10 Tipps zur Steigerung der Mitarbeitermotivation

10 Tipps zur Steigerung der Mitarbeitermotivation

Sie kennen den Spruch: Eine Kette kann immer nur so stark sein wie das schwächste Glied. Ein Unternehmen folgt einem ganz ähnlichen Muster.

zwei Personen geben sich high five

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Deshalb hängt die Schlagkraft einer Firma essentiell von den Fähigkeiten, aber auch von der Motivation ihrer Belegschaft ab. Folgende zehn Tipps helfen Ihnen dabei, die Mitarbeitermotivation in Ihrem Betrieb nachhaltig zu steigern.

1. Mit gutem Beispiel voran gehen

Ein Chef, der seinen Mitarbeitern den lieben langen Tag Wasser predigt, während er sich selbst am Wein gütlich tut, wird über kurz oder lang den Respekt seiner Belegschaft verlieren. Ein souveräner Vorgesetzter geht daher mit gutem Beispiel voran. Schließlich ist die Führungsspitze das Zugpferd eines Unternehmens. Wer zum Beispiel Wert auf Pünktlichkeit legt und selbst konsequent zu spät im Büro erscheint, wird seine Mitarbeiter auf Dauer demotivieren. Den umgekehrten Effekt erzielen Sie, wenn Sie ganz selbstverständlich morgens der erste am Arbeitsplatz sind.

2. Kaffee und Kommunikation

Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Der pro Kopf Verbrauch des schwarzen Heißgetränks beträgt hierzulande pro Jahr rund 150 Liter. Dank seiner belebenden Wirkung sorgt kostenloser Kaffee im Büro sogar für einen regelrechten Motivationsschub. Studien zeigen, dass Kaffee nicht nur wach hält, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit stärkt. Machen Sie sich diese Vorteile zunutze und bringen Sie die Mitarbeitermotivation mit kostenfreien Kaffee-Angeboten in Schwung. Weiterer Vorteil: Ein kompakter Kaffee-Automat in der Küche hilft Ihnen dabei, die Kommunikation zwischen den Abteilungen, aber auch zwischen Chef und Mitarbeitern zu fördern. Selbstverständlich sollten Sie auch Teetrinkern die Möglichkeit geben, sich mit ihrem bevorzugten Heißgetränk zu versorgen.

3. Klare Zielvorgaben

Sie kennen sicher die Geschichte von Sisyphus und seiner beschwerlichen, nie enden wollenden Aufgabe. Verhindern Sie, dass sich Ihre Mitarbeiter an die Figur des Sisyphus erinnert fühlen, indem Sie stets klare, erfüllbare Erwartungen formulieren. Vereinbaren Sie feste Jahresziele und stellen Sie für den Erfolgsfall eine festgeschriebene Belohnung in Aussicht. Regelmäßige Feedbackgespräche sowie konstruktive Kritik zur rechten Zeit sorgen für zusätzliche Motivation.

4. Neue Herausforderungen schaffen

Routine ist gut. Routine ist wichtig. Auf Dauer kann sie aber auch zur Belastung werden, wenn die Abwechslung ausbleibt. Fordern Sie ruhig den Ehrgeiz Ihrer Mitarbeiter heraus und sorgen Sie regelmäßig für neue Herausforderungen. Der Erfolg dieser Maßnahmen lässt sich leicht an der Motivation innerhalb Ihres Teams ablesen. Schaffen Sie Freiraum für eigene, kreative Ideen und geben Sie Ihren Mitarbeitern die Chance, echte Verantwortung übernehmen zu dürfen. Vermeiden Sie es aber, die Belegschaft zu überfordern, sonst geht der Schuss schnell nach hinten los.

5. Hilfestellung anbieten

Als Führungskräfte sind wir darauf geeicht, unsere Mitarbeiter stets zu Höchstleistungen anzutreiben. Das ist nur recht und billig, bedarf jedoch auch eines gewissen Fingerspitzengefühls. Oftmals reicht es bereits, Hilfestellungen anzubieten, um seinen eigenen Zielen ein Stückchen näher zu kommen. Wer ohne eine weitere Erläuterung schlichtweg eine Umsatzsteigerung von sagen wir zehn Prozent einfordert, darf sich nicht wundern, wenn daraus eine Abwehrhaltung resultiert. Geben Sie Ihren Mitarbeitern gangbare Lösungsmöglichkeiten mit auf den Weg und zeigen Sie auf, mit welchen Methoden eine Umsatzsteigerung tatsächlich erreicht werden kann. Ihr Team wird es Ihnen mit deutlich gesteigerter Motivation danken.

6. Motivation durch Weiterbildungsangebote

Wer seinen Mitarbeitern die Möglichkeit zu Fortbildungsmaßnahmen gibt, muss zunächst einmal kräftig investieren. Zum einen sind die Kurse selbst mit Kosten verbunden, zum anderen belastet die Freistellung für eben diese Kurse das Budget. Dennoch zahlt sich eine sinnvoll gesteuerte Weiterqualifizierung der Mitarbeiter in aller Regel auch für den Arbeitgeber aus. Wie eine im Jahr 2012 durchgeführte Studie der Deutschen Universität für Weiterbildung belegt, wirken Weiterbildungsmaßnahmen gerade auf jüngere Arbeitnehmer stark motivierend. Rund 60 Prozent der jungen und gut qualifizierten Fachkräfte gaben sogar an, bei der Suche nach dem Traumjob auch die Möglichkeiten zur Fortbildung eingehend zu prüfen. Wer seinen Mitarbeitern ausreichend Raum zur Weiterbildung gibt, bringt sich nicht nur bei der Rekrutierung von Fachkräften in eine gute Position, sondern profitiert auch nachhaltig von einer hoch qualifizierten und entsprechend motivierten Belegschaft.

7. Freiräume durch flexible Arbeitszeitmodelle

Verabschieden Sie sich von starren Strukturen. Wer sich flexible Mitarbeiter wünscht, sollte diesen auch durch ebenso flexible Bedingungen ein Stück weit entgegenkommen. Dies betrifft nicht zuletzt die Möglichkeit, die eigene Arbeitszeit, innerhalb eines bestimmten Rahmens, selbst einteilen zu dürfen. Auf diese Weise ziehen Sie nicht nur die Freigeister in Ihrem Betrieb auf Ihre Seite. Gerade junge Eltern werden Ihnen flexible Arbeitszeitmodelle danken. Von Kita-Streik bis Kinderarztbesuch lauern schließlich so einige unvorhersehbare Zeitfresser im Alltag, die flexibles Agieren und Improvisationstalent von engagierten Müttern und Vätern erfordern. Die Dankbarkeit und damit auch die gesteigerte Motivation Ihrer Mitarbeiter ist Ihnen durch diese kleine Maßnahme sicher.

8. Rechte Balance aus Lob und Kritik

Scheuen Sie sich nicht, Ihren Mitarbeitern durch Lob für besondere Leistungen Respekt zu zollen. Zeigen Sie sich auch gerne einmal dem gesamten Team gegenüber dankbar, für die geleistete Unterstützung. Auf diese Weise demonstrieren Sie nicht nur Ihre Wertschätzung von Mensch zu Mensch, sondern tragen auch maßgeblich zur positiven Stimmung und zu einer Steigerung der allgemeinen Motivation bei. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Lob in der richtigen Balance zur konstruktiven Mitarbeiterkritik steht. Niemals sollte der Eindruck entstehen, dass ein Lob vorschnell bzw. leichtfertig ausgesprochen wird, da sonst die Ernsthaftigkeit und damit auch die Autorität Ihrer Aussagen über kurz oder lang leidet.

9. Jeder im Team wird ernst genommen

Nichts ist lähmender als das Gefühl von Ohnmacht. Der Gedanke, wie ein Hamster im Rad keinen Einfluss auf Entscheidungen und Abläufe nehmen zu können, wirkt wie Gift auf die Motivation Ihrer Mitarbeiter. Geben sie Ihrer Belegschaft eine Stimme und jedem einzelnen die Chance, konstruktive Kritik formulieren und aktiv Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen zu können. Laden Sie zu festen Terminen ein, bei denen Vorgesetzte und Mitarbeiter an einem Tisch sitzen, um künftige Vorgehensweisen zu besprechen. Im Idealfall sollte die Teilnahme an diesen Meetings auf Freiwilligkeit basieren.

10. Besondere Belohnungen für besondere Persönlichkeiten

Auch wenn der Satz ein wenig abgedroschen klingen mag, hat er doch nichts an seiner Richtigkeit eingebüßt. Geld allein macht eben nicht glücklich. Daher reicht auch ein angemessenes Gehalt nicht aus, um seine Mitarbeiter langfristig zu motivieren. Das bedeutet allerdings nicht, dass Ihre Belegschaft unzugänglich für Zuwendungen wäre. Genau das Gegenteil ist der Fall. Doch da die Menschen in Ihrem Team etwas ganz Besonderes sind, sollten auch die Belohnungen besonders ausfallen. Ein eingefleischter Fußballfan wird sich vermutlich über Freikarten für ein Match seines Lieblingsvereins freuen, ein Kunstliebhaber über einen schön gestalteten Bildband. Überlegen Sie sich, was zu den einzelnen Persönlichkeiten passt und landen Sie echte Überraschungen, zum Beispiel zum Geburtstag und anderen besonderen Ereignissen. Wenn sich die ganze Crew eine Belohnung verdient hat, starten Sie gemeinsame Unternehmungen. So stärken Sie das Miteinander und tragen zur Förderung des Teamspirits bei.

Fazit: Es gibt viele Möglichkeiten, die Motivation Ihrer Mitarbeiter zu fördern. Wie Sie anhand der vorhergegangenen Beispiele erkennen, sind es nicht zuletzt die kleinen Gesten, die zu einem positiven Klima und damit zu einer erhöhten Leistungsbereitschaft beitragen. Das kann der Gratis-Kaffee im Büro sein oder ein gerechtes Lob zur rechten Zeit. Eine dauerhafte Motivation ist allerdings nur möglich, wenn dies eine positive Unternehmenskultur auch zulässt, die jede Persönlichkeit nicht allein aufgrund der Kompetenz, sondern auch als Menschen wertschätzt. Nur wenn sich Ihre Mitarbeiter wohlfühlen, behalten sie auch dauerhaft ihre intrinsische, also ihre auf einen inneren Anreiz hin aufbauende, Motivation.

Britta Sippel

Von Britta Sippel

Arbeitet als Verkaufs- und Marketingleitung bei der Westfunk GmbH & Co. KG in Essen.

Von | 2017-07-18T15:53:50+00:00 16. Oktober 2015|Management|0 Kommentare

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