?"

Trend #2 - Diversifikation für Social Media

Facebook ist nach wie vor der große Player im Bereich Social Media – das wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern.

Dennoch ist es für Unternehmen wichtig, ihr Social Media-Angebot nicht immer auf dieses eine Netzwerk zu fokussieren. Stattdessen empfiehlt es sich,  herauszufinden, wo sich die eigene Zielgruppe wirklich aufhält – vielleicht kann man sie auf Pinterest oder LinkedIn viel effizienter erreichen?

Wenn Sie gerade dabei sind, Ihre Social Media-Strategie neu aufzusetzen, kann ich Ihnen nur raten: Mut zu neuen Plattformen!

So eignen sich LinkedIn und Xing für B2B-Inhalte und YouTube, Pinterest, Instagram für B2C-Kunden.

Auch wenn Sie das schon öfter gehört haben, Hand aufs Herz: Haben Sie diese Optionen wirklich unvoreingenommen geprüft?

Trend #3 - Bilder werden eine größere Rolle spielen

Breitbandinternet, sowohl zu Hause als auch mobil, ist mittlerweile zum Standard avanciert.

Ein breitgefächertes Media-Angebot ist also unersetzlich, wobei Bildern ein besonders hoher Wert zukommen wird. Hochwertige, thematisch passende Bilder fangen die Aufmerksamkeit ein und lockern Inhalte in Textform immens auf. Sowohl im Bereich Social Media als auch beim Blogging oder auf Unternehmensseiten werden Bilder künftig eine noch größere Rolle als bisher spielen – deshalb gilt es vorzusorgen.

Eher langweilige und altbackene Stockpics, die schon auf anderen Websites zu finden sind, sollten durch kreative und hochwertige Bilder ersetzt werden – zumindest auf besonders exponierten Seiten.

Ich persönlich habe mittlerweile schon so viele Stockfotos gesehen, dass ich teilweise schon die Models wiedererkenne, die dort in unterschiedlichen Rollen auftreten – auf Gesundheitsseiten als Ärzte, auf Firmenseiten im Businesslook mit Sakko und Krawatte.

Natürlich sind altbekannte Bilder besser als reine Textwüsten, aber wirklich attraktiv machen sie eine Seite nicht.

Trend #4 - Inbound Marketing ausnutzen

Inbound Marketing ist eine Strategie, die in den USA bereits weit verbreitet ist und langsam aber sicher auch in Deutschland auf wachsendes Interesse stößt.

Im Gegensatz zur klassischen Werbung, die immer auch nicht-interessierte Empfänger erreicht, setzt man beim Inbound Marketing auf das vorhandene Informationsbedürfnis eines potenziellen Kunden.

Unser aller Kaufverhalten hat sich durch das Internet drastisch verändert. Studien zeigen, dass der Entscheidungsprozess von Käufern bereit zu 70% abgeschlossen ist, bevor sie Kontakt zu einem Anbieter aufnehmen.

Beim Inbound Marketing geht es darum, sich in diese frühe Phase der Entscheidungsfindung einzuklinken, indem man potenziellen Käufern relevante und hilfreiche Informationen anbietet und sie so dabei unterstützt, eine Kaufentscheidung zu treffen.

Content Marketing ist ein wesentlicher Bestandteil von Inbound Marketing. Zusätzlich werden hier SEO, Social Media und E-Mail-Marketing unter einem Dach vereinigt. Inbound Marketing ist also eine hoch integrierte Form von Online-Marketing.

Weiterführender Content wird beim Inbound Marketing meist im Austausch gegen die Erlaubnis zur Kontaktaufnahme durch das Unternehmen anbeboten. Nach der Philosophie des Inbound Marketings dient diese Kontaktaufnahme dazu, dem potenziellen Kunden gezielt weitere Informationen anzubieten, die auf seine individuellen Interessen abgestimmt sind. So soll schrittweise Vertrauensverhältnis aufgebaut werden.

Durch Inbound Marketing werden Leads generiert, also qualifizierte, potenzielle Kunden. Diese "warmen" Leads werden an den Verkauf übergeben. Inbound Marketing ist also eine echte Alternative zur Kalt-Akquise.

Trend #5 - lokale Werbung für lokal tätige Unternehmen

Eigentlich kein Trend, sondern eine Rückbesinnung auf Bewährtes – mit modernen Online-Methoden.

Die Idee: Sogenannte "Brick and Mortar Stores", also lokale Firmen, die eine oder mehrere Ladenfilialen betreiben und keinen Onlineshop, sollten weiterhin lokal werben – auch online!

Neben der eigenen, SEO-optimierten Webseite können dafür Google+ Local und verschiedene Bewertungsportale genutzt werden. Auch wenn das Internet global ist, können über regionales Onlinemarketing reger Zulauf und eine erhöhte Sichtbarkeit erzielt werden.

Stimmt vor Ort die Qualität, multipliziert sich das Marketing noch durch virale Effekte – das Online-Pendant der guten alten Mundpropaganda. 

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verwendete Bilder: © Ruth Black - Fotolia.com

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